J.R.R. Tolkien

John Ronald Reuel Tolkien wurde am 3. Januar 1892 in Bloemfontein, Oranje-Freistaat als Sohn englischer Eltern geboren. Seine Familie väterlicherseits stammte ursprünglich aus dem heutigen Niedersachsen, lebte aber schon seit mehreren Generationen in England. Die meisten Vorfahren Tolkiens waren Handwerker. 1894 kam sein Bruder Hilary Arthur Reuel Tolkien zur Welt.

Tolkiens frühe Kindheit verlief weitgehend ruhig und ereignislos bis auf einen Tarantelbiss, der als möglicher Auslöser für das wiederholte Auftreten von giftigen Riesenspinnen in seinen Werken gilt.
1895 kam er mit seiner Mutter, die das afrikanische Klima nicht gut vertrug, und seinem Bruder Hilary zu einem Urlaub ins englische Birmingham. Dort erreichte seine Mutter im darauffolgenden Jahr die Nachricht vom Tode ihres Mannes, der an schweren inneren Blutungen verstorben war. Die Familie zog daraufhin nach Sarehole Mill, einem Vorort von Birmingham, der zu diesem Zeitpunkt noch weitgehend von der Industrialisierung unberührt geblieben war. Die folgenden vier Jahre seiner Kindheit verbrachte Tolkien in dieser ländlichen Idylle, die später zur literarischen Vorlage für das Auenland, einem Teil seiner mythologischen Welt, wurde. Hier wurde er auch zuerst mit dem Dialektwort Gamgee für Baumwolle vertraut, das später zum Namen eines der Hobbit-Protagonisten in seinem Hauptwerk Der Herr der Ringe werden sollte.

Seine Mutter, die im Jahre 1900 gegen den Willen ihrer Eltern und Schwiegereltern zur römisch-katholischen Kirche konvertierte, erzog ihre Kinder in ihrem Glauben. Diese weltanschauliche Grundprägung sollte sich durch Tolkiens gesamtes Leben ziehen und weitreichende Auswirkungen auf sein Werk haben

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J R R Tolkien – Herr der Welten, Herr der Worte

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Joséphine de Beauharnais – Ehefrau Napoleons und Kaiserin der Franzosen.

Marie Josèphe Rose de Tascher de la Pagerie, Joséphine war der Kosename Napoleons für sie, kam als zweite Tochter des Marineoffiziers Joseph-Gaspard de Tascher (1735–1790) und Rose-Claire des Vergers de Sannois (1736–1807) auf der elterlichen Zuckerrohrplantage La Pagerie auf Martinique am 23. Juni 1763 in Les Trois-Îlets  zur Welt , wo sie in der Kirche Notre-Dame getauft wurde. Ab 1773 besuchte sie das Mädchenpensionat Dames de la Providence in Fort-Royal (Fort-de-France) und heiratete am 13. Dezember 1779 den französischen Armeeoffizier Alexandre, Vicomte de Beauharnais, der 1794 während der Terrorherrschaft der Französischen Revolution guillotiniert wurde. Die Ehe wurde von dessen Vater arrangiert, dem Gouverneur von Martinique, François de Beauharnais (1714–1800), der mit der Schwester ihres Vaters zusammenlebte.

Eigentlich sollte Alexandre de Beauharnais Joséphines drei Jahre jüngere Schwester Catherine-Désirée Alexandre heiraten, doch sie starb an Tuberkulose, und die dritte Schwester, Marie Françoise, war erst elf Jahre alt. Nach einigem Zögern – mit 16 Jahren war ihm Joséphine zu alt – akzeptierte Beauharnais sie als Gemahlin. Das Paar hatte zwei Kinder, Eugène und Hortense. Die Ehe verlief unglücklich. Es kam zu einer psychischen und physischen Entfremdung, die so weit ging, dass Alexandre Joséphine unterstellte, die gemeinsame Tochter sei ein Kuckuckskind. Dass er seine Frau in aller Öffentlichkeit als Hure bezeichnete, empörte auch seinen eigenen Vater, worauf dieser die junge Frau und die beiden Kinder in der Abtei Penthemont in Paris unterbrachte. Hier gab sich die Pariser Damenwelt ein Stelldichein, und Joséphine entwickelte sich zu einer Grande Dame der Gesellschaft. 1785 beschloss das Ehepaar in beiderseitigem Einverständnis die Trennung, nachdem Alexandre ein volles Schuldeingeständnis zum Scheitern der Ehe vorbrachte. Alexandre hatte sich bei der am 4. Mai 1785 ausgesprochenen Scheidung verpflichten müssen, ihr 5000 und für jedes der beiden Kinder 1000 Livres zu zahlen. Seine einzige Bedingung war, das Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Eugène zu bekommen, sobald dieser sein fünftes Lebensjahr beginnen sollte. Den finanziellen Verpflichtungen kam Alexandre allerdings nicht immer nach. Dadurch war Joséphine, trotz eines offiziellen monatlichen Einkommens von 11.000 Livres, bei mehreren Gläubigern hoch verschuldet. Ihr Schwiegervater hatte ihr zusätzlich Gut Fontainebleau als Wohnsitz angeboten.

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ZDF History Die Französische Revolution HD, Doku

 

 

 

Lola Montez

Sie wurde am 17. Februar 1821 in Grange, County Sligo als Elizabeth Rosanna Gilbert als Tochter eines schottischen Offiziers, Edward Gilbert, und einer irischen Landadeligen, Eliza Oliver, geboren. Sie lebte bis zum Alter von fünf Jahren in Kalkutta (Indien), wo ihr Vater kurz nach der Ankunft an Cholera starb. Von 1827 bis 1834 wuchs sie erst bei ihrem Stiefvater und dann bei ihrem Stiefonkel in Schottland auf und hatte dann bis 1837 im englischen Bath in einem Internat für höhere Töchter Schulunterricht. 1837 heiratete sie den Offizier Thomas James und ging mit ihm 1838 nach Indien. In Simla kam es schon 1839 zur Trennung der Eheleute. 1842 kam Eliza Gilbert nach London zurück, lernte dort die spanische Sprache und die spanischen Tänze, was sie bei einer kurzen Spanien-Reise nochmals vertiefte. 1843 kam sie unter dem Namen „Maria de los Dolores Porrys y Montez“ alias „Lola Montez“ wieder nach London und gab sich als spanische Tänzerin aus Sevilla aus. Nach erfolgreichem Debüt am 3. Juni 1843 wurde sie als Hochstaplerin entlarvt und floh aus England.

Lola Montez zog durch ganz Europa und verursachte durch ihre zahlreichen Affären Skandale, zuerst im thüringischen Reuß-Ebersdorf. Am 3. September 1843 tanzte sie vor Friedrich Wilhelm IV. von Preußen und Zar Nikolaus I. die Los Boleros de Cadix in Berlin. Danach hatte sie ein Gastspiel in Warschau, das mit Tumulten endete. Aus Reuß-Ebersdorf, Berlin, Warschau und Baden-Baden wurde sie ausgewiesen. Nach ihrem Auftritt an der Pariser Oper 1844 erregte sie 1846 in einem Sensationsprozess Aufsehen, nachdem ihr Liebhaber, der Redakteur Alexandre Dujarrier, in einem Duell erschossen worden war. Auch die Schriftsteller Alexandre Dumas der Ältere und Alexandre Dumas der Jüngere sowie Franz Liszt gehörten zu ihren Verehrern.

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Die Badner Bahn

Die Lokalbahn oder auch Badner Bahn fährt von der Wiener Oper zum Josefs Platz in Baden.  Die Bahn ist im Bereich der ersten 16 Stationen in Wien als Straßenbahn, teilweise in Tieflage, geführt. Anschließend auf etwa 23 km auf selbständigem Gleiskörper, die letzten etwa 2 km im Zentrum von Baden wieder als – oberirdische – Straßenbahn.

Die Badner Bahn entstand aus zwei Teilen. Am 29. September 1886 wurde in Abfolge einer Vorkonzession auf Basis der Concessionsurkunde vom 10. März 1885, für die Locomotiv-Eisenbahn von Wien nach Wiener Neudorf von der Neuen Wiener Tramway-Gesellschaft eine Dampfstraßenbahnstrecke von Wien nach Wiener Neudorf eröffnet, die hauptsächlich dem Gütertransport zu den Ziegelfabriken im Süden Wiens diente.

Für den Bau und Betrieb einer Fortsetzungsstrecke wurde mit der Concessionsurkunde vom 29. December 1886, für die Localbahn (Dampftramway) von Wiener Neudorf nach Guntramsdorf die Grundlage geschaffen.
Die Verlängerung der Wiener Strecke bis Guntramsdorf erfolgte am 26. Jänner 1895(die ursprünglich in Aussicht genommenen Eröffnungstermine, 18. August 1894 sowie 15. November 1894, waren beide nicht zu halten). — Die am 22. November 1894 abgeführte Kommissionierung hatte folgende vier Haltestellen zum Gegenstand gehabt: Neudorf Mitte, Haltestelle und Kreuzung der Laxenburgerbahn, Adamhof sowie Guntramsdorf, in der Nähe der Reichsstraße.
Am anderen Ende der Strecke war schon ab 1873 die Straßenbahn von Baden Leesdorf nach Rauhenstein mit Pferdetraktion  eröffnet worden, für die 1882 auf Grundlage eines (sogar eine Linie von Sattelbach nach Heiligenkreuz berücksichtigenden) Ministerialerlasses vom 9. Mai  Vorbereitungen zum Weiterbau bis Alland und Klausen-Leopoldsdorf getroffen wurden, ein Projekt, das bei Realisierung bedeutende finanzielle Einnahmen durch Holztransporte hätte erwarten lassen und Baden ab Klausen-Leopoldsdorf vom wetterbestimmten Schwemmbetrieb auf der Schwechat großenteils unabhängig gemacht haben würde.

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Palais Augarten

Der Augarten ist eine der ältesten  barocken Gartenanlage Wiens und befindet sich in der Leopoldstadt, dem zweiten Wiener Gemeindebezirk.

Im Augarten befinden sich das Augartenpalais, Sitz der Wiener Sängerknaben, das historische Schloss Augarten mit der Porzellanmanufaktur Augarten, das Atelier Augarten mit der eingemieteten Kunstgalerie Thyssen Bornemisza Art Contemporary, das Filmarchiv Austria, ein Altersheim, der Lauder Chabad Campus, ein Kinderfreibad und mehrere Sportplätze. 2012 kam der MuTh genannte Konzertsaal der Sängerknaben an der Südspitze des Areals, am Augartenspitz, dazu. Historische Relikte sind die beiden hohen Flaktürme aus dem Zweiten Weltkrieg.

Kaiser Matthias ließ 1614 in der Wolfsau, einem Teil des damaligen kaiserlichen Jagdgebietes, der dazumal noch eine unberührte Aulandschaft war, ein kleines Jagdschloss erbauen. Um 1650 entstand unter Ferdinand III., der zu diesem Zweck den Anteil Am Tabor dazu kaufte, nächst dem Jagdschloss eine Gartenanlage in holländischem Stil, damit wurde das Jagdschloss erweitert. Daran grenzten Palais und Garten des Grafen Johann Franz von Trautson, entworfen von Filiberto Luchese. In den 1660er-Jahren erwarb Leopold I. aus Privatbesitz die angrenzenden Trautson’schen Gärten und es entstand ein barocker Lustpark an deren Stelle. Das trautsonsche Gartenpalais ließ Leopold I. um 1677 zu einem kleinen Schloss umbauen, welchem er den Namen Kaiserliche Favorita verlieh. Später hat sich der Name Alte Favorita für das kaiserliche Lustschloss etabliert. Im Zuge der zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 wurde die gesamte Anlage zerstört. Von den Gebäuden blieben lediglich Teile der Mauern stehen.

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Augarten Porzellanmanufaktur in Wien

 

Die Wiener Sängerknaben

Seit 1948 sind die Wiener Sängerknaben im Palais Augarten angesiedelt. Neben einem Gymnasium mit Internat ausschließlich für die Sängerknaben sind im Palais noch ein Kindergarten und eine private Volksschule mit Öffentlichkeitsrecht untergebracht, die auch musikbegeisterten Kindern beider Geschlechter offenstehen. Im Dezember 2012 wurde die Konzerthalle MuTh für die Sängerknaben im Augarten fertiggestellt.

sängerknaben

Die Sängerknaben stehen in der Tradition der Hofsängerknaben (Hofcapell-Singknaben), die am 30. Juni 1498 vom deutschen König und späteren Kaiser Maximilian I. mit der Verlegung des Hofes von Innsbruck nach Wien begründet wurden. Keimzelle waren die viel älteren Wiltener Sängerknaben. Von denen hat Maximilian ein paar nach Wien mitgenommen. Sie standen unter der Leitung des vormaligen Kantors Georg von Slatkonia, der ab diesem Zeitpunkt auch Leiter der Wiener Hofmusikkapelle war. Die Aufgabe des Chores, dem auf Anordnung Maximilians sechs Knaben angehören sollten und der später auf 14 bis 20 Knaben erweitert wurde, war die musikalische Gestaltung der Heiligen Messe. Bis 1918 musizierte die Hofmusikkapelle ausschließlich für den Hof, bei Messen, privaten Festen und zu Staatsanlässen. 1920 wurde die Wiener Hofmusikkapelle aufgelöst, doch der damalige Rektor Josef Schnitt setzte sich für eine Fortführung der Tradition ein. 1924 wurden die Wiener Sängerknaben offiziell als Verein gegründet und bis heute zu einem professionellen Musikbetrieb ausgebaut.
1963 wurde der Verein der Wiener Sängerknaben gemeinsam mit anderen Gruppierungen mit dem Karl-Renner-Preis ausgezeichnet.
Mozart war im Unterschied zu Franz Schubert kein Wiener Sängerknabe, hat aber mit dem Chor musiziert, so wie zahlreiche andere Künstler der jüngeren Zeit, etwa Bruno Walter, Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Riccardo Muti, Zubin Mehta, Nikolaus Harnoncourt, Kent Nagano, Pierre Boulez, Seiji Ozawa und Mariss Jansons.
Heute setzen sich die Elite-Knabenchöre, die zu den renommiertesten und bekanntesten Chören der Welt zählen, vornehmlich aus Österreichern, aber auch aus Kindern aus anderen europäischen und außereuropäischen Nationen zusammen. Weltweit geben die Wiener Sängerknaben jährlich um die 300 Konzerte.
Neben den traditionellen Diensten in der Wiener Hofburgkapelle begeben sich die Wiener Sängerknaben, die sich zum größten Teil selbst durch Auftritte und Tonträger finanzieren, mehrmals jährlich auf Konzerttourneen, die vielfach über Sponsoren, aber auch durch Förderungen seitens der Republik Österreich und der Stadt Wien finanziert werden. Tradition haben die jährlichen Besuche der Wiener Sängerknaben in den USA und Japan, wo sie sich besonderer Beliebtheit erfreuen. Ferner reisen sie regelmäßig in die Volksrepublik China, nach Taiwan, Singapur und Südkorea, in den arabischen Raum sowie nach Australien, Südamerika und in europäische Staaten. Seltener finden Tourneen nach Südafrika und Ozeanien statt. Die Wiener Sängerknaben gelten als eine der wichtigsten kulturellen Institutionen Österreichs. Von Politikern gern als „jüngste Botschafter Österreichs“ bezeichnet, sind sie ein Aushängeschild Österreichs in der Welt.

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WIENER SÄNGERKNABEN @ „höchstpersönlich“ (19.03.2004) Film von Dieter Köster

 

Hannibal – der der größten Feldherren der Antike

Hannibal war der älteste Sohn des karthagischen Feldherrn Hamilkar Barkas, der sich im Ersten Punischen Krieg und im Söldnerkrieg ausgezeichnet hatte. Hannibals jüngere Brüder waren Hasdrubal und Mago, die ebenfalls als karthagische Feldherrn dienten. Die römische Geschichtsschreibung berichtet davon, dass der neunjährige Hannibal zusammen mit seinen Brüdern den Römern ewige Feindschaft schwören musste, doch handelt es sich hierbei möglicherweise um eine Legende. Hannibal wurde von einem Spartaner namens Sosylos erzogen, der später zu seinen Beratern gehörte.
237 v. Chr. begleitete Hannibal als erst neunjähriger Junge seinen Vater auf die Iberische Halbinsel, welche reich an Bodenschätzen war. Dort eroberte Hamilkar Barkas große Gebiete, die zum einen die territorialen Verluste Karthagos im letzten Krieg gegen Rom ausgleichen und zum anderen die Machtgrundlage seiner Familie, der Barkiden, sichern sollten. Nach Hamilkars Tod in einer Schlacht gegen aufständische iberische Volksstämme übernahm Hannibals Schwager Hasdrubal das Kommando in Hispanien. Dieser vergrößerte die neue karthagische Provinz erheblich, gründete mit Carthago Nova eine regionale Hauptstadt und schloss mit Rom den Ebro-Vertrag, der einen Fluss namens „Iberus“ als Grenze zwischen beiden Mächten festlegte (es ist jedoch unklar, ob es sich hierbei um den Río Segura oder den Ebro handelt). Hannibal hatte sich mittlerweile wieder nach Karthago begeben, kehrte jedoch 224/223 v. Chr. auf Wunsch seines Schwagers auf die Iberische Halbinsel zurück. Als Hasdrubals Kommandant der Reiterei konnte sich Hannibal in mehreren schweren Kämpfen gegen iberische Stämme hervortun. Die aus der iberischen Stadt Castulo stammende Imilke war Hannibals Gattin. Nach Seibert war sie eine Ibererin. Ihr Name soll nach Lancel punischen Ursprungs sein.

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Hannibal – Marsch auf Rom ARTE Doku 2017

Freitag der 13.

Für viele bedeutet dieses Datum Unglück, deshalb sind sie besonders vorsichtig und sehr froh, wenn dieser Tag vorbei ist.

Aber woher kommt dieser Aberglaube?

Es gibt viele Deutungsversuche für diesen Aberglauben. Einer davon beruht auf der Tatsache, dass die Dreizehn und der Freitag jeweils einzeln schon seit langem als Unglückssymbole gelten. Es ist anzunehmen, dass abergläubische Menschen an Tagen, die gleichzeitig Freitage und Dreizehnte waren, schon immer besonders großes Unglück befürchteten. Später verbreitete sich der Aberglauben derart, dass heutzutage sogar Leute an den Freitag, den 13. glauben, die weder mit Freitagen noch mit der Zahl Dreizehn im Einzelnen ein Problem gehabt hätten.

Es gibt aber auch ein bezeugtes Ereignis, das auf einen 13. fiel. Das war die im Oktober 1307 vom französischen König Philipp IV. befohlene Verhaftung aller Mitglieder des Templerordens in Paris (Tempelritter). Schon Tage zuvor wurden an alle Dienststellen des Landes versiegelte Umschläge mit den Haftbefehlen versandt. Diese mit Akribie durchgeführte Aktion führte letztlich zur Aufhebung des Templerordens durch die päpstliche Bulle Vox in excelso am 22. März 1312. Trotz der Tragik dieses Ereignisses wird es nicht als Ursprung für den Aberglauben um den Freitag, den 13. gewertet. Einer Legende zufolge soll der letzte Großmeister der Tempelritter, Jacques de Molay, an einem Freitag, dem 13. auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden sein.
Zwischen 1307 und 1907 fehlt es bisher an schriftlichen Erwähnungen des Freitags des 13. als Unglückstag. Im Online-Archiv der New York Times findet sich keine Erwähnung von Friday the 13th vor 1907. Die Erstausgabe der New York Times erschien rund 56 Jahre früher am 18. September 1851.

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13 Krasse Ereignisse, die am Freitag dem 13. geschahen

Quincy Jones – der Allrounder

Er ist amerikanischer Musikproduzent, Komponist, Jazztrompeter, Arrangeur und Bandleader. Er war der erste Afroamerikaner in der Führungsspitze eines Major-Labels. Breiten Kreisen bekannt wurde er als Produzent von Michael Jackson.

Quincy Jones verbrachte seine Kindheit in Chicago. Bei einem Einbruch in ein Veteranenheim der US-Armee entdeckte er seine Liebe zur Musik. In Bremerton im US-Bundesstaat Washington lernte er als Teenager Ray Charles kennen, mit dem er eine kleine Combo gründete und durch die lokalen Jazz-Klubs von Seattle zog. Mit 17 bekam er ein Stipendium für das Berklee College of Music in Boston. Doch schon 1951 gab er das Studium auf, als ihn Lionel Hampton als Trompeter für eine Tournee engagierte.

Als sich Jones beim Orchester von Lionel Hampton auch als Arrangeur erste Sporen verdient hatte, ließ er sich in New York nieder, wo er bald außer für seinen Jugendfreund Ray Charles auch Arrangements für Studioaufnahmen von Künstlern wie Count Basie, Sarah Vaughan, Duke Ellington und Gene Krupa verfasste. Dizzy Gillespie verpflichtete ihn 1956 als Orchesterleiter für eine Tournee, die unter anderem in den Nahen Osten und nach Südamerika führte. 1957 bekam er einen Vertrag bei ABC-Paramount, dort konnte er das erste eigene Album, This Is How I Feel About Jazz, veröffentlichen.

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It’s My Party – Amy Winehouse(feat. Quincy Jones) 2010

 

Ai No Corrida – QUINCY JONES ‚1981

Otto Wagner – Stadtplaner von Wien

Vor hundert Jahren, am 11. April 1918, starb Otto Wagner.

Am 13. Juli 1841 wurde Otto Koloman Wagner in Penzing bei Wien geboren, einem 1890/1892 nach Wien eingemeindeten Vorort, der seit 1938 zum 14. Bezirk gleichen Namens zählt. Sein Vater Rudolf Simeon Wagner, königlich-ungarischer Hof Notar an der Ungarischen Hofkanzlei in Wien, und seine Mutter Susanne, geb. Huber, adoptierte Helferstorfer, lebten in großbürgerlichen Verhältnissen. Rudolf Wagner starb an einem Lungenleiden, als sein Sohn das Alter von fünf Jahren erreicht hatte – wahrscheinlich ein wesentlicher Grund für Otto Wagners starke Mutterbindung.
Trotz der finanziellen Krise, die sich aus dem Tod des Vaters ergab, erhielt Wagner eine gute Ausbildung. Er besuchte ab 1850 zwei Jahre das Wiener Akademische Gymnasium, anschließend das Stiftsgymnasium Kremsmünster der Benediktiner in Oberösterreich und von 1857 bis 1859 das Polytechnikum in Wien, wo er die Matura ablegte und danach Mathematik, Physik, Darstellende Geometrie, Technologie und Zeichnen studierte.

1860/1861 studierte Wagner an der Königlichen Bauakademie in Berlin, 1861/1862 an der Akademie der bildenden Künste in Wien unter anderem bei August Sicard von Sicardsburg und Eduard van der Nüll, die 1861 den Auftrag zum Bau des k.k. Hofoperntheaters erhielten; parallel absolvierte er eine Maurerlehre bei einem Wiener Stadtbaumeister. 1862 trat der 21-Jährige ins Atelier Heinrich von Försters (1832–1889) ein. Er gehörte damit zum Kreis um Ludwig Förster und Theophil von Hansen und begann ab 1864 selbständig im Stil des Historismus zu bauen.
Der Beginn seiner Architektenlaufbahn fiel in eine Boomzeit der Wiener Baugeschichte: 1858 hatte der Abriss der Stadtmauern um die Altstadt begonnen, 1865 wurde die Wiener Ringstraße eröffnet, an der in den folgenden 20 Jahren zahlreiche Repräsentationsbauten der k.k. Reichshaupt- und Residenzstadt entstehen sollten.

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Otto Wagner – Postsparkasse Wien

Martin Luther King – Bürgerrechtler

Er wurde am 15. Januar 1929 in Atlanta als Michael King Jr. geboren, seine Eltern waren die Lehrerin Alberta Christine Williams King (1904–1974) und Martin Luther King (1897–1984, ursprünglich Michael King), des 2. Predigers der baptistischen Ebenezer-Gemeinde Atlanta geboren. Sein Vater war vor seiner Tätigkeit als Pfarrer unter anderem Hilfsmechaniker in einer Autowerkstatt und Feuerwehrmann bei einer Eisenbahngesellschaft. King Senior hatte seinen Abschluss an einer Abendschule nachgeholt und war bereits vor der Geburt von King junior Vorsitzender der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP – Nationale Gesellschaft zur Förderung farbiger Menschen) in Atlanta.
Der Großvater mütterlicherseits von King Jr., Adam McNeil Williams (* 1863), ein Sohn von Sklaven, trat 1894 in die Ebenezer-Gemeinde ein. Dieser Kirchengemeinde gehörten auch alle nachfolgenden Generationen an. James King, der Großvater väterlicherseits, hatte auf Baumwollplantagen bei Stockbridge gearbeitet, etwa 20 Kilometer von Atlanta entfernt. Der Name Martin Luther war für den Vater und später für den Sohn Ausdruck tiefen religiösen Empfindens. Ursprünglich hieß Kings Vater Michael King und er selbst Michael King Jr. Der Vater änderte beide Namen nach einer Europareise im Jahre 1934, die ihn im Zusammenhang mit dem in Berlin stattfindenden baptistischen Weltkongresses auch nach Deutschland führte, zu Ehren von Martin Luther, für den er große Bewunderung empfand. Zusammen mit seinen Eltern lebte King Junior bis 1941 in der Auburn Avenue 501, einer Straße, in der fast ausschließlich wohlhabende Schwarze wohnten.
Wie alle Schwarzen wurde auch er durch die damalige Rassentrennung in den Südstaaten der USA diskriminiert. Diese trennte alle Bereiche des täglichen Lebens in schwarz und weiß: Schulen, Kirchen, öffentliche Gebäude, Busse und Züge, selbst Toiletten und Waschbecken. King empfand schon früh solche Segregation als große Ungerechtigkeit, in dieser Haltung wurde er vor allem durch die väterliche Erziehung geprägt. Mit 14 Jahren fuhr er von Atlanta nach Dublin in Georgia, um dort an einem Redner-Wettbewerb teilzunehmen, den er auch gewann. Schon damals setzte er sich öffentlich für die Desegregation und auch für die Stärkung der USA als Nation ein. Clayborne Carson zitiert King in seiner „Autobiographie“ Kings mit den Worten:
„Wir können keine aufgeklärte Demokratie sein, wenn eine große Bevölkerungsgruppe ignoriert wird. Wir können keine starke Nation sein, wenn ein Zehntel der Bevölkerung schlecht ernährt und krank durch Bakterien ist, die keinen Unterschied zwischen Schwarzen und Weißen machen – befolgt die Jim-Crow-Gesetze nicht […]“
Am 18. Juni 1953 heirateten King und Coretta Scott Williams. Die Hochzeit fand in ihrem Elternhaus in Marion, Alabama, statt; die Trauung wurde von Kings Vater vorgenommen. Das Ehepaar hatte vier Kinder:
Yolanda Denise (* 17. November 1955 in Montgomery, Alabama; † 15. Mai 2007 in Santa Monica, Kalifornien)
Martin Luther III (* 23. Oktober 1957 in Montgomery, Alabama)
Dexter Scott (* 30. Januar 1961 in Atlanta, Georgia)
Bernice Albertine (* 28. März 1963 in Atlanta, Georgia)
Alle vier engagieren bzw. engagierten sich wie ihr Vater für Bürgerrechte; ihre veröffentlichten Texte und Reden weichen thematisch voneinander ab. Kings Witwe, Coretta Scott King, starb am 30. Januar 2006 im Alter von 78 Jahren in Rosarito Beach, Mexiko.

Am 4. April 1968 um 18:01 Uhr wurde Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motels von dem mehrfach vorbestraften Rassisten James Earl Ray erschossen.

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I Have a Dream speech by Martin Luther King .Jr HD (subtitled) (Remastered)