Die Glockenbecherkultur

220px-Beakerculture Zwei Glockenbecher aus der Frühphase der Kultur

Die Glockenbecherkultur ist eine endneolithische Kultur, die in Süd-, West- und Mitteleuropa, im Osten bis nach Ungarn, ab 2600 v. Chr. aufkommt und etwa bis 2200 v. Chr. andauert. Sie bestand nur in Großbritannien bis ca. 1800 v. Chr., sie stellt in diesen Regionen eine Kultur am Übergang von der Jungsteinzeit zur Bronzezeit dar.

1900 verwendete der damals in Mainz arbeitende Prähistoriker Paul Reinecke den Ausdruck „Glockenbecher“ (keramische Gefäße mit flachem Standboden und S-förmigem Profil, meist flächendeckend verziert), den zuvor schon italienisch- und tschechisch sprachige Prähistoriker benutzt hatten, und führte ihn in die deutsche Terminologie ein.

Die Glockenbecherkultur verbreitete sich in Mitteleuropa (von Ungarn über Polen (Grabhügel von Supraśl als östlichster Punkt) bis Dänemark (insbesondere Jütland – Bejsebakken), Deutschland und in die Schweiz, wo sie die Seeufersiedlungsphase unterbricht), Westeuropa (Frankreich, Großbritannien, Irland), Südeuropa (Italien mit Sizilien und Sardinien, die Iberische Halbinsel mit den Balearen, nicht jedoch Korsika) und Marokko.

Typisch für das Totenritual der kontinentalen GBK sind Einzelbestattungen in Erdgräbern oder Steinkisten.

Die Toten wurden als Hocker in geschlechtsspezifischer Orientierung und Seitenlage beigesetzt: weibliche Individuen mit dem Kopf im Süden, Füße im Norden, die Extremitäten nach rechts gewandt, männliche Individuen mit Kopf im Norden, Füße im Süden, nach links gewandt.

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Stonehenge

Stonehenge wurde in der Jungsteinzeit errichtet und bis in die Bronzezeit genutzt, es befindet sich in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die von einer aus mehreren konzentrischen Steinkreisen gebildeten Megalithstruktur umgeben ist. Die beiden auffälligsten Steinkreise sind der äußere Kreis aus von Decksteinen überbrückten Pfeilersteinen sowie die innere hufeisenförmige Struktur aus ursprünglich fünf Trilithen, das sind zwei Tragsteine, die von einem Deckstein überbrückt werden. Dazwischen befinden sich weitere Strukturen aus kleineren Steinen sowie Löchern im Boden. Weitere Megalithe sowie zwei Hügelgräber finden sich in unmittelbarer Nähe.

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Stonehenge Dokumentarfilm bei ARTE