Die Kelten

Als Kelten werden Volksgruppen der Eisenzeit in Europa benannt, der Name hat wahrscheinlich  indogermanischen Wurzeln und bedeutet  `kelh ´- ‚schlagen´ oder  `ḱel- ‚verbergen‘ abgeleitet und bedeutet sinngemäß „die Mächtigen, Erhabenen, Starken“.

Verbreitung

Nach archäologischen Funden reicht die weiteste Verbreitung der keltischen Kultur von Südostengland, Frankreich und Nordspanien im Westen bis nach Westungarn, Slowenien und Nordkroatien im Osten; von Oberitalien im Süden bis zum nördlichen Rand der deutschen Mittelgebirge. Daneben existieren einzelne latènezeitliche Funde auf dem gesamten Balkan bis nach Anatolien (Siedlungsgebiet der Galater in der heutigen Türkei. Diese Funde sind auf die im 4. Jahrhundert v. Chr. einsetzenden keltischen Wanderungen zurückzuführen.

220px-Keltisch_Armband Keltisches Armband, Landesmuseum Württemberg (Stuttgart). Beigaben des Frauengrabes 4, Gönningen, Reutlingen, Kreis Reutlingen, 1.400 – 1.500 vor Christus

Die Einbeziehung Südostenglands in das Verbreitungsgebiet der archäologisch als keltisch bezeichneten Kultur ist umstritten. Die dortigen archäologischen Funde der mittleren und späten Eisenzeit (ca. 600–30 v. Chr.) weisen regionale und lokale Eigenheiten auf, die sie stark von den zeitgleichen kontinentalen Funden unterscheiden. Im nordspanischen Galicien fanden sich ebenfalls einige latènezeitliche Fibeln, doch kann dort nicht von einem geschlossenen keltischen Kulturhorizont im Sinne der Latène-Kultur die Rede sein.
Im Süden des keltisch geprägten Gebietes Mitteleuropas grenzte anfangs noch der etruskische, im Osten und Südosten der griechische, thrakische und skythische Kulturbereich an. Große Teile dieser Gebiete gingen später im Römischen Reich und dessen Kultur auf. Nördlich des keltischen Einflussgebietes waren germanische Stämme ansässig. Zu allen genannten Kulturen unterhielten die Kelten intensive kulturelle und wirtschaftliche Beziehungen.

Geschichte

Die Nennung der Kelten und deren Lokalisierung fällt mit der eisenzeitlichen Späthallstattkultur in Mitteleuropa zusammen. Diese Kultur hatte sich seit etwa 800/750 v. Chr. in einer Region zwischen Ostfrankreich und Österreich mit seinen angrenzenden Ländern aus den ansässigen spätbronzezeitlichen Urnenfelderkulturen entwickelt.
Die Hallstattkultur reichte von Slowenien über Österreich, das nordwestliche Ungarn, die südwestliche Slowakei, Tschechien, Süddeutschland, die Schweiz bis nach Ostfrankreich. Der gesamte Bereich wurde 1959 von Georg Kossack in einen Ost- und Westhallstattkreis unterschieden. Der Westhallstattkreis reichte von Ostfrankreich, Mittel- und Süddeutschland über die Schweiz bis nach Mittelösterreich. Der Osthallstattkreis umfasste Nordösterreich, Südmähren, die Südwestslowakei, Westungarn, Kroatien und Slowenien.
Ost- und Westhallstattkreis unterschieden sich vor allem hinsichtlich der Siedlungsweise und der Bestattungssitte. Im Westhallstattkreis herrschten große befestigte Höhensiedlungen, die von kleineren, weilerartigen Siedlungen umgeben waren, vor. Im Osthallstattkreis dominierten kleinere befestigte Herrenhöfe. Wurden im Westen wichtige Persönlichkeiten mit Schwert (HaC) oder Dolch (HaD) bestattet, so gab man ihnen im Osten eine Streitaxt mit ins Grab. Im Westen gab es reiche Wagengräber, während der Krieger im Osten mit seiner kompletten Bewaffnung, inklusive Helm und Brustpanzer beerdigt wurde.
Die späte Hallstattkultur (HaD, etwa 650 bis 475 v. Chr.) ist berühmt für ihre reich ausgestatteten Prunk- oder Fürstengräber, die in Süddeutschland und Burgund, hier in Hochdorf an der Enz, bei Villingen-Schwenningen (Magdalenenberg) und in Vix gefunden wurden, sowie für Panzergräber (Männergräber mit vollen Waffenbeigaben) im Osten von Ostbayern bis Slowenien.

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Keltische Nationen

Map_of_Celtic_Nations-flag_shades.svg Die sechs Nationen bilden die modernen keltischen Kernländer

Auch im modernen Europa gibt es Nationen die sich mit dem keltischen Brauchtum identifizieren, insbesondere in den Gebieten mit Sprechern keltischer Sprachen.

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Die Kelten – Händler, Barbaren und Druiden (Doku)

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2 Kommentare zu „Die Kelten

  1. Keltisches Armband, Landesmuseum Württemberg (Stuttgart). Beigaben des Frauengrabes 4, Gönningen, Reutlingen, Kreis Reutlingen, 1.400 – 1.500 vor Christus

    Und da geht es schon los mit den Fehlern. Kelten gibt es 1400-1500 v. Chr. noch nicht. Die Kultur wird ab 1200 v. Chr. datiert. Du bist also 200-300 Jahre zu früh. Die Form des Armbandes spricht eher für eine alteuropäisch spätbronzezeitliche Kultur, in der diese Spiralform sehr verbreitet war und das betrifft keinesfalls nur Keltisch besiedelte Regionen. Die ist eigentlich in ganz Europa zu finden.
    Der nächste Fehler ist die Behauptung das Kelten 600 v. Chr. in England waren. Tatsächlich sind sie mit zwei geschlossenen Augen frühestens auf 400 v. Chr. zu datieren, auch da bist zu 200 Jahre zu früh.
    Im Vergleich zu heute entspricht das dem Zeitraum als Bismarks Vater geheiratet hat und er noch nicht geboren war.
    Die Kelten sind nach England und Irland eingewandert, deswegen gibt es ja das Landnamabook und selbst in Hallstatt soll es schon vor den Kelten eine Besiedlung gegeben haben die fleissig die Salzadern ausbeutete.

    Den reichen Keltengräbern voraus gehen übrigens die reich ausgestatteten Gräber der Aunjetitzer (die setzen um ca. 2000 v. Chr. ein), der Hügelgräber (früher Havelberger) Kultur und der Lausitzer Kultur, wobei reich zu diesem Zeitpunkt in dieser Region noch relativ ist. Aber auch es gibt einige Goldfunde, übrigens auch in Iberien und England unzwar bevor dort Kelten auftauchten. Die meisten Fürstengräber der Hallstätter stammen eher aus der späteren Hallstatt-Zeit also C/D sowie der frühen Latene A/B, ab 900 v. Chr. wird es hier langsam interessant.

    Und es gibt auch keinen Beleg welche Sprache diese Hallstätter Kultur sprach oder ob sie alle die gleiche Sprache hatten. Es soll z.B. griechische Schriftzeichen bei den Helvetiern geben haben, so überliefert es Caesar. Keltisch ist im wesentlichem durch bestimmte archäologische Funde und einige Namen geschrieben in Römischen Lettern belegt. Diese stammen logischerweise aus der Römerzeit. Ansonsten gibt es sehr viele Annahmen (= Mythen) die sich aufgrund der allgemeinen Darstellung zur Meinung manifestiert hat.
    Doch deswegen muss das nicht richtig sein.
    Desweiteren ist auch nicht klar ob es sich hier tatsächlich um eine Volksgruppe handelt oder eher um eine Mode die nach und nach ganz Europa erfasste, wobei sie im Süden etwas früher, im Norden etwas später übernommen wurde.
    Im Grunde genommen wiederholst du nur was sowieso schon in der Wikipedia steht. Stell dich doch mal auf einen anderen Berg, warum haben die Räter und Noriker eine andere Sprache als die Kelten? Sind die Räter und Noriker eigentlich Kelten?
    Wer herrschte in England bevor die Kelten kamen und welche Sprache hatte er?
    Warum haben die Basken eine ibero-keltische Genetik, sprechen aber nicht keltisch?
    Du glaubst die Geschichte wäre so, aber was wenn sie ganz anders war?
    Das könnte natürlich auch wieder so ein Märchen sein.

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