Nuklearkatastrophe von Tschernobyl

Heute vor 31 Jahren passierte das Unglück von Tschernobyl, auf der siebenstufigen internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse wurde sie als erstes Ereignis der Kategorie katastrophaler Unfall eingeordnet.

Bei einer unter der Leitung von Anatoli Stepanowitsch Djatlow durchgeführten Simulation eines vollständigen Stromausfalls kam es auf Grund schwerwiegender Verstöße gegen die geltenden Sicherheitsvorschriften sowie der bauartbedingten Eigenschaften des mit Graphit moderierten Kernreaktors vom Typ RBMK-1000 zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der zur Explosion des Reaktors und zum Brand des als Moderator eingesetzten Graphits führte. Innerhalb der ersten zehn Tage nach der Explosion wurde eine Aktivität von mehreren Trillionen Becquerel freigesetzt. Die so in die Erdatmosphäre gelangten radioaktiven Stoffe, darunter die Isotope 137Cs mit einer Halbwertszeit (HWZ) von rund 30 Jahren und 131I (HWZ: 8 Tage), kontaminierten infolge radioaktiven Niederschlags hauptsächlich die Region nordöstlich von Tschernobyl sowie viele Länder in Europa. Nach der Katastrophe begannen sogenannte Liquidatoren mit der Dekontamination der am stärksten betroffenen Gebiete. Unter der Leitung des Kurtschatow-Instituts errichtete man bis November 1986 einen aus Stahlbeton bestehenden provisorischen Schutzmantel (russisch объект «Укрытие»), der meist als „Sarkophag“ bezeichnet wird.
Über die weltweiten gesundheitlichen Langzeitfolgen, insbesondere jene, die auf eine gegenüber der natürlichen Strahlenexposition erhöhte effektive Dosis zurückzuführen sind, gibt es seit Jahren Kontroversen. Die WHO hält insgesamt weltweit ca. 4000 Todesopfer für möglich.

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Tschernobyl – Der Super Gau [Doku/HD]

Tschernobyl – von der Natur erobert [Doku]

 

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Die Glockenbecherkultur

220px-Beakerculture Zwei Glockenbecher aus der Frühphase der Kultur

Die Glockenbecherkultur ist eine endneolithische Kultur, die in Süd-, West- und Mitteleuropa, im Osten bis nach Ungarn, ab 2600 v. Chr. aufkommt und etwa bis 2200 v. Chr. andauert. Sie bestand nur in Großbritannien bis ca. 1800 v. Chr., sie stellt in diesen Regionen eine Kultur am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit dar.

1900 verwendete der damals in Mainz arbeitende Prähistoriker Paul Reinecke den Ausdruck „Glockenbecher“ (keramische Gefäße mit flachem Standboden und S-förmigem Profil, meist flächendeckend verziert), den zuvor schon italienisch- und tschechisch sprachige Prähistoriker benutzt hatten, und führte ihn in die deutsche Terminologie ein.

Die Glockenbecherkultur verbreitete sich in Mitteleuropa (von Ungarn über Polen (Grabhügel von Supraśl als östlichster Punkt) bis Dänemark (insbesondere Jütland – Bejsebakken), Deutschland und in die Schweiz, wo sie die Seeufersiedlungsphase unterbricht), Westeuropa (Frankreich, Großbritannien, Irland), Südeuropa (Italien mit Sizilien und Sardinien, die Iberische Halbinsel mit den Balearen, nicht jedoch Korsika) und Marokko.

Typisch für das Totenritual der kontinentalen GBK sind Einzelbestattungen in Erdgräbern oder Steinkisten.

Die Toten wurden als Hocker in geschlechtsspezifischer Orientierung und Seitenlage beigesetzt: weibliche Individuen mit dem Kopf im Süden, Füße im Norden, die Extremitäten nach rechts gewandt, männliche Individuen mit Kopf im Norden, Füße im Süden, nach links gewandt.

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Kurt Sowinetz

Der Schauspieler wurde am 26. Februar 1928 in Wien geboren, er starb 28. Jänner 1991 in Wien.

Er wuchs in der Arnethgasse im Wiener Bezirk Ottakring auf. Schon in jungen Jahren begann er zu zeichnen und zu malen. Nach seinen eigenen Aussagen konnte seine Mutter nach dem Krieg viele seiner Malereien gegen Lebensmittel eintauschen. Als Hobby begleitete ihn die Malerei bis an sein Lebensende. Schließlich wandte er sich jedoch der Schauspielerei zu.
1955 wurde ihm von Günther Haenel, damals Regisseur unter der Direktion von Leon Epp am Wiener Volkstheater, die Hauptrolle in dem damals sehr populären Drama Der Regenmacher von Nathan Richard Nash angeboten. Seit damals war er hauptsächlich an Wiener Bühnen engagiert, zuerst im Volkstheater, später im Theater in der Josefstadt. Ab 1976 wurde er Ensemblemitglied des Burgtheaters.
Daneben war er auch immer wieder in Filmen und im Fernsehen zu sehen.
Einer breiteren Öffentlichkeit wurde Sowinetz außerdem als Sänger (Alle Menschen san ma z’wider) bekannt. Daneben bildete er zusammen mit Helmut Qualtinger und Walter Kohut ein erfolgreiches Kabarett-Trio, wobei ihm die melancholischen Parts mit den leisen Untertönen zufielen.
Seine Tochter Dunja ist ebenfalls Schauspielerin und am Wiener Burgtheater engagiert.

Grabstätte von Kurt Sowinetz
Sein ehrenhalber gewidmetes Grab befindet sich auf dem Döblinger Friedhof in Wien (Gruppe 7, Reihe 1, Nummer 3). Im Jahr 2008 wurde in Wien Floridsdorf (21. Bezirk) die Sowinetzgasse nach ihm benannt.

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Kurt Sowinetz – Alle Menschen San Ma Zwider (1972)

Kurt Sowinetz – Mir Ham Soviel zum Tuan

Käthe Kruse

240px-Tenneberg-11 Käthe Kruse mit ihren Töchtern

Sie wurde am 17. September 1883 in Dambrau bei Breslau als Katharina Johanna Gertrud Simon geboren, sie starb am 19. Juli 1968 in Murnau am Staffelsee. Bevor sie als Puppenmacherin berühmt wurde,  war sie eine deutsche Schauspielerin. Ihre Puppen sind heute beliebte Sammlerstücke, die zu sehr hohen Preisen gehandelt werden.

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Käthe Kruse Puppenproduktion

 

Petra – Jordanien

220px-Petra_location_map-de-2.svg Lageplan Petra
Die verlassene Felsenstadt Petra (arabisch البتراء al-Batrā’) im heutigen Jordanien war in der Antike die Hauptstadt des Reiches der Nabatäer. Wegen ihrer Grabtempel, deren Monumentalfassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden, gilt sie als einzigartiges Kulturdenkmal. Am 6. Dezember 1985 wurde Petra in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.

Östlich der Aravasenke, auf halbem Weg zwischen dem Golf von Akaba und dem Toten Meer, liegt Petra auf einer Höhe zwischen 800 und 1350 m in einem weiten Talkessel im Bergland von Edom. Dank ihrer strategisch günstigen Lage am Kreuzungspunkt mehrerer Karawanenwege, die Ägypten mit Syrien und Südarabien mit dem Mittelmeer verbanden, war die Stadt vom 5. Jahrhundert vor bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. ein bedeutender Handelsplatz. Insbesondere kontrollierte Petra einen wichtigen Knotenpunkt der Weihrauchstraße. Diese uralte Handelsroute führte vom Jemen aus an der Westküste Arabiens entlang und teilte sich bei Petra in einen nordwestlichen Zweig, der nach Gaza und in einen nordöstlichen, der nach Damaskus führte.
Zur verkehrstechnisch günstigen Lage kamen Vorteile der örtlichen Geographie. Zum einen liegt Petra versteckt und gut geschützt zwischen schroffen Felswänden. Der Ort ist nur über einen schmalen Gebirgspfad von Nordwesten zugänglich oder von Osten her durch eine etwa 1,5 Kilometer lange und etwa 70 Meter tiefe Felsschlucht, den Siq (dt.: „Schacht“), der an seiner engsten Stelle nur 2 Meter breit ist. Zum anderen verfügte Petra in der Antike über eine sichere Wasserversorgung. Brauch- und Trinkwasser wurden über in den Fels gemeißelte Aquädukte in die Stadt geleitet sowie durch Terrakottaröhren, die ebenfalls in die Felswände eingelassen und mit Gips abgedichtet waren. Das höchst komplexe Wasserversorgungssystem, das mehr als 200 Zisternen umfasste, speiste sich aus allen bekannten Wasserquellen im Umkreis von mehr als 25 Kilometern um die Stadt.

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Petra – geheimnisvolle Stadt aus Fels Reportage über Petra in Jordanien

Das Christentum

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Das Christentum ist eine der Weltreligionen, das aus dem Judentum hervorging, dann waren die ersten Christen Juden.

Für Christen ist Jesus von Nazaret, er war ein jüdischer Wanderprediger, der etwa in den Jahren 28–30 unserer Zeitrechnung auftrat und in Jerusalem hingerichtet wurde. Seine Jünger erkannten in ihm nach seiner Kreuzigung und Auferstehung den Sohn Gottes und den vom Judentum erwarteten Messias. In ihren Bekenntnissen nennen sie ihn Jesus Christus. Der Glaube an ihn ist in den Schriften des Neuen Testaments grundgelegt. Die weitaus meisten Christen glauben an einen Gott (Monotheismus) als eine Dreifaltigkeit, das heißt eine Wesenseinheit aus Vater, Sohn und Heiligem Geist.

Daneben existieren innerhalb des Christentums kleinere antitrinitarische Gruppierungen.
Die zahlreichen Konfessionen bzw. Kirchen innerhalb des Christentums lassen sich in vier Hauptgruppen zusammenfassen: die römisch-katholische Kirche, die orthodoxen Kirchen, die protestantischen und die anglikanischen Kirchen. Mit rund 2,26 Milliarden Anhängern ist das Christentum vor dem Islam (rund 1,57 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 900 Millionen) die am weitesten verbreitete Religion weltweit.

Geschichte des Christentum, Zeittafel

Doku – Die ersten Christen

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Die Inquisition

Bereits im 2. und 3. Jahrhundert gab es im Christentum einen gewissen Konsens darüber, was die allgemeine christliche Lehre sei, was als Variante akzeptiert werden könne und was als Lehre einer Randgruppe anzusehen sei, vgl. Irenäus von Lyon. Dennoch gab es zu allen Zeiten Gruppen, die ihrerseits die Ansicht vertraten, dass sie die einzigen wirklichen Christen seien (Marcion, Montanismus). Manche dieser christlichen Gemeinschaften standen auch anderen Religionen nahe (Gnosis, Manichäismus). In der frühen Kirche konnten zunächst nur Bischöfe gegen Häretiker vorgehen.
Ab dem vierten Jahrhundert kamen, beginnend mit dem Konzil von Nicäa 325, die Bischöfe der damaligen christlichen Kirchen zusammen, um auf Konzilien über Fragen der Lehre zu entscheiden. Solchen Entscheiden gingen oft lange und heftige Auseinandersetzungen voraus, und in einigen Fällen trennten sich Gruppen aufgrund von solchen Lehrentscheidungen von der allgemeinen Kirche (etwa beim Konzil von Chalcedon) oder wurden von dieser ausgeschlossen. Der Kirche stand zur damaligen Zeit als Sanktionsmöglichkeit nur die Exkommunikation zur Verfügung.
Kaiser Konstantin I. stellte die Verbindung zwischen weltlicher Gewalt und dem von den Konzilien beschlossenen Glaubenssatzungen her, um durch gerichtliche Verfolgung die Häresie zu bekämpfen. Die Verbannung des Arius nach dem Konzil von Nicäa lässt sich aufgrund der innigen Verwobenheit von Weltlichem und Geistlichem in jener Epoche nicht sicher als eine rein weltliche Strafe sehen. Kaiser Konstantin I. verhängte sie, weil er in Arius eine Gefahr für die Einheit des Reichs sah. Aus ähnlichen Gründen haben er und seine Nachfolger im vierten Jahrhundert auch Athanasius und zahlreiche andere orthodoxe Bischöfe verbannt.

Als Ursache für die Entstehung einer kirchlich organisierten Ketzerbekämpfung ist das Auftreten mehrerer christlicher Laienbewegungen am Ende des 12. Jahrhunderts zu sehen, die von der Kirche als Häresien betrachtet wurden, allen voran die Katharer, aber auch die Waldenser oder die Humiliaten. Eine derart große Menge an Ketzern hatte es bis dahin im Abendland nicht gegeben.
Der Entstehungs- und Entwicklungsprozess der Inquisition als kirchliche Reaktion auf dieses gesellschaftliche Phänomen ist nur ungefähr zeitlich einzugrenzen. Als Beginn- und Endpunkte der Entwicklung werden oft die Beschlüsse des Dritten Laterankonzils (1179) und der päpstliche Erlass Ad extirpanda (1252) gesehen.

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Doku – Hexenjagd im Namen Gottes – In den Folterkellern der Inquisition

 

Juri Gagarin

Juri Alexejewitsch Gagarin wurde am 9. März 1934 in Kluschino bei Gschatsk, Russische SFSR geboren, gestorben ist er am 27. März 1968 bei Nowosjolowo, Oblast Wladimir, Russische SFSR)er war ein sowjetischer Kosmonaut und der erste Mensch im Weltraum.
Er war Oberst der sowjetischen Luftstreitkräfte und trug die Auszeichnung Held der Sowjetunion.

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Der erste Mensch im Weltall

verschollene Film schätze juri gagarin

 

Adria modern

Im Bezug auf unser Mai-Thema, BLUT – ARBEIT UND REVOLUTION, erzählt uns Iris Meder in ihrem Vortrag von der Architektur der Moderne an der Küste Ex-Jugoslawiens und zeigt die Spuren eines mittlerweile verbluteten, aber einmal hochfunktionierenden und durch eine proletarische Ideologie konstruierten Organismus.

WANN?

Sonntag, 28. Mai 19:00 – 20:00

WO?

Ateliertheater
Burggasse 71, 1070 Wien

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