Das Wienerlied

Es ist eine schöne Tradition von Wien, das Wienerlied. Man hört es gerne beim Heurigen und singt auch oft mit. Leider werden in der heutigen, modernen Zeit die bekannten Wienerlieder wie z.B. Die Reblaus, Mei Muatterl war a Weanerin, Es wird a Wein sein diese Liste könnte man endlos weiterführen.

Natürlich hat auch das Wienerlied eine Geschichte und die werde ich hier erzählen.

Die Geschichte

Der Ausdruck Wienerlied stammt aus der Zeit nach 1850, als Wien größer wurde und man das Volkstümliche und Ursprüngliche zu vermissen begann. Seine moderne Vermarktung stand im Gegensatz zu den vormodernen Inhalten, die es besingt. Als erstes Wienerlied wird oft „O, du lieber Augustin!“ genannt. Allerdings ist in der einschlägigen Forschung seit langem bekannt, dass die Melodie schon vor 1800 als böhmisches Walzerlied weit verbreitet war. Ab 1799 war das Lied in Wien populär und erfuhr zahlreiche Bearbeitungen, sei es für das Theater oder als Parodie.
Das Wienerlied hängt eng mit schriftlicher Überlieferung und mit den zunehmenden Musikdrucken nach 1800 zusammen. Daher sind die Autoren meistens bekannt. Es steht in der Tradition der Bänkelsänger, Leiermänner und Harfenisten, deren Darbietungen dadurch aber nicht abgelöst wurden, sondern nebeneinander bestanden. Das Wiener Volksliedwerk kennt mehrere Quellen für das Wienerlied.

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Die Blütezeit des Wienerliedes war 1852. In diesem Jahrregelte die k.k. NÖ Statthalterei das Volkssängerwesen. Zur Erlangung einer – nur einjährigen – Lizenz waren Unbescholtenheit, musikalische und sonstige Bildung Voraussetzung. Das Mindestalter für den Leiter eines Ensembles war 30, für Mitglieder 20 Jahre. Es durften nicht mehr als vier Personen und (offiziell bis 1871) keine Frauen mitwirken. Texte und Benehmen wurden behördlich überprüft.
Populäre Interpreten traten in Lokalen und Singspielhallen auf, wie Johann Fürst, Edmund Guschelbauer, Carl Lorens oder Josef Matras. Volkssängerinnen wie die „Fiaker-Milli“ Emilie Turecek-Pemer, Antonie Mannsfeld oder Fanny Hornischer waren beim Publikum äußerst beliebt. Auch Opernsänger und Schauspieler wie Alexander Girardi oder Hermann Leopoldi widmeten sich dem Wienerlied.
Bekannte Autoren waren Wilhelm Wiesberg („Das hat ka Göthe gschriebn“), Carl Lorens („Die Weana Gemütlichkeit stirbt niemals aus“), Oskar Hofmann („Die Stadt der Lieder“) oder Gustav Pick mit seinem Fiakerlied („I führ zwa harbe Rappen“, 1885).

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Peter Alexander -Wiener Liederpottpurri

Gerhard Bronner singt „Der Gschupfte Ferdl

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Ich bin Autorin und schreibe moderne Märchen für jede Altersgruppe mehr Infos auf meiner Homepage www.faselukahilla.at

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