Burg Kreuzenstein

Die Burg ist ein beliebtes Ausflugsziel in Niederösterreich, ein paar Kilometer von Wien entfernt. An ihrer Stelle steht heute eine Schauburg gleichen Namens, die in den Jahren 1874 bis 1906 im Auftrag von Johann Nepomuk Graf Wilczek errichtet wurde.

Die Ursprünge der Burg Kreuzenstein gehen wie die der meisten Burgen in Niederösterreich auf das 12. Jahrhundert zurück. Von den Formbachern erbaut, kam sie durch Heirat in den Besitz der Grafen von Wasserburg. Über Ottokar II. von Böhmen gelangte die Burg 1278 in den Besitz der Habsburger.
Der unter dem Vorwand des Aufruhrs in Nikolsburg (Mähren) verhaftete Täuferprediger Balthasar Hubmaier wurde im Juli 1527 auf die Burg Kreuzenstein überstellt und dort verhört. Da er einen Widerruf ausschlug, wurde er zum Tode verurteilt und am 10. März 1528 in Wien verbrannt.
Bis zum Dreißigjährigen Krieg war Burg Kreuzenstein nie erobert worden. Als die Schweden aber in der Endphase des Krieges weite Teile Niederösterreichs besetzten und bis vor Wien vorrückten, erging am 4. April 1645 an Oberst Lukas Spicker, den Kommandanten der Burg Kreuzenstein und der Festung Korneuburg, die Aufforderung, beide wehrhaften Plätze zu übergeben. Angesichts der geringen Anzahl an Truppen, die ihm zur Verfügung standen, kam Spicker der Forderung umgehend nach und übergab Burg und Stadt bereits am 5. April kampflos den von Feldmarschall Lennart Torstensson kommandierten schwedischen Truppen. Als sich die schwedische Hauptstreitmacht Ende September 1645 nach Mähren zurückzuziehen begann, ordnete Torstensson die Sprengung der Burg Kreuzenstein an, die an drei – manche Quellen sprechen auch von vier – Stellen ausgeführt wurde. Danach war die Burg nur mehr eine Ruine, deren Mauerreste den Bauern der Umgebung als Bezugsquelle von Material bei Bauvorhaben dienten.

Die Burgruine kam im 18. Jahrhundert in den Besitz der Grafen Wilczek, welche durch ihre Kohlengruben in Schlesien ein großes Vermögen angehäuft hatten. Der als Polarforscher bekannt gewordene Johann Nepomuk Graf Wilczek begann ab 1874, an derselben Stelle schrittweise eine Schauburg aufzubauen, die zwar im Aussehen keineswegs der ehemaligen Burg entspricht („romanisch-gotische Musterburg“), aber die vorhandenen Reste der mittelalterlichen Burg (vor allem Teile der Ringmauer, Rumpf des Ostturmes und Teile der Kapelle) in die Gestaltung mit einbezieht. Mit etwas geübtem Blick sind die mittelalterlichen Baureste von dem Mauerwerk der Bauteile des 19. Jahrhunderts gut unterscheidbar. Die Bauleitung hatte bis zu seinem Tod 1895 der Architekt Carl Gangolf Kayser inne, danach Ritter Humbert Walcher von Molthein und der Künstler Egon Rheinberger. Unter der Kapelle wurde eine Familiengruft errichtet. Auch Wilczek selbst hat hier seine letzte Ruhestätte gefunden. Die gesamte Burg wurde zum einen aus bzw. auf den Resten der mittelalterlichen Burg, zum anderen aus einer Vielzahl originaler Bauteile errichtet, die Wilczek aus ganz Europa zusammengetragen hatte. Zudem wurde die Burg mit einer großen Sammlung mittelalterlicher Einrichtungsgegenstände und Artefakte ausgestattet, z. B. mit einer der ältesten erhaltenen mittelalterlichen Steinschleudern, die aus der Festung Hohen Salzburg angekauft wurde. Die Arbeiten dauerten 30 Jahre – bei der offiziellen Neueröffnung am 6. Juni 1906 war unter anderem Kaiser Wilhelm II. von Deutschland anwesend. 1915 brannten nach einem Blitzschlag teilweise der Archiv- und Bibliothekstrakt aus.

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Adlerwarte Burg Kreuzenstein

 

Burg Greifenstein

Auch die Burg Greifenstein ist ein bekanntes und beliebtes Ausflugsziel der Wiener, sie liegt an der Donau über dem gleichnamigen Ortsteil Greifenstein der Gemeinde Sankt Andrä – Wördern in Niederösterreich, nordwestlich von Wien. Zusammen mit der etwa gegenüber liegenden Burg Kreuzenstein diente sie der Überwachung des Donauknies bei der Wiener Pforte.

Errichtet wurde die Burg wahrscheinlich im 11. Jahrhundert vom Grundherrn, dem Bistum von Passau. Möglicherweise stand aber auf diesem markanten Geländepunkt bereits zur Römerzeit ein Beobachtungsturm.
Die Burg war ein wichtiges Glied im Verteidigungssystem an der Donau. Ihre Kreidfeuerstation ermöglichte den Nachrichtenaustausch sowohl mit Kreuzenstein als auch mit dem Leopoldsberg.
Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1135. Der damals genannte Dietrich von Greifenstein war wohl ein Dienstmann der Passauer Bischöfe. 1247 ließ Bischof Rüdiger von Bergheim die Anlage stark ausbauen. 1365 wurde die Burg aus unbekannten Gründen von den Bürgern Klosterneuburgs belagert. Sicher ist, dass Greifenstein von 1485 bis 1490 zum ungarischen Machtbereich gehörte. Als es 1529 den Türken gelang, die praktisch unverteidigte Burg einzunehmen, wurde das wertvolle Archiv vernichtet. Sie wurde danach erneuert, hatte aber keine militärische Bedeutung mehr.
Ab etwa 1600 diente die Burg vor allem als Gefängnis des kirchlichen Gerichts, wo Geistliche und Laien ihre Kerkerstrafen im Turmverlies abbüßen mussten. Bewohnt war sie bis etwa 1770, danach wurde sie aufgegeben und verfiel. Bis 1803 gehörte sie den Bischöfen von Passau, in diesem Jahr wurde sie im Zuge des Josephinismus der Säkularisation in Österreich durch Kaiser Joseph II. vom Staat zur öffentlichen Versteigerung ausgeschrieben.
Johann I. von Liechtenstein erwarb 1807 das alte Schloss und ließ die Burganlage bis 1818 unter Einbeziehung älterer Bauteile innen und außen im Stil der Romantik wiederherstellen. Fürst Alois II von Lichtenstein ließ Kunstwerke und Waffen aus anderen Liechtenstein-Schlössern wie Seebenstein nach Greifenstein bringen. Ende des 19. Jahrhunderts verfiel die Burg erneut und wurde 1918 von den Liechtenstein an den Industriellen Hugo Kostenitz verkauft.
1931 kaufte der Bankier und Besitzer der Schlösser von Schloss Tulbing, Plankenberg und Feistritz am Wechsel, Rittmeister Maximilian Mautner, Greifenstein. Im Jahr 1933 schenkt er die Burg seiner zweiten Frau.
1960 ging Greifenstein durch Verkauf an den Gastronomen und Hotelier Dr. Johannes Hübner. Dieser restaurierte die Burg; er ließ ein Restaurant sowie etliche Schauräume mit historischen, militärischen und kunstgewerblichen Exponaten einrichten.
Am 16. September 2006 zerstörte ein durch einen Kabelbrand verursachter Großbrand das Restaurant und die Decke des Rittersaals. Seitdem ist der Zugang in die Burg gesperrt.
Im Mai 2010 wurde die renovierungsbedürftige Burg um 3,5 Millionen Euro zum Verkauf angeboten. Im Juni 2017 wurde die Burg für 2,5 Millionen Euro an den Logistikunternehmer Ernst Strobl verkauft.

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Niederösterreich

Niederösterreich ist das größte Bundesland Österreichs, zum Ersten mal wurde es im Jahr 996 als Osterrichi erwähnt.

Niederösterreich, früher Erzherzogtum Österreich unter der Enns und Oberösterreich, vorher  Österreich ob der Enns sind die historischen Kernländer Österreichs und Teil der habsburgischen Erblande.

Es hieß ursprünglich „nur“ Österreich (später: unter der Enns, manchmal auch nieder der Enns) und gab der Dynastie Habsburg bzw. Habsburg-Lothringen („Haus Österreich“) und dem jeweiligen Gesamtstaat (Österreichische Monarchie, Kaisertum Österreich, Österreich-Ungarn, Republik Österreich) den Namen.
Das heutige Bundesland besitzt daher kaum historische Traditionen, die von der österreichischen Geschichte abweichen. Es war 1278 Schauplatz einer Entscheidungsschlacht, die die Habsburger hier an die Macht brachte, und 1918/19 Ort der „inneren Emigration“ des letzten Kaisers Karl I. vor der Ausreise ins Exil.
Seit dem 10. November 1920, dem Tag des Inkrafttretens der Bundesverfassung, hatte Wien die Rechte eines politisch von Niederösterreich unabhängigen Bundeslandes. Die eigentumsrechtliche Trennung wurde bis Ende 1921 mit dem so genannten Trennungsgesetz entschieden, das gleichlautend in Niederösterreich (ohne Wien) und in Wien beschlossen wurde. Parallel dazu wurden die verbliebenen gemeinsamen politischen Organe aufgelöst.
In der NS-Zeit Gau Niederdonau genannt, wurden dem Land im Herbst 1938 das nördliche Burgenland und Südmähren zugeschlagen; gleichzeitig musste es an das neue Groß-Wien zahlreiche Gemeinden abtreten. Fast alle diese Änderungen wurden 1945 rückgängig gemacht. 1946 wurde eine stark reduzierte Erweiterung Wiens beschlossen, konnte aber wegen eines sowjetischen Einspruchs erst 1954 in Kraft treten.
Die Entwicklung Niederösterreichs nach dem Zweiten Weltkrieg wurde dadurch gehemmt, dass das Land zur sowjetischen Besatzungszone Österreichs gehörte.

Bis 1989 was der Eiserne Vorhang ein wesentliches Hindernis.
Seit 1986 ist Sankt Pölten Landeshauptstadt Niederösterreichs, aber erst 1996 übersiedelten die niederösterreichischen Institutionen (Landesregierung und -Verwaltung) aus der österreichischen Hauptstadt Wien. Das historische Niederösterreichische Landhaus, heute Palais Niederösterreich genannt, befindet sich in der Herrengasse im ersten Bezirk von Wien.

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Stift Melk – Wachau – Niederösterreich

 

Die Wachau

 

Niederösterreich

299px-niederosterreich_in_austria-svg Niederösterreich ist das größte Bundesland Österreichs und bildet das historische Kernland.

Der Name Niederösterreich stammt noch von dem Vorgängerterritorium, das Erzherzogtum Österreich unter der Enns. Auch Oberösterreich weist noch auf Österreich ob der Enns hin.

Die beiden Bundesländer sind die Kernländer Österreichs und sind Teile der habsburgischen Erbländer.

Mehr über Niederösterreich

Der Landespatron von Niederösterreich – Hl. Leopold

 

hl-leopold
der hl.Leopold

 

 

Leopold III., Markgraf von Österreich, lebte von 1073 bis 1136 n. Chr. und stammte aus dem Adelsgeschlecht der Babenberger. Er ist seit 1663 Schutzpatron von Österreich, auch von Niederösterreich und Wien, aber auch von Oberösterreich mit dem Hl. Florian.

Der Leopoldi Tag wird immer am 15. November, dem Todestag vom Hl. Leopold, mit dem Fasslrutschn im Stift Klosterneuburg.

An diesem Tag ist schulfrei.

Der Hl.Leopold