Giuseppe Verdi

Er wurde am 9. Oktober oder 10. Oktober 1813 in Le Roncole, Département Taro, Französisches Kaiserreich als Giuseppe Fortunino Francesco Verdi geboren. Es ist nicht ganz sicher ob Verdi am 9. oder 10. Oktober geboren wurde, weil im Taufregister als Geburtsdatum der 11. Oktober eingetragen wurde.

Verdi selbst sah aber den 9. Oktober als seinen Geburtstag an. Da man früher die Tage von Sonnenuntergang bis Sonnenuntergang rechnete, ist auch diese Deutung des Taufbucheintrages möglich. Verdi wurde in einfachen Verhältnissen (sein Vater Carlo war Gastwirt und Kleinbauer) im Ort Le Roncole geboren. Im Geburtsregister wurden Verdis Vornamen französisiert, und so wurde Verdi als „Joseph Fortunin François Verdi“ eingetragen.[1] Verdis außergewöhnliches Talent fiel früh auf, und er erhielt vom Organisten im nahe gelegenen Busseto musikalischen Unterricht. 1823 wurde er mit Unterstützung eines musikverständigen Mäzens, des Kaufmanns Antonio Barezzi in Busseto, in das dortige Gymnasium aufgenommen. Bald vertrat er den Dorforganisten in der Kirche. Nachdem ihn das heute nach ihm benannte Konservatorium Mailand 1832 abgelehnt hatte, wurde er – wiederum mit Barezzis Unterstützung – Privatschüler von Vincenzo Lavigna, einem Schüler von Giovanni Paisiello. 1834 wurde er Organist und 1836 Musikdirektor in Busseto und heiratete Barezzis Tochter Margherita (die beiden Kinder aus dieser Ehe starben jeweils kurz nach der Geburt). In diesen Jahren studierte er intensiv nicht nur Kontrapunkt und die Grundlagen der Operngestaltung, sondern beschäftigte sich auch mit Politik und Literatur.

1838 ging Verdi erneut nach Mailand. Nach einem verschollenen, nicht aufgeführten Erstling unter dem Titel Rocester oder Lord Hamilton wurde im November 1839 seine Oper Oberto conte di San Bonifacio mit Erfolg an der Mailänder Scala aufgeführt. Sein nächstes Werk, die komische Oper Un giorno di regno (1840), wurde ausgepfiffen, woraufhin Verdi, der neben dem Tod seiner Kinder auch den seiner Frau betrauerte, deprimiert beschloss, das Komponieren aufzugeben.
Nach über einem Jahr konnte ihn jedoch Bartolomeo Merelli, der Direktor der Scala, zu einem weiteren Werk überreden: Nabucodonosor (1842; später Nabucco genannt). Diese Oper erwies sich als Sensationserfolg, und Verdi wurde auch international als „führender italienischer Opernkomponist“ anerkannt. Die Abigaille der Uraufführung, Giuseppina Strepponi (Taufnamen: Clelia Maria Josepha, 1815–1897), wurde später Verdis Lebensgefährtin und zweite Ehefrau. Seit dem Erscheinen der ersten Verdi-Biographien im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wird behauptet, das unter Fremdherrschaft leidende italienische Volk habe sich mit dem in dieser Oper zum Ausdruck kommenden Freiheitsstreben der in babylonischer Gefangenschaft gehaltenen Juden identifiziert. So sei der bekannte Chor Va pensiero, sull’ali dorate („Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln“) eine Art italienische Nationalhymne, ein Protest gegen Tyrannei und politische Willkür gewesen. Dafür gibt es jedoch nach neueren Forschungen zur politischen Verdi-Rezeption im Risorgimento keine Belege.
In den folgenden sechs Jahren schrieb Verdi für seinen Lebensunterhalt in rascher Folge mehrere Opern, zunächst I Lombardi alla prima crociata („Die Lombarden auf dem ersten Kreuzzug“, 1843) und Ernani (1844). Diese beiden Opern stellten sich als große Erfolge heraus. Von den nächsten Werken schafften es jedoch nur Macbeth (1847) und Luisa Miller (1849) in das Standardrepertoire der großen Opernhäuser. In dieser Zeit schuftete er – nach eigenen Worten – wie ein Galeerensklave und gefährdete ernsthaft seine Gesundheit. Sein erklärtes Ziel war, genügend Mittel zu erwirtschaften, damit er sich früh als Gentleman auf ein Landgut zurückziehen könne – am besten in Sant’Agata nahe Roncole.

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Seine Opern

Nabucco                                            napucco

Simon Boccanegra           Giuseppe_Verdi,_Simon_Boccanegra_first_edition_libretto_for_the_1881_revision_of_the_opera_-_Restoration

 

 

 

 

 

 

 

Aida (Oper)  

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Giuseppe Verdi – ERNANI

Verdi: Best Opera Arias

 

Karl von Drais

Karl Friedrich Christian Ludwig Freiherr Drais von Sauerbronn, bekannter unter Karl Freiherr von Drais wurde am 29. April 1785 in Karlsruhe geboren, er war deutscher Forstbeamter und Erfinder der Biedermeierzeit.

Sein Vater war der badische Oberhofrichter Karl Wilhelm Ludwig Friedrich von Drais von Sauerbronn, seine Mutter Margarete Ernestine von Kaltenthal. Markgraf Carl Friedrich von Baden übernahm seine Patenschaft. Im Jahr 1790 zog die Familie von Drais von Sauerbronn nach Kirchberg (Hunsrück) in das Haus der Badischen Gendarmerie, 1794 im Zuge der Französischen Revolution nach Durlach. 1799 starb seine Mutter. Er besuchte die Karlsruher Fürstenschule, Vorläuferin des heutigen Bismarck-Gymnasiums. Da die schulischen Leistungen, vor allem im Lateinischen, nicht die besten waren, entschloss sich der Vater, den Sohn an der Forstlehranstalt seines Bruders unterrichten zu lassen.

Von 1800 bis 1803 besuchte er die private Forstlehranstalt seines Onkels Friedrich Heinrich Georg von Drais in Pforzheim. Von 1803 bis 1805 studierte Drais Baukunst, Landwirtschaft und Physik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Von 1805 bis 1807 wurde Drais für die praktische Ausbildung der Forstlaufbahn an das Forstamt Rastatt versetzt, danach wurde er wieder an der Forstlehranstalt seines Onkels in Schwetzingen unterrichtet und nach erfolgreichem Examen 1808 pro forma als Forstinspektor beim Oberforstamt Schuttern angestellt. 1810 wurde Drais badischer Forstmeister ohne Forstamt und vom Dienst freigestellt, um seiner Tätigkeit als Erfinder nachzugehen. 1818 wurde er von Großherzog Carl zum Professor für Mechanik ernannt und erhielt als Forstmeister ohne Forstamt ein Gehalt bis zu seinem Lebensende.

Am 5. Januar 1822 nahm Drais an der Expedition von Georg Heinrich von Langsdorff nach Brasilien teil und blieb dort bis zum Juni 1827. 1839 zog der „närrische Forstmeister“ auf Drängen der Obrigkeit nach Waldkatzenbach, seit 1842 wohnte er wieder in Mannheim, und 1845 zog er nach Karlsruhe. 1848/49 war Drais Mitglied der Bürgerwehr in der Badischen Revolution und verzichtete vorübergehend auf seinen Adelstitel. 1850 wurde ein Entmündigungsverfahren gegen ihn in Gang gesetzt, seine Schwestern verpflichteten sich jedoch, die nötige Vorsorge zu treffen.

Karl von Drais hatte sehr viel erfunden, unter anderem die Formel „Formel für die allgemeine Auflösung der numerischen Gleichungen jeden Grades“ (1810), eine „Notenschriftmaschine“ (1812) die beim Klavierspielen zugleich die Noten aufschrieb, eine „Dyadische Charakterik“ genannte Rechenart mit den Grundzahlen 0 und 1 (1813), eine „Verbesserung der Feuerlöschanstalten“ (1813), ein „Wagen ohne Pferde“ (1813), ein „Erhöhungsperspektiv“ (1816), eine „Schnellschreibmaschine“ mit nur vier mal vier Tasten (1825), ein „Holzsparherd“ (1833) mit Rohrleitungssystem, dessen System von Branntweinbrennereien übernommen wurde und eine „Kochmaschine“ (1834).

Seine wichtigste Erfindung war aber die Laufmaschine, das Ur – Fahrrad, im Jahr 1817.

draisineDas ursprüngliche Design aus Drais’ Beschreibung von 1817

Mit ihr wurde zum ersten Mal ein gelenktes Zweirad verwirklicht. 1813 entwickelte Drais einen Wagen mit vier Rädern, die über eine Kurbel bewegt wurden, den er „Wagen ohne Pferde“ nannte.

Die Erfindung des Zweiradprinzips von Drais gilt als „Genieblitz“, dessen Herleitung von vierrädrigen Wagen nicht erklärt werden kann. Drais sagte, dass er die Idee vom Schlittschuhfahren genommen habe, die dieser Idee entsprungene „Laufmaschine“ verfügte über einen Holzrahmen, zwei gleich große hölzerne Räder, von denen das vordere mit einem Deichsellenker gesteuert werden konnte. Angetrieben wurde sie durch abwechselndes Abstoßen mit den Beinen, während der Fahrer auf einem Sitz zwischen den beiden Rädern saß. Die Fahrtrichtung wurde sowohl durch den Deichsellenker als auch durch das Ausbalancieren des Gefährts, das heißt, ohne dass die Füße den Boden berührten, beeinflusst, Geschwindigkeiten von mehr als 15 km/h waren damit möglich.
Die erste Probefahrt mit seiner Laufmaschine – später von Zeitungen als „Draisine“ bezeichnet – von seinem Wohnhaus in den Mannheimer Quadraten (M 1,8) zum etwa 7 km entfernten Schwetzinger Relaishaus im heutigen Mannheimer Stadtteil Rheinau unternahm er am 12. Juni 1817. Drais benötigte für den Hin- und Rückweg nur eine knappe Stunde und erreichte damit auf seiner 50 Pfund schweren Laufmaschine eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 15 km/h. Seine zweite größere Ausfahrt unternahm er von Gernsbach über den Berg nach Baden-Baden.

„Der Freyherr Karl von Drais, welcher nach glaubwürdigen Zeugnissen, Donnerstag den 12ten Juny d. J. mit der neuesten Gattung der von ihm erfundenen Fahrmaschinen ohne Pferd von Mannheim bis an das Schwetzinger Rebenhaus und wieder zurück, also 4 Poststunden Wegs in einer Stunde Zeit gefahren ist, hat mit der nemlichen Maschine den steilen, zwey Stunden betragenden Gebirgsweg von Gernsbach hieher in ungefähr einer Stunde zurückgelegt, und auch hier mehrere Kunstliebhaber von der großen Schnelligkeit dieser sehr interessanten Fahrmaschine überzeugt.“
– Badwochenblatt vom 29. Juli 1817

Die Laufmaschine wurde in Europa kopiert und verkauft, deswegen konnte Karl von Drais keine Exemplare verkaufen. Er versuchte aber mit anderen Erfindungen wieder bekannt zu werden, das gelang ihm aber nicht. Als er auch in den nicht mehr in den Staatsdienst zurückkehren konnte, begann der Abstieg von Drais.

Im Asyl in Waldkatzenbach (ab 1839) war der Forstmeister mit dem „großen Durst“ wohlgelitten und arbeitete beim Dorfschmied. 1845 wieder in Karlsruhe war Drais bereits ein von Alkohol gezeichneter kranker Mann und eine komische Figur, die Opfer alberner Streiche wurde. In den Jahren 1848 und 1849 wurde er öfter, wenn er am Rathaus in Karlsruhe vorbeifuhr, von der Wache zu einem Schoppen eingeladen. Als Gegenleistung musste er auf seinem Fahrzeug die Treppe vom Portal hinunterfahren, wobei es regelmäßig zum sprichwörtlich geworden „Salto portale“ kam. Ein im April 1850 eingeleitetes Entmündigungsverfahren wurde durch seine Angehörigen abgewendet. Am 10. Dezember 1851 um 17 Uhr stirbt Drais in Karlsruhe, Zähringerstraße 43. Sein Nachlass wurde auf 30 Gulden und 34 Kreuzer beziffert. Darunter waren eine Kochmaschine, ein Ofenmodell, eine Schnellschreibmaschine und eine Laufmaschine.

Wenn man bedenkt welchen Erfolg das Fahrrad hat – eine Geschichte mit unglücklichen Schluss.

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Die Geschichte des Fahrrads in 2 Minuten

Renaissance

Die Renaissance, entlehnt aus frz. Renaissance und bedeutet  „Wiedergeburt“, damit wird eine europäische Kulturepoche in der Zeit des Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit im 15. und 16. Jahrhundert beschrieben. Sie war geprägt von dem Bemühen um eine Wiederbelebung der kulturellen Leistungen der griechischen und römischen Antike. Ausgehend von den Städten Norditaliens beeinflussten die Künstler und Gelehrten der Renaissance mit ihrer innovativen Malerei, Architektur, Skulptur, Literatur und Philosophie auch die Länder nördlich der Alpen, wenn auch in jeweils unterschiedlicher Ausprägung. Die Bezeichnung „Renaissance“ wurde erst im 19. Jahrhundert geprägt.

Bereits im Mittelalter hatte Europa auf die Antike zurückgeschaut, doch erst im Spätmittelalter wurden wichtige antike Texte wiederentdeckt und zugänglich gemacht. Im Renaissance-Humanismus wurde das antike Staatswesen studiert. Als für die Renaissance charakteristisch gelten ferner die vielen damals gemachten Erfindungen und Entdeckungen, die man als Folge eines allgemeinen geistigen Erwachens beschreiben kann.
Als Kernzeitraum der Renaissance wird in der Kunstgeschichte das 15. (Quattrocento) und 16. Jahrhundert (Cinquecento) angesehen. Die Spätrenaissance wird auch als Manierismus bezeichnet. Das Ende der Epoche vollzieht sich im beginnenden 17. Jahrhundert in Italien durch den neu hervortretenden Stil des Barock. Außerhalb Italiens dominierten noch längere Zeit Formen der Gotik; die Übergänge sind hier fließend und ihre Einschätzung hängt davon ab, ob ein engerer Stilbegriff der Renaissance verwendet wird oder ein weiterer Epochenbegriff. Im protestantischen Nordeuropa wird der Epochenbegriff der Renaissance von dem der Reformation überlagert.
Als Künstler der Renaissance sind besonders Italiener wie Alberti, Donatello, Botticelli, Leonardo da Vinci, Bramante, Raffael, Michelangelo und Tizian sowie im deutschen Sprachraum Albrecht Dürer und die Donauschule bekannt. Zu dieser Epoche gehören aber auch bedeutende Schriftsteller von Dante Alighieri bis William Shakespeare. Der Staatsphilosoph Niccolò Machiavelli gilt als Analytiker und Vertreter einer selbstbewussten Machtpolitik. Erasmus von Rotterdam wiederum steht für Moral und Selbstreflexion. In der Musik verbindet man die Epoche vor allem mit verstärkter Mehrstimmigkeit und neuer Harmonie etwa bei Orlando di Lasso.

Da_Vinci_Vitruve_Luc_Viatour_2.svg Der vitruvianische Mensch, Proportionsstudie nach Vitruv von Leonardo da Vinci (1492)

Die Anfänge der Renaissanceepoche werden im späten 14. Jahrhundert in Italien gesehen; als Kernzeitraum gilt das 15. und 16. Jahrhundert. Gegenüber dem älteren wissenschaftlichen Modell einer Initialbewegung in Italien und der unaufhaltsamen nachfolgenden Ausbreitung über Europa geht man heute in den Kulturwissenschaften immer mehr von einer mehr Strängigen und vernetzten Situation wechselseitiger Einflüsse aus.
Die vorausgehende kulturgeschichtliche Epoche der Renaissance war die Gotik, die nachfolgende der Barock.
Üblicherweise teilt man die kunstgeschichtliche Epoche der Renaissance, vor allem die italienische Renaissance, in drei Perioden ein:
– Frührenaissance
– Hochrenaissance
– Spätrenaissance oder Manierismus
Im Gegensatz zum 19. Jahrhundert sieht die heutige Kunstgeschichte (und die Geschichtswissenschaft allgemein) den Bruch zwischen Mittelalter und Renaissance weniger schroff. Bereits im 13. Jahrhundert oder davor kündigten sich Entwicklungen an, die an die Renaissance erinnerten, wie der Städtebau. Als Karolingische Renaissance bezeichnet man die Rückbesinnung auf die Antike, die unter Karl dem Großen um 800 eingesetzt hatte.

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Musik in der Renaissance

Als Renaissancemusik bezeichnet man die Musik der beginnenden Neuzeit, also des Zeitraums des 15. und 16. Jahrhunderts. Über die genaue Epochenabgrenzung, ebenso wie über musikalische Merkmale der Renaissancemusik, besteht in der Forschung kein Konsens.

Hohe Spaltklänge, also nicht vermischte Klänge, des Mittelalters werden durch Vollklänge ersetzt. Die Quinten- und Quartenharmonik weicht Terzen und Sexten. Die Entwicklung der Dreiklangs Harmonie bereitet sich vor, indem statt der vormals üblichen aufeinander folgenden Stimmeinsätze die Zeilen jetzt gemeinsam begonnen wurden. Komplizierte Formen der Isorhythmie werden vereinfacht. Zahlenmystik und niederländische Kanons sind Nachwirkungen der spätgotischen Zeit.
Die musikalische Satztechnik des Fauxbourdon wird ein weiteres Kennzeichen für die Renaissancemusik. Sie sicherte die Verständlichkeit der Texte und war leicht nachvollziehbar.
Der subjektive Ausdruck einer Komposition erhielt wesentlich größeren Spielraum als im Mittelalter. In einzelnen Kompositionen breitet sich eine Tonsymbolik aus, die nur kundige Hörer wahrnehmen können.
In Venedig entstand das Prinzip der Venezianischen Mehrchörigkeit, bei der durch unterschiedliche Aufstellung, Größe und Besetzung mehrerer Gruppen von Sängern und Instrumentalisten Kontrastwirkungen erzielt werden sollten. Als bedeutender Vertreter dieses Stils gilt zum Beispiel Giovanni Gabrieli.
In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde in der Florentiner Camerata die Monodie entwickelt; die Folge war ein europaweites Umschwenken in Richtung einer Musik, die erstmals menschliche Affekte, in musikalische Figuren gekleidet, als zentralen Inhalt hatte.
In der Epoche der Renaissance ist die Einteilung der Stimmen in Sopran, Alt, Tenor und Bass abgeschlossen. Mit der zugefügten Bassstimme im Chorsatz wandelte sich das Klangideal, und der vierstimmige Chorsatz wurde Standard. Das ist auch der Grund, warum später im Barock das Klangideal abgelöst wurde, beispielsweise Terzen zu Sexten.

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Architektur der Renaissance

Tempietto_di_san_pietro_in_montorio Tempietto di Bramante, Rom, 1502

Die Architektur der Renaissance ist die Architektur des Zeitraums zwischen dem frühen 15. und späten 16. Jahrhundert in verschiedenen Regionen Europas, die bewusst ein Wiederbeleben und Weiterentwickeln bestimmter Elemente der Römischen Antike anstrebte. Die klassische griechische Architektur ging der römischen Architektur voraus, wurde aber von den Architekturtheoretikern der Renaissance ignoriert. Stilistisch folgte die Architektur der Renaissance auf die gotische Architektur und wurde abgelöst von der Barock-Architektur. Zuerst in Florenz mit Filippo Brunelleschi als ihrem bedeutendsten Schöpfer entwickelt, breitete sich der Renaissance-Stil schnell auf andere italienische Städte aus. Der Stil gelangte zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlicher Wirkung in das europäische Ausland wie Frankreich, Deutschland, England oder Russland.
Der Renaissancestil betont die Symmetrie, die Proportion, die Geometrie und die Anordnung der Bauteile, wie sie in der Architektur des Alten Roms in vielen erhaltenen Bauwerken zu sehen war. Die nach festgelegten Regeln erfolgte Anordnung der Säulen, Pilaster und Lisenen, der Bau von Bögen, Kuppeln, Nischen, auch als Wandnische (Ädikula), ersetzten die komplexen Proportionssysteme und unregelmäßigen Profile gotischer Bauteile und Bauwerke.

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Malerei der Renaissance

310px-Raffael_058 Raffael: Schule von Athen, 1509–1510, Stanza della Segnatura, Vatikanstaat.

Die Malerei der Renaissance setzte um 1420 in Florenz ein (Frührenaissance 1420–1500), erreichte ihren Höhepunkt zu Anfang des 16. Jahrhunderts (Hochrenaissance, 1500–1520) und wirkte in ihrer Spätzeit neben dem um 1520/30 aufkommenden Manierismus fort. Seit der Wende zum 16. Jahrhundert wurden Formen der Renaissance von allen europäischen Ländern aufgenommen und ihren Überlieferungen entsprechend abgewandelt.
Künstlerische Malerei findet sich hauptsächlich als Ausmalung von Kirchen und Klöstern sowie deren Altarbildern. Porträt, Landschaften, Alltagsszenen und Stillleben kamen im Mittelalter und der Renaissance als Kunstgemälde erst sehr spät hinzu.
Die Malerei der Renaissance ist der ästhetische Inbegriff von Anmut und Form, auf dem ein Großteil der Normen der Moderne beruht. Ihr Einfluss auf die Malerei späterer Generationen war überwältigend. Die hauptsächlichen Arbeitstechniken wie auch die übliche Auswahl der Themen und ihre Darstellungsweise reiften und wurden im damaligen Zeitalter entwickelt.

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Best of English Renaissance Music (guitar)

 

 

Elvis Presley – the King

Jeder kennt sie, die Hits vom King … Elvis Presley, dem Star der  Rock- und Popkultur des 20. Jahrhunderts.

Sollte es aber doch ein paar geben die nicht wissen wer Elvis Presley war, haben jetzt die Chance sich zu informieren.

Er wurde am  8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi als Elvis Aaron Presley geboren, sein Vater war Landarbeiter, seine Mutter Textilarbeiterin. Die Vorfahren Presleys waren überwiegend westeuropäischer Herkunft, der Vater stammte von deutschen oder schottischen Einwanderern, die Mutter von schottisch-irischen und französischen Ahnen ab, eine Ururgroßmutter war Cherokee.

220px-Elvis'_birthplace_Tupelo,_MS_2007  Das Geburtshaus von Elvis Presley in Tupelo, Mississippi

Elvis Presley wurde von seinen Eltern geliebt und behütet, sie bildeten einen ungewöhnlich engen Familienverbund, soziale Kontakte spielten sich in erster Linie im Kreis der Familie und der unmittelbaren Nachbarschaft ab. Für teure Freizeitaktivitäten war kein Geld da, nur wenige Leute besaßen ein Radio, um das man sich in Gruppen scharte, um vor allem die Country-Stars der Grand Ole Opry zu hören. Oft sorgten die Presleys für ihre eigene Unterhaltung, indem sie mit Freunden Gospels sangen, in die ihr Sohn schon als Kleinkind einstimmte.
Ein Onkel von Gladys Presley war Prediger in der Assembly of God Church, welche die Presleys regelmäßig besuchten und in der Musik eine große Rolle spielte. Hier sang Elvis Presley schon früh im Chor. Auf das Gesangstalent des ansonsten durchschnittlichen und schüchternen Schülers wurde eine Grundschullehrerin aufmerksam, auf deren Initiative hin der Zehnjährige 1945 anlässlich der Mississippi-Alabama Fair and Dairy Show in Tupelo an einem Radio-Talentwettbewerb teilnahm. Nach diesem Auftritt, bei dem er mit seinem a-cappella-Gesang den fünften Platz belegte, bekam er von seinen Eltern die erste Gitarre geschenkt.

Später trat er in vielen Shows auf, spielte in Kinofilmen mit und hatte großen Erfolg.

Elvis Presley starb am 16. August 1977 im Alter von 42 Jahren auf seinem Anwesen Graceland in Memphis, Tennessee. Seine damalige Verlobte Ginger Alden fand ihn um 13:30 Uhr tot im Badezimmer. Unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit wurde der Entertainer am 18. August zunächst auf dem Forrest Hill Friedhof neben seiner Mutter beerdigt. Nachdem versucht worden war, den Leichnam des Sängers zu entwenden, erhielten die Erben eine Sondergenehmigung, Elvis und Gladys Presley Anfang Oktober 1977 im Meditationsgarten auf dem Anwesen Graceland zu bestatten.

Ab und zu wird berichtet, Elvis Presley wurde irgendwo gesehen.

Sollten Sie ihn irgendwo sehen oder mit ihm reden, dann berichten Sie mir bitte davon.

Graceland2  Graceland

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elvis presley – in the ghetto

Elvis Presley – Return To Sender [Video]

Elvis und das Mädchen aus Wien (Doku)

 

Zigeunerlager Auschwitz

So oder auch Zigeunerfamilienlager Auschwitz wurde Abschnitt B II e des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im NS – Sprachgebrauch von Februar 1943 bis August 1944 genannt.

Dorthin wurden durch das Reichssicherheitshauptamt (RSHA) Familien und Einzelpersonen deportiert, die im Sinne einer „Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen dieser Rasse“ (Zitat: Heinrich Himmler) als „Zigeuner“ oder „Zigeunermischlinge“ kategorisiert waren, mithin Roma waren oder Roma-Vorfahren hatten.
Die Deportierten kamen überwiegend aus dem deutschen „Altreich“ und dem Gebiet Österreichs. Von den rund 22.600 Personen, die in Baracken des Pferdestalltyps untergebracht waren, starben über 19.300. Davon erlagen über 13.600 der planmäßigen Mangelernährung, den Krankheiten und Seuchen, und mehr als 5.600 wurden in Gaskammern ermordet. Andere wurden Opfer von individuellen Gewaltattacken oder von Medizinverbrechen, unter anderem durch den KZ-Arzt Josef Mengele. Ein kleiner Teil der Gefangenen wurde zur Zwangsarbeit in andere Konzentrationslager (wie KZ Buchenwald oder KZ Ravensbrück) überstellt.
Die Massenverbrechen an Roma im KZ Auschwitz-Birkenau sind Teil des mit einem Romanes-Wort als „Porajmos“ bezeichneten Genozids an der Minderheit.

Zigeunerlager_im_KZ_Auschwitz-Birkenau Das „Zigeunerlager“ im KZ Auschwitz-Birkenau, Bezeichnungen und Funktionen der Blöcke, moderne Grafik auf Basis des Ausbaustandes etwa Mitte 1944

Mit dem Auschwitz – Erlass, 16. Dezember 1942, von Heinrich Himmler wurde nicht nur die Deportation der im Reichsgebiet lebenden „Zigeuner“, sondern auch die Anlage des „Zigeunerlagers“ in Auschwitz verfügt. Der Anfang des Lagerbetriebs im Abschnitt B IIe des KZ Auschwitz Birkenau lässt sich durch zwei Ereignisse bestimmen. Am 1. Februar 1943 wurde der SS-Oberscharführer Pfütze zum Lagerführer des „Zigeunerlagers“ ernannt und am 26. Februar 1943 traf der erste vom RSHA am 29. Januar 1943 angeordnete Transport ein. Die Häftlinge wurden in einem eigenen Hauptbuch verzeichnet und mit eigenen Nummern, an deren Anfang ein Z stand, tätowiert.

Sie mussten den Schwarzen Winkel tragen und waren somit als „Asoziale“ gekennzeichnet. Der Bauabschnitt des Lagers findet sich schon auf den Plänen für das „Interessengebiet Auschwitz“ vom Februar 1941. Das „Zigeunerlager“ war bei der ersten Belegung mit Häftlingen 1943 noch nicht fertiggestellt. Schon vor Errichtung des Zigeunerlagers waren „Zigeuner“ nach Auschwitz deportiert worden, erstmals am 29. September 1942. Der fertige Abschnitt war etwa 80 m breit sowie etwa 1000 m lang und umfasste 40 Pferdestallbaracken, wovon 32 als Wohnbaracken angelegt wurden. Diese Baracken wurden Blöcke genannt. Von den restlichen acht Blöcken wurden zwei als Nahrungsmittellager und Bekleidungskammer, vier als Häftlingskrankenbau und zwei Baracken für Säuglinge und Kinder genutzt.

Am Eingang, dem Nordende, stand separat ein Gebäude, die „Blockführerstube“ Blockführer ist die Bezeichnung der direkt in einem Blockabschnitt, hier BIIe, aktiven SS-Aufseher sowie je ein Küchengebäude für Männer und Frauen. Der Abschnitt war von Stacheldraht umzäunt, mit Wachtürmen versehen und grenzte an der Ostseite – getrennt durch einen Stacheldrahtzaun – an den gleich gestalteten Abschnitt B II d, das Männerlager des Konzentrationslagers. An der Westseite grenzte er an das Häftlingskrankenhaus B II f. Am Südende der Barackenreihe lagen die Eisenbahngleise der KZ-internen Zug Rampe, nur wenige Meter neben den Krematorien von Auschwitz, deren Geruch über dem Lager hing.
Die undichten und teils fensterlosen Wohnbaracken wurden in den kommenden Monaten mit jeweils bis zu tausend Menschen überbelegt. In den Wohnbaracken standen dreistöckige Pritschen, von denen jede für eine Familie, unabhängig von ihrer Größe, bestimmt war. Die Pritschen waren so überbelegt, dass sie immer wieder einbrachen.

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Ricky Adler berichtet über seinen Transport von Frankfurt nach Auschwitz und die Ankunft im Lager

Die Maria Zeller Bahn

Die Bahn verbindet die Hauptstadt St. Pölten mit dem Wallfahrtsort Maria Zell, sie ist eine elektrifizierte Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 760 Millimetern (bosnische Spurweite) in Österreich.

Die Geschichte

Im 19. Jahrhundert war Maria Zell der am besten besuchte Fremdenverkehrsort in Österreich. Deshalb gab es schon seit Eröffnung der West Bahn im Jahr 1858                          Überlegungen zur Errichtung einer Bahn von St. Pölten nach Maria Zell. Es gab Mehrere Varianten als Verlängerung einer der normalspurigen Strecken im niederösterreichischen Alpenvorland die in den folgenden Jahrzehnten ins Auge gefasst wurden. Unabhängig davon, wurde der Bau einer Bahn von St. Pölten ins Pielachtal geplant.

Diese Pielachtalbahn einschließlich einer Zweigstrecke von Ober-Grafendorf nach Mank wurde jedoch erst nach dem Niederösterreichischen Landeseisenbahngesetz von 1895 beschlossen; dabei wurde ebenso eine Verlängerung nach Maria Zell berücksichtigt. Wegen des schwierigen Terrains sollte die Bahn als Schmalspurbahn zur Ausführung gelangen. Die Spurweite von 760 Millimetern war, wie bei allen Schmalspurbahnprojekten in der Donaumonarchie von der Militärverwaltung vorgegeben, da bei Bedarf Fahrzeuge zum Kriegsdienst auf den Bahnen in Bosnien-Herzegowina eingezogen werden sollten. Auch war bereits eine Verbindung zur steirischen Thörlerbahn, die von Kapfenberg nach Au-Seewiesen führte, als weiterer Ausbau geplant. Im Juli 1896 wurde die Konzession für die formell eigenständige Aktiengesellschaft der Lokalbahn St. Pölten–Kirchberg an der Pielach–Mank erteilt. Im selben Jahr wurde mit dem Bau durch das Niederösterreichische Landeseisenbahnamt, die späteren Niederösterreichischen Landesbahnen begonnen, die Planung oblag dabei dem stellvertretenden Direktor Josef Fogowitz.
Die Stammstrecke von St. Pölten nach Kirchberg und die Zweigstrecke nach Mank wurden am 4. Juli 1898 eröffnet, Betriebsführer beider Strecken war das Landeseisenbahnamt selbst. Nach Sicherstellung der Finanzierung beschloss der niederösterreichische Landtag am 27. Jänner 1903 den Bau der Fortsetzung nach Maria Zell und Gußwerk. Ab dem Frühjahr 1904 wurde der Bau fortgesetzt, 1905 wurde die Pielachtalstrecke bis Laubenbachmühle fertiggestellt und, so wie die Strecke Mank–Ruprechtshofen, am 5. August 1905 eröffnet.[2] Für die weitere Fortsetzung nach Maria Zell wurde aus drei Trassenvarianten, die in die engere Auswahl gekommen waren, jene gewählt, die durch geologisch günstigeres Gelände führte und die kürzesten Tunnellängen aufwies. Als herausragendes Einzelbauwerk gilt dabei der 2369 Meter lange Gösingtunnel, der längste Tunnel einer österreichischen Schmalspurbahn. 1906 war die Bergstrecke so weit vollendet, dass der Güterverkehr bis Maria Zell aufgenommen werden konnte. Am 2. Mai 1907 nahm der Personenverkehr bis Maria Zell den Betrieb auf und im Sommer desselben Jahres wurde die Strecke bis Gußwerk eröffnet. Jene Strecke von Maria Zell nach Gußwerk wurde auf Drängen des Landes Steiermark errichtet, das seine finanzielle Beteiligung an der Alpenbahn davon abhängig machte.

Route Die Strecke von St. Pölten nach Maria Zell

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Auf schmalen Spuren – Eine Entdeckungsreise entlang der Mariazeller Bahn [Doku HD]

Maria Zell – der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs

Mariazell_vom_Sigmundsberg_aus Maria Zell vom Sigmunds Berg aus fotografiert

Durch die Gnadenstatue Magna Mater Austriae in der Basilika Mariä Geburt mit Abstand der wichtigste Wallfahrtsort Österreichs und darüber hinaus auch für viele Katholiken in den östlichen Nachbarländern von Bedeutung. Auch Wintersport wird in Maria Zell betrieben.

Schon In vorchristlicher Zeit und im ersten Jahrhundert nach Christus sind im Tal des heutigen Maria Zellerlandes keine größeren bzw. geschlossenen Siedlungen nachweisbar. Berg- und Flussnamen keltischen Ursprungs in der Region, geben jedoch Hinweise auf kleinere Siedlungen. Auch dürften den Kelten die Salzquellen im Halltal nicht unbekannt gewesen sein.
Ab etwa 200 v. Chr. gehörte das Maria Zellerland zum Königreich Noricum, zu dem sich mehrere keltische Stämme zusammengeschlossen hatten.
Im 1. Jahrhundert v. Chr. war den Römern der Salzweg vom Halltal in das Traisental schon bekannt, die seit etwa 170 v. Chr. einen Freundschaftsvertrag mit dem Königreich Noricum geschlossen hatten. 15. v. Chr. gliederte Kaiser Augustus Noricum als autonomes Gebiet dem Römischen Reich an. Kaiser Claudius (41-54) kassierte die noch bestehenden Sonderrechte und machte eine römische Provinz daraus. Einigen Berichten zufolge existierte ein Römerweg von Neuhaus kommend über den Zellerrain und die Brunnsteiner Marmorbrüche in die Mariazeller Gegend.
Unter dem Ansturm der Hunnen brach die römische Herrschaft in der Gegend am Beginn des 5. Jahrhunderts weitgehend zusammen. Germanische Teilstämme, die bereits von Rom innerhalb der Reichsgrenzen auf dem späteren österreichischen Boden angesiedelt worden waren, begannen neben den noch vorhandenen Alpenromanen neue Siedlungen anzulegen. 476 ging die Herrschaft südlich des Alpenhauptkammes, in Binnennorikum, auf den herulischen Heermeister Odoaker über, nördlich davon, in Ufernorikum an die germanischen Rugier. 489 ging die Herrschaft in der heutigen Steiermark an Theoderich und die Ostgoten über, während sie im heutigen Niederösterreich an die germanischen Langobarden fiel, die die Nachfolger der Rugier antraten. Im 6. Jahrhundert überließ Ostrom im Zuge der Kämpfe gegen die Ostgoten den Langobarden auch das Gebiet der ehemaligen römischen Provinz Binnennorikum.
568, nachdem die Langobarden zusammen mit den mutmaßlich mongolischen Awaren das östlich des Wienerwaldes angrenzende Gepidenreich vernichtet hatten, zogen sie nach Italien ab, wo sie das Langobardenreich errichteten. Mit den nachrückenden Awaren, die nun die Herrschaft über das Gebiet übernahmen, kamen ab etwa 590 als deren Vasallen Slawen in das Land und ließ sich neben der noch vorhandenen alpenromanischen und germanischen Bevölkerung nieder. Auch hier lässt sich die Verbreitung aufgrund von Orts- und Bergbezeichnungen slawischen Ursprungs nachweisen (z. B. Ötscher – abgeleitet vom slawischen Wort „otec“ für „Vater“).
743 gelangte das Mariazellerland zusammen mit ganz Karantanien unter die bayerische Oberhoheit. Mit diesem Zeitpunkt beginnt die die deutsche Geschichte des Landes im engeren Sinn und eine verstärke deutsche, hauptsächlich bayerische Siedlungstätigkeit, die zur Ausformung des heutigen Landes führte.
Die Bayern hatten auf deren Bitte die Alpenslawen von der awarischen Herrschaft befreit. 788 gliederte Karl der Große das bayerische Stammesherzogtum dem Frankenreich ein. Gegen Ende der Karolingerzeit erstarkten die deutschen Stammesherzogtümer wieder, so auch Bayern, das die karantanische Mark bis Mariazell auch gegen die im 10. Jahrhundert vordringenden Ungarn verteidigen konnte. 976 wurde vom sächsischen Kaiser Otto II. das Gebiet südlich des Alpenhauptkammes vom Herzogtum Bayern getrennt, um dessen Einfluss innerhalb des deutschen Reiches zu schwächen. Zugleich wurde im neuen Herzogtum Kärnten eine neue Karantanische Mark gebildet, die zum Grundstein des späteren Herzogtums Steiermark wurde.

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Mariazeller Land Geheimnisvolle Bergwelt zwischen Ätscher und Hochschwab [Full Video]

 

Die Pizza

Wir kennen und mögen sie, die Pizza, natürlich kennen wir auch die vielen Sorten … die Salami – Pizza, Thunfisch – Pizza oder Gemüse – Pizza. Aber wie immer wissen wir nicht, seit wann es das heißgeliebtes, würzig belegte Fladenbrot gibt.

“ Natürlich die Italiener!“, werden jetzt viele denken.

Aber dem ist nicht so, wie Archäologen herausgefunden haben, wurde die Pizza von …

Nein, Sie werden es erfahren, wenn Sie die Geschichte der Pizza lesen.

Der Ursprung war nicht in Italien, sondern in Griechenland!

Die Etrusker, die Vorfahren der Griechen , sollen in der Antike um 800 v. Chr. die ersten gewesen sein, die einen Fladen aus Mehl, Wasser und Salz mit Zutaten belegt und am offenen Feuer auf Steinen gebacken haben. Teigfladen nennt man zu dieser Zeit „Pita“, woraus sich im Laufe der Zeit das Wort Pizza entwickelt.
Um 200 v. Chr. besetzen die Etrusker Rom und die Italiener kommen das erste Mal mit dem Rezept der Ur – Pizza in Berührung. Während der römischen Eroberungsfeldzüge dann breitet sich das Rezept der Pizza über die Jahrhunderte im restlichen Europa aus, fristet aber bisweilen ein Schattendasein, denn die Pizza gilt eher als einfache Speise der verarmten Bauernbevölkerung. Die arme Bauernbevölkerung ist es dann auch, die eine einschneidende Veränderung bei der Pizza verursacht. Denn um 1520 finden die ersten Tomaten aus Südamerika über den Seeweg ihren Weg nach Italien. Durch den roten Warnfarbton hält man die Tomate in Europa lange Zeit für giftig. Doch in der Not frisst der Teufel bekanntlich Fliegen, und so beginnen die verarmten Bauern in der Gegend um Neapel herum aus der Not heraus, ihre bis zu diesem Zeitpunkt trockenen Teigfladen mit der Tomate zu belegen. Der Legende nach die Geburtsstunde der Pizza, wie wir sie heute kennen.

Während man im restlichen Europa die Tomate noch als Zierpflanze betrachtet, entwickelt sich die Pizza mit Tomaten belegt in Neapel zu einer lokalen Spezialität und kleine Pizzerien sprießen in dem Städtchen aus dem Boden. Der Pizza haftet jedoch immer noch der Ruf einer Speise für arme Leute an, die nichts für elitäre Oberschicht ist. Im Jahre 1889 ist König Umberto mit seiner Frau Margharitha zu Besuch in Neapel. Er hatte von dieser leckeren Teigspezialität der Armen gehört, jedoch verbot es sich dem Adel zusammen mit dem Pöbel in einer Pizzeria zu speisen. So wird Raffaele Esposito, seinerzeit ein Pizzabäcker aus Neapel, beauftragt, für ihre Majestät eine Pizza in den Palast zu liefern. Raffaele Esposito belegt die Pizza in den italienischen Nationalfarben mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum und gibt ihr den Namen „Margharitha“. Die Königin soll derart begeistert gewesen sein, dass die Pizza als salonfähig für den Adel erklärt wird. Das königliche Dankschreiben an Pizzabäcker Raffaele soll man noch heute an der Wand in der Pizzeria in Neapel finden.

Pizza_Napoli_Brandi.jpeg.jpeg Schild vor dem Restaurant Brandi in Neapel

 

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Zu einer gelungenen Pizza gehört natürlich zuerst der perfekte Pizzateig

Pizzateig Rezept 

Der Belag ist kein Problem, den kann man nach belieben zusammenstellen.

Es gibt aber nicht nur pikante Pizzas, es gibt auch die süße Variante, hier ein Rezept.

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Süße Pizza mit Äpfeln und Zimt 

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Österreichische Brasilianische Expedition

Vor 200 Jahren fand von 1817 – 1835 statt, Anlass war die Hochzeit von der Tochter des österreichischen Kaisers Franz I., Erzherzogin Maria Leopoldine von Österreich mit dem portugiesischen Thronerbens Dom Pedro Die Forschungsreise wurde Anfangs von Fürst von Metternich finanziert und organisiert.

Die wissenschaftliche Leitung übernahm der Direktor des k.k. Hof-Naturalienkabinetts Karl Franz Anton von Schreibers, er wählte den  Zoologen Johann Natterer, den Botaniker Heinrich Wilhelm Schott und den Präparator und Jagdgehilfen Ferdinand Dominik Sochor aus seinem Haus aus. Weitere Teilnehmer waren der Prager Mineraloge und Botaniker Johann Baptist Emanuel Pohl sowie die Maler Thomas Ender und Johann Buchberger. Mit der Leitung der Expedition sollte ursprünglich Natterer beauftragt werden, jedoch zog ihm der Kaiser den Botaniker und Professor für Naturgeschichte in Prag, Johann Christian Mikan (1769–1844), vor. Natterer empfand dies als Affront, und die autoritäre Haltung Mikans sorgte in der Folge für starke Spannungen innerhalb der Expeditionscrew.

Auch im Ausland hörte man von der Expedition, deshalb schickte der  bayrische König Maximilian I., den Konservator Johann Baptist Ritter von Spix und den Botaniker Carl Friedrich Philipp von Martius mit der Expedition nach Brasilien. Auch der Großherzog der Toskana entsandte den Botaniker Giuseppe Raddi mit dem Expeditionsteam nach Brasilien. Zusammen mit dem Lehrer Leopoldines Rochus Schüch sowie zwei Malern und eines Gehilfen, die die Expedition teilweise begleiteten, erreichte der Stab der Expedition eine Stärke von 14 Personen.

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Die Samurai

Samurai ist die im Westen übliche Bezeichnung die Mitglieder des Kriegerstandes im vorindustriellen Japan. In Japan selbst ist die Bezeichnung Bushi üblich. Heute wird Samurai einzig für den Kriegeradel jener Zeit verwendet und nicht beispielsweise für Ashigaru = „leichtgerüstete Fußsoldaten“, wörtlich „leichtfüßig“. Herrenlos gewordene Samurai wurden als Rōnin, dt. „Wellenmänner“ bezeichnet.

Geschichte – Ursprung

Die Armeen des japanischen Kaisers bestanden ursprünglich aus Wehrpflichtigen, die im Kriegs- oder Rebellionsfall den entsprechenden Provinzen Japans zugeordnet wurden. Sie waren nach dem Vorbild chinesischer Armeen aufgebaut und bestanden aus einem Drittel der kampffähigen erwachsenen männlichen Bevölkerung. Jeder Soldat musste für seine Waffen und Versorgung selbst aufkommen.
Mit den Taika-Reformen von 645 und dem Taihō-Kodex von 702, auf Grund deren eine Landreform durchgeführt und ein einheitliches Steuersystem eingeführt wurde, begann die Entwicklung mächtiger Clans und damit des Schwertadels. Der Begriff Samurai taucht jedoch erst später, während der Idealisierung des Kriegertypus in der Sengoku-Zeit und Edo-Zeit auf. Davor war der Begriff Buke (Krieger) für den Schwertadel und dessen Angehörige gebräuchlich. Zu den Steuern gehörten auch Fron- und Militärdienst. Kleinbauern, die sich ihrer Steuern und besonders des Wehrdienstes entledigen wollten, verschenkten ihr Land an Institutionen wie Klöster oder an Adlige und pachteten es von ihren neuen Herren wieder zurück. Eine symbiotische Gemeinschaft von Großbauern und Gefolgschaft, Herr und Diener (Shujū) entstand. Diese Methode wurde Kishin (dt. Schenkung) genannt. Durch die Kishin-Methode (die seit der Nara-Zeit unter Strafe stand, was allerdings keinen Erfolg zeigte) brach das ohnehin schwer zu verwaltende und ineffektive System der Wehrpflicht jedoch zusammen. Während der frühen Heian-Periode, also im späten 8. und frühen 9. Jahrhundert, strebte Kaiser Kammu (737–806) nach einer Konsolidierung und Expansion seines Reiches in die nördliche Honshū-Region. Er sandte seine Armeen aus, um die im Norden noch nach den alten Traditionen der Yayoi-Zeit lebenden Emishi zu unterwerfen, und führte den Titel des Shōgun ein, wobei er sich bei der Unterwerfung der Emishi auf die starken regionalen Clans verließ.

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Hagakure – der Ehrenkodex der Samurai

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Doku – Die letzte Samurai Das Ende einer tausendjährigen Ära Dokumentation Deutsch 2016

Die Menschen Zoos

Diese gab es früher häufig auf Jahrmärkten, Volksfesten, Zoos, Varietés und im Zirkus.  Diese Ausstellungen gefielen den Menschen in Europa, die Besucherzahlen gingen in die Millionen. Sehr gut besucht waren auch spezielle Ausstellungen von Indianern oder komplette Dorfgemeinschaften. Gott sei Dank gibt es das heute nicht mehr.

Aber bereits im alten Ägypten war es Gang und Gebe, Menschen, die anders aussahen oder fremd wirken, zur Schau zu stellen. Teilweise wurden diese Menschen regelrecht gejagt und vernichtet. Die Ausstellungen der Menschen wurden häufig mit Gladiatorenspielen verknüpft. Selbst im Christentum gab es viele öffentliche Verurteilungen wie zum Beispiel Hinrichtungen oder Kreuzigungen, die man als Zurschaustellung bezeichnen könnte. Aus dem 17. Jahrhundert gibt es viele Aufzeichnungen, dass Indianerdörfer mit echten Einwohnern zur Schau gestellt wurden. Einen großen Aufschwung erhielten die Menschen Zoos Mitte des 19. Jahrhunderts. Fast auf allen Jahrmärkten, Volksfesten, in Zoos, Varietés und im Zirkus wurden anders Aussehende in Menschen Zoos ausgestellt. Die Kolonialausstellungen wurden immer in einer möglichst naturgetreuen Kulisse präsentiert. Bei einer Schweizerischen Landesausstellung in Genf wurde beispielsweise im Sommer 1896 ein Village Noir mit insgesamt mit 230 Sudanesen ausgestellt, die trotz der kalten Temperaturen in Lehmhütten hausen mussten.

Europa war Vorreiter der Menschen Zoos

Menschen Zoos hatten zwischen 1870 und 1940 ihre Blütezeit in Europa. Was man sich in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen kann, war früher ein übliches Verfahren. Menschen eines fremden Volkes wurden entführt und in einer Art Zoo für Besucher gut sichtbar, in Käfige gesperrt. Alleine in Deutschland wurden in der Zeit bis 1940 bis zu 300 außereuropäische Menschengruppen regelrecht zur Schau gestellt. In den sogenannten anthropologisch zoologischen Ausstellungen kam es dazu, dass bis zu 100 Menschen gleichzeitig ausgestellt wurden.

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Doku; Kolonialismus: Das Tabu, Kolonialausstellung, Völkerschau in Menschen Zoos