Romy Schneider

Romy Schneider wurde als Tochter des österreichisch-deutschen Schauspielerehepaares Wolf Albach-Retty und Magda Schneider im Billrothkrankenhaus (heute Rudolfinerhaus) in Wien am 23. September 1938 in Wien geboren. Ihre Vorfahren väterlicherseits gehören der berühmten österreichischen Schauspielerdynastie Albach-Retty an. Schon Romy Schneiders Ururgroßvater Adolf Retty war Schauspieler in Österreich, ihre Urgroßeltern waren der Regisseur und Schauspieler Rudolf Retty und die Sängerin Maria Katharina „Käthe“ Retty, geborene Schäfer. Deren Tochter – Schneiders Großmutter – war die k. u. k. Hofschauspielerin Rosa Albach-Retty.

Vier Wochen nach Schneiders Geburt brachten die Eltern sie nach Schönau am Königssee, wo sie und später ihr Bruder Wolf-Dieter (* 1941) bei den Großeltern Franz Xaver und Maria Schneider auf dem Landgut Mariengrund aufwuchsen. In ihrem ersten Lebensjahr wurde Romy Schneider in die Hände einer Gouvernante gegeben. Die Eltern waren durch ihre schauspielerischen Engagements sehr selten anwesend. 1943 trennten sie sich und wurden 1945 geschieden.
Schneider wurde im September 1944 in die Volksschule von Schönau eingeschult und besuchte ab Juli 1949 das Mädcheninternat auf Schloss Goldenstein, eine private Hauptschule der Augustiner-Chorfrauen B.M.V. in Elsbethen nahe Salzburg. Schon während ihrer Schulzeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei, weshalb sie häufig bei Theateraufführungen des Internats auf der Bühne stand. In ihrem Tagebucheintrag vom 10. Juni 1952 schrieb sie: „Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort Schauspielerin werden. […] Jedes mal wenn ich einen schönen Film gesehen habe, sind meine ersten Gedanken nach der Vorstellung: Ich muss auf jeden Fall einmal eine Schauspielerin werden. Ja! Ich muss!“
Am 12. Juli 1953 verließ sie das Internat Goldenstein mit dem Abschluss der mittleren Reife. Nach den Sommerferien sollte sie ein Studium an den Kölner Werkschulen beginnen, da sie während des Kunstunterrichts in der Schule ein Talent für die Malerei und das Zeichnen gezeigt hatte. Außerdem war Magda Schneider inzwischen in Köln mit dem Gastronomen und Unternehmer Hans Herbert Blatzheim liiert. Die Ausbildung trat sie jedoch zugunsten ihrer ersten Filmrolle nicht an.

Lesen Sie hier weiter …

zeit.geschichte: Die letzten Tage einer Legende: Romy Schneider | 16.12.2017/ORF III

 

Advertisements

Cissy Kraner – Schauspielerin, Sängerin und Kabarettistin

Jetzt ein Beitrag über Cissy Kraner für Kabarettkenner und Liebhaber.

Sie wurde am  13. Jänner 1918 in Wien als Gisela Kraner geboren.

Nach einem klassischen Gesangsstudium und einigen Engagements als Soubrette wandte sich die Wienerin bald dem Kabarett zu und trat auf verschiedenen Kleinkunstbühnen auf. 1938 ging sie mit einer Revuebühne auf Gastspiele nach Bogotá, wo sie Hugo Wiener kennenlernte. Sie begann mit ihm aufzutreten, und nach ihrer Hochzeit 1943 eröffneten sie in Caracas gemeinsam eine kleine gutgehende Exilanten-Bar, in der Kraner die Chansons ihres Mannes in fünf verschiedenen Sprachen vortrug. Sie wurde zwar zum Reichsarbeitsdienst beordert, blieb aber bei ihrem Mann, da er jüdischer Herkunft war.
Nach dem Krieg kamen die beiden 1948 nach Wien zurück, wo sofort Kraners Karriere im Ensemble des Kabarett Simpl begann, die bis 1965 dauerte. In dieser Zeit entstanden Hugo Wieners Chansons Der Novak lässt mich nicht verkommen, Ich wünsch‘ mir zum Geburtstag einen Vorderzahn oder Ich kann den Novotny nicht leiden, die durch ihren Vortrag legendär wurden. Von 1950 bis zum Frühjahr 1951 spielte sie am „Lachenden Kabarett“ in der Melodies Bar (Annagasse 3, St. Annahof) neben Hugo Wiener und Maxi Böhm. 1985 holte sie der Wiener Regisseur und Choreograf Bernd Roger Bienert an die Wiener Staatsoper, um mit Cissy Kraner in der Hauptrolle die Uraufführung eines Musiktheaterwerkes des österreichischen Komponisten Gottfried von Einem unter dem lautmalerischen Titel „Rads Datz“ zu kreieren. Das Stück wurde an der Wiener Staatsoper zum solitären Vorreiter der heutigen performativen Tendenzen an den Theatern, versagte Bienert doch dem Tanz seine Gefolgschaft und konzentrierte sich auf die Umsetzung der Texte von Lotte Ingrisch in der Interpretation durch Kraner. Die Premiere geriet zu einem „succès de scandale“, da man unter anderem nicht die damals beinahe siebzigjährige Diseuse Cissy Kraner als „tanzende“ Solistin in einem Ballett auf der Bühne der Wiener Staatsoper erwartet hatte. Der Auftritt Kraners an der Wiener Staatsoper gilt als Beweis für ihren Mut, sich auch für unangepasst Neues und Nichtalltägliches einzusetzen.
Hugo Wiener starb 1993, seither wurde Cissy Kraner bei ihren Chansons von Herbert Prikopa begleitet.
Cissy Kraner ist am 1. Februar 2012 im Künstlerheim Baden verstorben. Am 15. Februar wurde sie am Wiener Zentralfriedhof im Ehrengrab von Hugo Wiener beigesetzt. Im Jahr 2013 wurde der Cissy-Kraner-Platz im 4. Bezirk Wieden nach ihr benannt; dieser befindet sich in der Nähe des nach ihrem Mann benannten Hugo-Wiener-Platzes.

Lesen Sie hier weiter …

Cissy Kraner – der Novak lässt mich nicht verkommen

 

Pension Schöller mit Max Böhm – Ich bin eine Dirne

Käthe Kruse

240px-Tenneberg-11 Käthe Kruse mit ihren Töchtern

Sie wurde am 17. September 1883 in Dambrau bei Breslau als Katharina Johanna Gertrud Simon geboren, sie starb am 19. Juli 1968 in Murnau am Staffelsee. Bevor sie als Puppenmacherin berühmt wurde,  war sie eine deutsche Schauspielerin. Ihre Puppen sind heute beliebte Sammlerstücke, die zu sehr hohen Preisen gehandelt werden.

Lesen Sie hier weiter…

Käthe Kruse Puppenproduktion