Das Nibelungenlied …

… ist ein mittelalterliches Heldenepos. Der heute bekannte Text wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf Mittelhochdeutsch niedergeschrieben. Der Stoff ist  bedeutend älter.

An das Nibelungenlied angehängt ist in den mittelalterlichen Handschriften die Nibelungenklage, eine formal eigenständige Erzählung, die das Geschehen interpretiert und bewertet, teilweise fortsetzt und eine vermutlich fiktive Entstehungsgeschichte des Werks berichtet.
Das Nibelungenlied wurde Mitte des 18. Jahrhunderts wiederentdeckt und gilt seit dem 19. Jahrhundert als Nationalepos der Deutschen, wobei Siegfried der Drachentöter den Status eines deutschen Nationalhelden erlangte.

220px-Nibelungenlied_manuscript-k Darstellung von Siegfrieds Ermordung aus der Handschrift k des Nibelungenlieds (1480–1490)

Historischer Hintergrund

Das Nibelungenlied ist die wichtigste hochmittelalterliche deutschsprachige Ausformung der Nibelungensage. Deren Ursprünge reichen bis in die Zeit der germanischen Völkerwanderung zurück, die in der Literaturwissenschaft des 19. Jahrhunderts als das „heroische Zeitalter“ der Deutschen betrachtet wurde.
Ein historischer Kern oder Anknüpfungspunkt der Sage wird oft in der Zerschlagung des Burgunderreiches im Raum von Worms in der Spätantike (um 436) durch den römischen Heermeister Aëtius mit Hilfe hunnischer Hilfstruppen gesehen.
Weitere historische Ereignisse, die möglicherweise verarbeitet wurden, sind die Hochzeit zwischen Attila und der wahrscheinlich germanischen Fürstentochter Ildico (453) sowie nach Meinung mancher auch der Streit im Hause der Merowinger zwischen Brunichild und Fredegunde. Da die mündliche Überlieferung derartiger historischer Ereignisse häufig Abwandlungen und Ausschmückungen erfährt und der Stoff umfassend dichterisch ausgestaltet wurde, bewahrt die Nibelungensage vermutlich aber kaum authentische historische Erinnerungen. Am ehesten für historisch gehalten werden die Namen bestimmter Protagonisten. Der in der anschließenden „Klage“ zum wichtigsten Überlieferer stilisierte Bischof Pilgrim von Passau ist dagegen eine Person, die wirklich existiert hat, obgleich seine Verbindung zu dem Stoff erfunden sein kann. Seine väterlichen Vorfahren lassen sich über die Sieghardinger bis in den Wormser Raum zurückverfolgen.

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Ich bin Autorin und schreibe moderne Märchen für jede Altersgruppe mehr Infos auf meiner Homepage www.faselukahilla.at

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