Vicki Baum

Sie war die Tochter des jüdischen Regierungsbeamten Hermann Baum und seiner Frau Mathilde geb. Donath, geboren wurde sie am 24. Januar 1888 in Wien. Sie besuchte das Pädagogium und ließ sich von 1898 bis 1904 zur Harfenistin am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde ausbilden. Nach einem Engagement im Symphonieorchester des Wiener Konzertvereins kam sie 1913 als Harfenistin nach Darmstadt, wo sie als Großherzogliche Hof- und Kammermusikerin wirkte. Später war sie in Kiel (1916/17), Hannover (1917–1923) und Mannheim musikalisch tätig.

Vicki Baum war von 1909 bis 1913 mit dem Schriftsteller und Journalisten Max Prels (* 28. Juli 1878) verheiratet. Ab 1914 begann sie nebenbei zu schreiben, zunächst inkognito.
1916 heiratete Baum den Dirigenten Richard Lert. Der Ehe entstammen die Söhne Wolfgang (* 1917) und Peter (* 1921).
Nach der Geburt des ersten Sohnes Wolfgang 1917 in Kiel zog die Familie noch im selben Jahr nach Hannover, wo Lert als erster Kapellmeister und Leiter der Oper an den Städtischen Bühnen arbeitete. Die Familie wohnte anfangs in der Dieterrichsstraße 11 im hannoverschen Stadtteil Mitte, von 1921 bis 1923 dann im Parterre der damaligen Podbielskistraße 335 (heute: Hausnummer 53) in der List.
1919 veröffentlichte Baum als „Vicki Baum“ ihr erstes Werk Frühe Schatten. Von 1926 bis 1931 war sie Verlagsangestellte und Zeitschriftenredakteurin in Berlin bei Ullstein.
„Sehen Sie, ich bin Redakteurin im Ullstein-Verlag. Die Ullsteins stammen auch von Juden ab. Aber in Deutschland machen wir nicht viel Aufhebens darum, ob ein Haus von Juden abstammt. Das sind rein religiöse Fragen. Ich bin nicht religiös, also betrachte ich mich nicht als Jüdin – noch bin ich jemals als solche angesehen worden.“
– Vicki Baum

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Klassiker der Weltliteratur: Vicki Baum – „Menschen im Hotel“ | BR-alpha

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Berta Zuckerkandl

Berta Zuckerkandl – Szeps wurde am 13. April 1864 als Bertha Szeps in Wien geboren, sie war eine jüdische österreichische Schriftstellerin, Journalistin, Kritikerin und Salonnière.

Berta Szeps (sie schrieb ihren Vornamen später immer ohne h, in Frankreich aber Berthe) wuchs als Tochter des liberalen Zeitungsverlegers Moritz Szeps, der das Neue Wiener Tagblatt leitete, und seiner Frau in Wien auf und wurde durch Hauslehrer unterrichtet. Als Begleiterin ihres Vaters und gelegentlich auch als Schriftführerin oder als geheime Botin nahm sie schon als Teenager an seinen Gesprächen und Kontakten mit in- und ausländischen Prominenten teil und hatte daher schon früh einen sehr weit gespannten Bekannten- und Freundeskreis.
Sie heiratete am 15. April 1886 den damals in Graz als Universitätsprofessor tätigen Anatomen Emil Zuckerkandl und zog zu ihm nach Graz, bis er 1888 die Professur in Wien erhielt.

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