Christine Nöstlinger

Am 28. Juni 2018 starb die Jugendbuchautorin und Schriftstellerin Christine Nöstlinger, sie wurde mit dem Hans Christian Andersen Preis und dem Astrid-Lindgren-Gedächtnis-Preis ausgezeichnet für ihr Werk ausgezeichnet.

Christine Nöstlinger bezeichnete sich als „wildes und wütendes Kind“, relativierte das aber in ihren Erinnerungen: „Ich war schon viel ‚frecher‘ als andere in meinem Alter und protestierte heftig, wenn mir etwas nicht gefiel, und das hatte einen einfachen Grund: Wir [ich und meine ältere Schwester Elisabeth, Anm.] waren die einzigen Kinder weit und breit, die daheim keine Watschen und keine Strafen bekamen. Da kann man leicht wütend und wild werden.“
Sie stammte aus einer Arbeiterfamilie; der Vater Walter Göth († 1975) war Uhrmacher, die Mutter Michaela, geb. Draxler, Erzieherin im Kindergarten. Beide hatten als Sozialisten unter dem Nationalsozialismus zu leiden. Ihre Mutter ließ sich unter Schwierigkeiten krankheitsbedingt frühpensionieren, um die jungen Kinder nicht mit nationalsozialistischem Lied- und Gedankengut indoktrinieren zu müssen. Das Verhältnis von Nöstlinger zu ihrer Mutter war schwierig, hingegen war der Vater ihr „Ein und Alles“. Über ihn sagte sie: „Die Liebe meines Vaters ist in allem, was ich tue, gegenwärtig.“
Sie legte die Matura ab und wollte Malerin werden, studierte dann aber Gebrauchsgrafik an der Akademie für angewandte Kunst. Nach der ersten Ehe, die 1957 geschieden wurde, heiratete sie 1959 den Journalisten Ernst Nöstlinger († 2009).
Die Schriftstellerin bekam zwei Töchter (* 1959 und * 1961), wobei die ältere aus erster Ehe stammt, aber erst nach der erneuten Heirat geboren wurde.
Seit 1970 veröffentlichte sie eine Vielzahl von Büchern. Im Brotberuf arbeitete sie allerdings jahrelang tagtäglich für eine Tageszeitung, schrieb Drehbücher für den ORF und moderierte eigene Sendungen im ORF-Hörfunk.
Im Mai 2015 hielt sie bei der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im historischen Sitzungssaal des österreichischen Parlaments eine vielbeachtete Rede über Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.

Zuletzt lebte Christine Nöstlinger abwechselnd in Wien Brigittenau (20. Bezirk) und auf einem Bauernhof in Altmelon im niederösterreichischen Waldviertel. Sie schrieb vor allem Kinder- und Jugendbücher, war aber auch für Fernsehen, Radio und Zeitschriften tätig. 2010 wurde bei Christine Nöstlinger Gebärmutterkrebs festgestellt. Zuvor hatte sie eine Brustkrebserkrankung überstanden. Letztlich starb die langjährige Raucherin an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung.

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Gedenkrede von Christine Nöstlinger zum 70. Jahrestag der Befreiung des KZ Mauthausen

 

 

 

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Ich bin Autorin und schreibe moderne Märchen für jede Altersgruppe mehr Infos auf meiner Homepage www.faselukahilla.at

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