4000 Jahre altes Grab bei Pyramiden in Ägypten entdeckt

In der Nähe der berühmten Pyramiden von Giseh haben ägyptische Archäologen ein mehr als 4000 Jahre altes Grab entdeckt. Die Grabkammer gehöre einer Priesterin mit Namen Hat Bet, sagte Antikenminister Khaled al-Enani am Samstag. „Die Priesterin wurde zu ihrer Zeit hochgeschätzt.“ Das Grab stamme aus der Zeit der fünften Dynastie und sei mehr als 4000 Jahre alt.
Die Forscher entdeckten das Grab bei Ausgrabungen westlich der Cheopspyramide. Es bestehe aus Lehmziegeln und zeige seltene Inschriften und Zeichnungen, sagte der Leiter des Obersten Antikenrates, Mustafa al-Wasiri, der das Ausgrabungsteam leitete. Die Darstellungen zeigten die Priesterin in verschiedenen Jagd- und Fischszenen, sowie sitzend an einem großen Gabentisch.
In den vergangenen Monaten hatten die ägyptischen Behörden mehrere antike Entdeckungen bekanntgegeben, darunter auch mehrere Grabkammern in der südägyptischen Stadt Luxor. In der Nähe der Pyramiden soll demnächst ein neues Museum für Altertümer öffnen.

 

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Unsere Post

Wir brauchen sie sehr oft, deshalb ist sie auch nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Obwohl sie mit dem Internet Konkurrenz bekommen hat, denn wir versenden immer weniger handgeschriebene Briefe aber immer öfter Mails, das geht schneller.

Wir sollten aber wieder mehr Briefe schreiben, die dauern länger bis sie beim Empfänger sind, sie sind dafür aber persönlicher.

Das ist aber meine Meinung, jetzt kommen wir zur Geschichte der Post.

Bevor man Nachrichten austauschen konnte, bauchte man die Schrift und einen  transportablen Schriftträger. Schon in der Vorantike und der Antike gab es erste Ansätze eines geordneten Nachrichtenwesens, hauptsächlich zu staatspolitischen oder militärischen Zwecken.
Die moderne Postgeschichte beginnt in der Frühen Neuzeit mit der Einführung des Stafetten Systems mit Reiter- und Pferdewechsel zur schnelleren Nachrichtenübermittlung und der Öffnung für die Allgemeinheit.

Erste Ansätze eines geregelten Nachrichtenaustausches gab es im Alten Ägypten, in Babylonien und Mari (Mari-Briefe).

Die Alten Ägypter nutzen den Nil als Hauptverkehrsader, um schriftliche Nachrichten durch Schiffsreisende zu übermitteln. Die ägyptischen Könige pflegten den Kontakt mit weit entlegenen Provinzen zusätzlich mit zahlreichen Fuß boten. Diese mussten in der Lage sein, weite Strecken in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Ein geordnetes Postwesen im heutigen Sinn gab es im Alten Ägypten dagegen noch nicht.

Erst im Neuen Reich gab es offizielle Briefboten, sowohl Fuß boten, aber auch reitende Briefboten. Ebenso ist aus hethitischen, ugaritischen und ägyptischen Quellen, besonders den Amarna-Briefen ein reger Nachrichtenaustausch mit den benachbarten Großreichen und den Vasallenstaaten bekannt. Nach Dokumenten aus der Handwerkersiedlung von Deir el-Medina lag die innerägyptische Nachrichtenübermittlung in den Händen der Polizei.

Die oft in der postgeschichtlichen Literatur behauptete Einsetzung von Brieftauben zur Briefbeförderung ist dagegen historisch umstritten. Zwar wurden bei der Krönung eines Pharaos oder beim Minfest vier Tauben als Boten ausgesandt, was man aber noch nicht als geregelte Taubenpost bezeichnen konnte. Die eigentliche Taubenpost wurde wahrscheinlich erst in römischer oder frühislamischer Zeit in Ägypten eingeführt.

Zahlreiche Informationen über die Briefbeförderung im spätzeitlichen ptolemäischen Ägypten unter griechischen Herrschern liefert der Hibe-Papyrus, der um 255 v. Chr. anzusetzen ist. Dieses Dokument war eine Art Kontrollbuch eines Briefboten, in welchem jede Auslieferung von Briefsendungen vom Empfänger bestätigt wurde. Der Papyrus schildert Einzelheiten über die damalige Briefbeförderung, die Adressaten und die Empfänger. Der Papyrus beginnt mit folgenden Worten:

»Am 16. übergab N. N. dem Alexandros sechs Stück, und zwar: An den König Ptolemäus ein Briefpaket, an den Finanzminister Apollomios ein Briefpaket sowie zwei Briefe, die an das Briefpaket angebunden sind, an den Kreter Antiochus ein Briefpaket, an Mendoros ein Briefpaket, an Chelos ein Briefpaket vereinigt mit den anderen. Alexandros übergab die Sachen dem Nikodemus am 17. … «

Im 1. Jahrhundert v. Chr. schrieb Diodorus Siculus: „Sobald (der König) bei Tagesanbruch aufgestanden war, hatte er zuerst die von allen Seiten einlaufenden Briefe selbst in Empfang zu nehmen, damit er alles desto weislicher einrichten und behandeln konnte, nachdem er alles, was im Reiche geschehen war, vollkommen in Erfahrung gebracht hatte.

170px-Amarna_Akkadian_letter Amarna-Brief EA 161 (Vorderseite), Keilschriftbrief des Vasallen Aziru von Amurru an den ägyptischen Pharao Echnaton, um 1340 v. Chr.

Auch im frühen Persien gab es schon Vorläufer der Post.

Im Perserreich wurde von Kyros dem Großen (550–529 v. Chr.) ein eigenes System der Nachrichtenübermittlung eingerichtet, in dem hauptsächlich berittene Boten beschäftigt waren. So ließ Kyros eigene Relaisstationen in regelmäßigen Abständen auf den wichtigsten Verkehrsrouten einrichten. Sie waren ungefähr eine Pferdetagereise entfernt und dienten den Boten als Zwischenstationen.
Herodot (ca. 484−424 v. Chr.) berichtete in seinen Historien (VIII, 98) von den persischen Angareion, berittenen Boten, die zwischen festen Stationen, die gewöhnlich eine Tagesreise voneinander eingerichtet waren, die Briefe bei Wind und Wetter beförderten und die Nachricht dem nächsten Boten übergaben. Von dieser Einrichtung berichtet auch Xenophon. Diodor beschrieb eine ähnliche Einrichtung unter Antigonus im heutigen Palästina.
Daneben gab es nach Diodor auch persische Rufposten. Über eine Entfernung von bis zu 30 Tagesreisen waren in Abständen Bewohner mit kräftigen Stimmen postiert, die die Nachrichten von Ort zu Ort schrien. Das persische Nachrichtensystem mit Relaisstationen wurde bald von anderen Hochkulturen nachgeahmt.

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Die Geschichte der österreichischen Post