Bemerkenswert

Bücher von Hilla M. Faseluka

KUNST UND KULTURIM REUMANNHOF: ALTERNATIVEWEIHNACHTEN IM REUMANNHOF

30. November 20171 Einlass 17.00 Uhr, Beginn: 17:30 Uhr. wohnpartner-Lokal Reumannhof, Margaretengürtell 00-110/5/1, 1050 Wien
Gemeinsam mit dem Mieterbeirat Reumannhof präsentiert wohnpartner auch heuer wieder einen Sperrmüll-Christbaum. Zudem wird der im September verstorbenen Autorin Ingrid Müller-Schelodetz gedacht. Prominente Autorinnen lesen dabei aus ihren Werken.

Sperrmüll-Christbaum 2017

spmchristbaum

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Lesung vom Herbst Fest der Autoren – Verein Kunst Integrieren in Wien – 27.10.2017

 

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Girolamo Savonarola – der heimliche Herrscher über Florenz

Savonarola wurde als drittes von insgesamt sieben Kindern am 21. September 1452 in Ferrara des später verarmten Bankiers und Geschäftsmannes Niccolò Savonarola und dessen Ehefrau Elena Bonacolsi (oder Bonacossi) aus Mantua geboren. Zunächst erwarb Savonarola den akademischen Grad eines Magister artium, um dann mit dem Studium der Medizin zu beginnen; so wie zuvor sein Großvater väterlicherseits Giovanni Michele Savonarola, der ihn in seinen frühen Jahren persönlich förderte. Das elterliche Haus in Ferrara grenzte an das der Familie Strozzi, ein zurückgewiesener Heiratsantrag an die Laodomia Strozzi gilt als wahrscheinlich. Mit 22 Jahren brach Savonarola das Medizinstudium ab und trat am 24. April 1475 in das Dominikanerkloster San Domenico von Bologna ein, um „nicht wie ein Tier unter Schweinen, sondern als vernünftiger Mensch“ zu leben.
Hier in Bologna legte er das Studium generale seines Ordens ab. Am 1. Mai 1477 empfing er das Weihesakrament als Diakon. Hiernach wirkte Savonarola als Prediger. Seinem ersten Auftreten als Bußprediger war zunächst wenig Erfolg beschieden, was sich jedoch schnell änderte. Ab dem Jahre 1479 war er zwei Jahre lang Novizenmeister im Dominikanerkloster zu Ferrara. In einer Generalversammlung der lombardischen Dominikanerkongregation berief man ihn im Frühjahr 1482 zum Lektor in das Florentiner Kloster San Marco, wo er die Heilige Schrift vorlas und in der Predigt auslegte. Savonarola entwickelte sich zu einem gesuchten Prediger, der eine grundlegende Kirchenreform forderte. Im Jahre 1484 führten Privatoffenbarungen, insbesondere während seines Fastens in den Jahren 1485 und 1486, zu Veränderungen seines geistlichen Lebens, so hatten seine in San Gimignano gehaltenen Predigten ein zunehmend endzeitliches Gepräge. 1487 wurde Savonarola aus Florenz abberufen. Er setzte später sein Predigtwerk in verschiedenen oberitalienischen Städten fort. Seine flammenden Reden gegen die Verkommenheit der herrschenden Schichten wurden von großen Teilen des Volks bejubelt. Die Massenwirkung, die er schließlich in Norditalien erzielte, wird oft mit der des Predigers Hans Böhm verglichen, der 1476 in Franken mit sozialrevolutionären Thesen ähnliche Anziehungskraft ausübte.
Zuvor wurde Savonarola im Bologneser Dominikanerkloster zum Magister studiorum ernannt, hiernach übernahm er dort eine einjährige theologische Unterrichtstätigkeit. Es folgte ein Predigeramt in Modena, Piacenza, Brescia und Genua, bis man ihn dann auf Wunsch des Lorenzo de’ Medici im Frühjahr 1490 nach Florenz zurück entsandte. Im dortigen Kloster San Marco lehrte er zuerst Logik und später auch die Auslegung einzelner Bücher der Heiligen Schrift. Im Juli 1491 ernannte man ihn zum Prior des Konvents an San Marco. In seiner Funktion als Ordensvorsteher strebte er eine Loslösung des Konventes aus der lombardischen Kongregation an sowie eine eigene toskanische Kongregation, um das Klosterleben zu reformieren. So sollte die Ordensregel wieder in der ursprünglichen Strenge eingehalten werden. Auch das Gelübde der Armut hätte nach Savonarolas Ansicht mit mehr Ernst gelebt werden sollen, um den Predigerorden zum Werkzeug für die christliche Erneuerung Italiens werden zu lassen.

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Savonarola – Der schwarze Prophet

Vincenzo Bellini, Opernkomponist

Vincenzo Bellini war der älteste Sohn von Rosario Bellini (1776–1840) und Agata Ferlito, er wurde am 3. November 1801 in Catania, Sizilien geboren. Bellini wurde als Sohn und Enkel von Kirchenmusikern geboren. Sein Geburtsdatum ist nicht gesichert. Als Dreijähriger begann er Klavier zu spielen, als Sechsjähriger versuchte er sich im Komponieren. Im Kirchenchor erregte er früh Aufmerksamkeit; als Zwölfjähriger lernte er die Kammermusik Joseph Haydns und Wolfgang Amadeus Mozarts kennen. Seinen ersten Musikunterricht erhielt er von seinem Großvater Vincenzo Tobia Bellini (1744–1829), der aus den Abruzzen stammte und um 1767 nach Catania gekommen war, wo er als Kapellmeister an der Kathedrale gewirkt hatte. Zwischen 1813 und 1818 entstanden Bellinis erste Kompositionen (die meisten sind nicht genau datierbar), neben einigen Vertonungen geistlicher Texte vor allem kleine Instrumentalstücke und Lieder mit Klavierbegleitung für die Salons der feinen Gesellschaft in Catania, zu der Bellini schnell Zugang gefunden hatte. Der Herzog und die Herzogin von Sammartino ermöglichten ihm ein Studium am Reale Collegio di Musica di San Sebastiano in Neapel, das er von 1819 bis 1825 besuchte. Seine wichtigsten Lehrer waren dort zunächst Giovanni Furno (Harmonielehre), Giacomo Tritto (Kontrapunkt) und Carlo Conti (Cembalo); später unterrichtete ihn der berühmte Nicola Zingarelli, Direktor des Konservatoriums und selbst ein geschätzter Opernkomponist. In diese Jahre in Neapel fällt die Komposition von Bellinis einzigem Werk für Orgel, einer Orgelsonate.
Am Theater des Konservatoriums führte Bellini am 12. Februar 1825 gleichsam als sein Gesellenstück die Oper Adelson e Salvini auf. Deren Erfolg machte Domenico Barbaja, den Impresario des Teatro San Carlo in Neapel, auf Bellini aufmerksam. Barbaja war bekannt für seine Entdeckungen vielversprechender Talente (er hatte auch Gioachino Rossini gefördert); er erteilte Bellini den Auftrag für die Oper Bianca e Fernando, die am 30. Mai 1826 am Teatro San Carlo in Neapel uraufgeführt wurde und einen derartigen Erfolg erlebte, dass sich für Bellini die Mailänder Scala und die Häuser der mondänen Gesellschaft öffneten.
Daraufhin interessierte sich auch das Teatro alla Scala in Mailand für eine Zusammenarbeit mit Bellini. Dort begegnete er dem Librettisten Felice Romani, der ihm den Text für Il Pirata und alle seine folgenden Opern außer der letzten Oper I Puritani schrieb, deren Textbuch Graf Carlo Pepoli verfasste. Die Mailänder Premiere von Il Pirata am 27. Oktober 1827 verschaffte Bellini den Durchbruch. Sie gilt zugleich als Geburtsstunde der romantischen italienischen Oper. La Straniera (UA 14. Februar 1829, Teatro alla Scala) unterstrich Bellinis Stellung als einer der nunmehr führenden italienischen Opernkomponisten, die auch durch den Misserfolg von Zaira (UA 16. Mai 1829 im Teatro Ducale in Parma) nicht erschüttert werden konnte. Vom Teatro La Fenice in Venedig erhielt er das Angebot, Romanis Libretto I Capuleti e i Montecchi (eine von William Shakespeare unabhängige Version des Romeo-und-Julia-Stoffes) zu vertonen, nachdem der ursprünglich dafür vorgesehene Giovanni Pacini kurzfristig abgesagt hatte. Um sein neues Werk rechtzeitig abliefern zu können, verwendete Bellini größere Teile aus der glücklosen Zaira in umgearbeiteter Form. Bei der Uraufführung am 11. März 1830 wurden I Capuleti e i Montecchi mit Beifall empfangen; man war Bellini besonders dankbar dafür, dass er die Saison „gerettet“ hatte, die sonst ohne eine Novität zu Ende gegangen wäre.
Im Sommer 1830 arbeiteten Bellini und Romani an einer neuen Oper Ernani nach dem Anfang desselben Jahres in Paris uraufgeführten Drama Hernani von Victor Hugo. Als der Stoff vorsorglich von der Zensur verboten worden war, brachen sie die Arbeit ab. In der folgenden Karnevalsspielzeit feierte Bellinis Freund und erfolgreichster Konkurrent Gaetano Donizetti mit Anna Bolena am 26. Dezember 1830 im Teatro Carcano in Mailand einen aufsehenerregenden Triumph. Um eine direkte Konkurrenz zu vermeiden, wählte Bellini für seine neue Oper La sonnambula, die am 6. März 1831 am selben Theater herauskam, statt eines historischen Stoffes eine idyllische Schweizer Dorfgeschichte mit glücklichem Ausgang. Nach dem Bericht des Komponisten Michail Glinka sollen sowohl die Sänger als auch das Publikum von Bellinis Musik zu Tränen gerührt gewesen sein.
Für die nächste Oper Norma bearbeitete Romani eine Tragödie von Alexandre Soumet, die bereits Giovanni Pacini als Grundlage für seine Oper La Sacerdotessa d’Irminsul gedient hatte. Für das Fiasko bei der Premiere von Norma am 26. Dezember 1831 in der Scala wird vor allem die Clique der Anhänger Pacinis verantwortlich gemacht, die Bellinis Oper gegen Bezahlung ausgepfiffen haben sollen, was damals üblich war. Ab der zweiten Aufführung begann sich Norma jedoch durchzusetzen und wurde bald als Meisterwerk gefeiert.
1832 reiste Bellini über Neapel in seine Heimat Sizilien, wo man ihm einen triumphalen Empfang bereitete. Danach folgte er einer Einladung nach London, um dort mehrere seiner Werke einzustudieren. Seine nächste Zusammenarbeit mit Felice Romani sollte die letzte sein. Nachdem Beatrice di Tenda am 16. März 1833 im Teatro La Fenice in Venedig durchgefallen war, gab Bellini dem Textbuch Romanis die Schuld; dieser wiederum warf dem Komponisten vor, über seinen Liebesaffären die Kunst zu vernachlässigen. Diese Streitigkeiten zwischen den beiden Künstlern und ihren Anhängern wurden wochenlang öffentlich in der Presse ausgetragen und führten zum Bruch zwischen Dichter und Komponist.
Tatsächlich stand Bellinis Liebesleben unter dem Zeichen von drei Frauen, die „Tre Giuditte“: der vornehmen Mailänderin Giuditta Cantù, die mit dem Seidenfabrikanten und Komponisten Fernando Turina verheiratet war; der Sängerin Giuditta Pasta, der ersten Amina, Norma, Beatrice; und Giuditta Grisi, für die er die Partien des Romeo und der Adalgisa schrieb.
Seine letzte Oper komponierte Bellini für das Théâtre-Italien in Paris, wo I Puritani am 24. Januar 1835 uraufgeführt wurden. Dieser Triumph des ersten französischen Auftrags wurde bejubelt, gekrönt von einem Orden der Ehrenlegion und einer Audienz bei Königin Maria Amalia. Als sich kurz darauf sein langjähriges Leber- und Darmleiden verschlimmerte, zog Bellini sich in sein Landhaus in Puteaux zurück. Sein Tod am 23. September 1835 kam für alle Außenstehenden überraschend und führte zu Spekulationen über eine mögliche Vergiftung. Bellini wurde mit einer Zeremonie von den Ausmaßen eines Staatsbegräbnisses geehrt. Bei der Trauerfeier am 2. Oktober 1835 im Invalidendom wirkten neben Solisten des Théâtre-Italien 350 Chorsänger mit; die Beisetzung erfolgte auf dem Friedhof Père-Lachaise. 1876 wurde Bellinis einbalsamierter Leichnam nach Catania überführt. Puteaux gehört heute zur La Défense, dem Wolkenkratzerviertel im Westen von Paris, und ein Teil von Puteaux heißt heute „Quartier Bellini“.

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Norma – Overture – Vincenzo Bellini

 

Eine der vielen Opern Bellinis ist

I Puritani

auch I puritani di Scozia; Die Puritaner oder Die Puritaner von Schottland) ist eine Opera seria von Vincenzo Bellini. Sie wurde am 24. Januar 1835 im Théâtre-Italien in Paris uraufgeführt.

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Bellini – I Puritani – Anna Netrebko (Vien, diletto, e in ciel la luna)

 

 

 

 

Spanische Hofreitschule

Die Spanische Hofreitschule ist eine im Michaelertrakt der Hofburg in Wien ansässige Reitinstitution, die ursprünglich der reiterlichen Ausbildung der kaiserlichen Familie diente. Sie ist einer der wichtigsten Orte zur Erhaltung der klassischen Reitkunst, wobei ausschließlich Lipizzaner ausgebildet werden. Die kaiserlich-königliche Stadtreitschule wurde vermutlich seit dem Anfang des 19. Jhdt. üblicherweise Spanische Hofreitschule genannt.
Mit 2010 gehört die Klassische Reitkunst und die Hohe Schule der Spanischen Hofreitschule zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO, wie es die Österreichische UNESCO-Kommission auf der Österreichliste Nationales Kulturgut deklariert. 2015 wurde die Spanische Hofreitschule in das internationale repräsentative Verzeichnis für das immaterielle Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen.[2][3] 2016 wurde auch das Wissen um die Lipizzanerzucht am Bundesgestüt Piber, das die Hofreitschule mit den Schulhengsten versorgt, eigenständig in die österreichische UNESCO-Liste aufgenommen.

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[Doku in HD] Das weiße Ballett – Die Spanische Hofreitschule [2017]

 

Die Lipizzaner

lipizzaner

Der Lipizzaner (Slowenisch: Lipicanec) ist eine alte Pferderasse. Dieser Name taucht 1786 zum ersten Mal auf. Der Karster, wie er früher genannt wurde, hat seinen Namen vom Gestüt Lipica, der ursprünglichen Zuchtstätte in der ehemaligen Habsburgermonarchie. Berühmtheit erlangte die Rasse vor allem durch ihren Einsatz an der Spanischen Hofreitschule in Wien.

Die meisten Lipizzaner (etwa 91 %) sind Schimmel, haben also als Fohlen eine dunkle Farbe und werden mit sechs bis zehn Jahren weiß. Es kommen aber auch vereinzelt andere Fellfarben vor. Heute gibt es neben Milch-Schimmeln nur noch gelegentlich Braune, Rappen, Füchse und Falben, ursprünglich gab es bei den Lipizzanern jedoch auch alle anderen Farben bis hin zu Perlinen, Mohrenköpfen, Platten- und Tigerschecken. Die Gemälde des Hoftiermalers Johann George von Hamilton zeugen von dieser Farbenvielfalt.
Der Typ des Lipizzaners hat sich gute 300 Jahre lang nicht wesentlich verändert. Er wirkt elegant, mittelgroß und kompakt; kurz gesagt athletisch. Härte und Ausdauer zeichnen ihn aus. Kopf, Hals (hoch aufgesetzt) und Schultern passen sehr gut aufeinander. Das Stockmaß liegt heute meist zwischen 155 und 165 cm. Der Lipizzaner trägt heute nur mehr vereinzelt einen markanten Ramskopf bzw. eine Ramsnase, was auf den alt-spanischen Einfluss zurückzuführen ist. Seine Hinterhand ist stark bemuskelt, die Fesselung schräg. Die Hufe sind bei gesunder Aufzucht überaus hart und sehr wohlgeformt. Mähne und Schweif sind ausgeprägt und feinhaarig, allerdings weniger üppig als bei Andalusiern. Der Rücken ist mittellang und kräftig. Die Bewegungen des Lipizzaners wirken graziös und sind durch einen federnden Gang ausgezeichnet. Er ist für einen guten Galopp geschaffen. Seine Knieaktion neigt dazu, hoch zu sein, was zu ausdrucksvollen Piaffen und Passagen führt.

Lipizzaner Show World Cup Budapest 2011 03.12.2011

 

Schloss Belvedere

Das wurde von  Johann Lucas von Hildebrandt (1668–1745) für Prinz Eugen von Savoyen (1663–1736) erbaut, seit 1850 im Bezirk Landstraße. Das Obere Belvedere und das Untere Belvedere, benannt aufgrund ihrer Lage auf einem südlich der damaligen Stadt ansteigenden Hang, bilden mit der verbindenden Gartenanlage ein barockes Ensemble. Die beiden Schlossbauten beherbergen heute die Sammlungen des Belvedere Österreichische Galerie Belvedere und Räumlichkeiten für Wechselausstellungen. Am 15. Mai 1955 wurde im Oberen Belvedere der Österreichische Staatsvertrag unterzeichnet.

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Wien HE Schloss Schönbrunn- Belvedere

 

Ausstellungen im Schloss Belvedere

 

Noch bis 4. März 2018 die Ausstellung Die Kraft des Alters im Unteren Belvedere besuchen.

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Anti-Aging ist in unserer Gesellschaft geläufiger als die Weisheit des Alters, so scheint es. Im Sinne des vorherrschenden Jugendlichkeitskults wird der Umgang mit Alter oft von der Kosmetikindustrie diktiert. Demgegenüber stehen zahlreiche historische und aktuelle Entwürfe von Künstler_innen, die eine andere Idee von Alter verfolgen. Sie sind nun erstmals in einer umfassenden musealen Schau im Belvedere zu sehen.

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In einer Höhle haben Forscher eine neue Spezies entdeckt, die die Geschichte der Menschheit umschreiben könnte

Es war 2015 ein Sensationsfund. In dem Höhlensystem Rising Star in Südafrika stießen Forscher auf mehr als 1.500 Fossilien von Überresten, die etwa 15 Vorfahren des Menschen zugeordnet werden konnten.
Das Sensationelle daran war, dass die Forscher davon ausgingen, dass die Überreste wohl zur Spezies des Homo naledi gehören, die aus den Primaten entstanden ist. Also mit anderen Worten: dass es sich um einen sehr sehr alten Fund handeln muss.
Nun, zwei Jahre später, haben die Forscher die Ergebnisse ihrer Untersuchungen im Journal „eLife“ veröffentlicht. Und die sind noch spektakulärer, als bisher gedacht.

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Die Germanen – wer waren sie?

Als Germanen wird eine Anzahl von ehemaligen Stämmen in Mitteleuropa und im südlichen Skandinavien bezeichnet, deren Identität in der Forschung traditionell über die Sprache bestimmt wird. Kennzeichen der germanischen Sprachen sind unter anderen bestimmte Lautwandel gegenüber der rekonstruierten indogermanischen Ursprache, die als germanische oder erste Lautverschiebung zusammengefasst werden. Das von den Germanen bewohnte Siedlungsgebiet wird entsprechend als Germanien bezeichnet.
Ab der Zeitenwende prägte der Kontakt mit den Römern die germanische Welt, wie auch die Entwicklung des Römischen Reiches sich zunehmend mit der germanischen Welt verband. In der Spätantike kam es im Verlauf der Völkerwanderung zu weitreichenden Zügen mehrerer germanischer Stämme (gentes), die teilweise größere Verbände bildeten (siehe Ethnogenese); schließlich und endlich zu deren Einfall in das Römische Reich. Einige dieser Gruppen gründeten Reiche nach antikem römischen Vorbild auf dem Boden des Westreiches, das 476/80 unterging. Elemente der germanischen Religion und des religiösen Brauchtums wurden unter anderem durch Akkommodation in das angenommene Christentum übertragen.
Dieser Artikel beschreibt die allgemeine Geschichte der germanischen Völker, beginnend vor der Zeitenwende, bis in die Spätantike bzw. das beginnende Frühmittelalter. In der Forschung wird auch die Geschichte Skandinaviens bis ins Mittelalter im germanischen Kontext gesehen. Die Geschichte einzelner Stämme, die germanische Mythologie und die germanischen Stammesrechte sind Thema weiterer Artikel.

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Terra X – Große Völker: Die Germanen

 

Die Germanen – Folge 02 – Die Varusschlacht

Sebastian Kneipp – Naturheilkundler

Sebastian Kneipp wurde am 17. Mai 1821 im bayerisch-schwäbischen Stephansried (heute Ortsteil von Ottobeuren) als Sohn des Webers Xaver Kneipp und dessen Frau Rosina geboren. Er hatte zwei Schwestern und zwei Halbschwestern. Die Familie war arm, sodass er schon als Elfjähriger beim Vater am Webstuhl oder als Viehhirte des Dorfes arbeiten musste. Von 1827 bis 1833 besuchte Kneipp die Dorfschule in Stephansried und von 1833 bis 1839 die Sonn- und Feiertagsschule in Ottobeuren. Nachdem sein Elternhaus abgebrannt und dadurch seine Ersparnisse in Höhe von 70 Gulden verloren gegangen waren, verließ er den Heimatort und fand eine Anstellung als Knecht in Grönenbach. Ein weitläufiger Verwandter, Kaplan Matthias Merkle, nahm sich seiner an, unterrichtete ihn in Latein und bereitete ihn so auf das Gymnasium vor. In Grönenbach lernte er auch den evangelisch-reformierten Ortspfarrer und Botaniker Christoph Ludwig Köberlin kennen, der ihn in die Pflanzenheilkunde einführte.
1844 wurde Kneipp in das Johann-Michael-Sailer-Gymnasium Dillingen aufgenommen. 1848 begann er am Dillinger Lyzeum (von 1923 bis 1971 Philosophisch-Theologische Hochschule Dillingen) ein Studium der Theologie.

Spätestens seit 1846 litt Kneipp an einer Lungenerkrankung, vermutlich Tuberkulose. 1848 entdeckte er zufällig das Buch „Unterricht von Krafft und Würkung des frischen Wassers in die Leiber der Menschen …“ von Johann Siegemund Hahn in einer Neubearbeitung von Eucharius Ferdinand Christian Oertel. Daraufhin badete Kneipp wöchentlich zwei- bis dreimal, vor allem 1849, einige Augenblicke in der eiskalten Donau bei Dillingen, nahm zu Hause Halbbäder, übergoss sich mit Wasser und wurde nach eigenen Angaben wieder gesund. In letztgenannter Stadt erinnern der Kneipp-Brunnen und Kneipp-Rundweg an den Priester sowie Praktiker der Wasserkur.
1850 erhielt Kneipp einen Freiplatz am Georgianum in München und setzte dort sein Theologiestudium fort. Tägliche Wasseranwendungen waren inzwischen zum festen Bestandteil seines Lebens geworden. Am Georgianum behandelte er zum ersten Mal heimlich Kommilitonen, die an Tuberkulose erkrankt waren. Er las Bücher über Wasseranwendungen, besuchte den Verein der Wasserfreunde und hörte dort von Vincenz Prießnitz aus Gräfenberg, der bereits seit 30 Jahren in Österreichisch-Schlesien mit Wasser behandelte.
Am 6. August 1852 spendete ihm Bischof Peter von Richarz im Augsburger Dom die Priesterweihe. Bis 1855 hatte er drei Stellen als Kaplan: in Markt Biberbach bei Augsburg, Boos und St. Georg in Augsburg.

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Kneipp-Wassertreten. So machst du es richtig! | Einfach anfangen

 

Der Wiener Kongress

Der Wiener Kongress, der vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 stattfand, ordnete nach der Niederlage Napoleon Bonapartes in den Koalitionskriegen Europa neu. Nachdem sich die politische Landkarte des Kontinentes als Nachwirkung der Französischen Revolution erheblich verändert hatte, legte der Kongress wiederum zahlreiche Grenzen neu fest und schuf neue Staaten.
Unter der Leitung des österreichischen Außenministers Fürst von Metternich berieten politisch bevollmächtigte Vertreter aus rund 200 europäischen Staaten, Herrschaften, Körperschaften und Städten, darunter alle bedeutenden Mächte Europas mit Ausnahme des Osmanischen Reiches. Die führende Rolle spielten Russland, das Vereinigte Königreich, Österreich und Preußen sowie das wiederhergestellte Königreich Frankreich und der Kirchenstaat. Die deutschen Fragen wurden angesichts ihrer Komplexität und ihres Umfangs getrennt von den übrigen europäischen Angelegenheiten beraten.

Nach dem Sturz Napoleons im Frühjahr 1814 beendete der Erste Pariser Frieden den Krieg zwischen den Mächten der Sechsten Koalition und der französischen Regierung der restaurierten Bourbonenmonarchie unter Ludwig XVIII. Nach Artikel 32 dieses Friedensvertrages sollte in Wien ein Kongress zusammentreten, um eine dauerhafte europäische Nachkriegsordnung zu beschließen. Dazu waren alle am Krieg beteiligten Staaten eingeladen.
Die siegreichen Könige und ihre führenden Minister trafen sich zunächst in London. Im Herbst 1814 begann in Wien der Kongress, zu dem sich Delegationen fast aller Staaten und Mächte Europas einfanden. Von September 1814 bis Juni 1815 wurde Wien und vor allem der Tagungsort, das Außenministerium (später auch die Staatskanzlei) im Palais am Ballhausplatz, der Amtssitz von Metternich, zum politischen Zentrum des Kontinents. Gastgeber war Kaiser Franz I. von Österreich.

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Der Wiener Kongress 1814 – 15

Maria Theresia von Paradis

Maria Theresia Paradis war eine der Töchter des Wiener Hofbeamten Joseph Anton Paradis und seiner Gattin Maria Rosalia, sie wurde am 15. Mai 1759 in Wien geboren. Maria Theresia Paradis, trotz ihrer bürgerlichen Herkunft oft von Paradis genannt, sie war eine österreichische Pianistin, Sängerin (Sopran), Komponistin und Musikpädagogin. Sie war seit ihrer frühen Kindheit blind. Im Wiener Musikleben war sie sehr prominent und mit vielen bedeutenden Vertretern der Wiener Klassik wie Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart bekannt. Auf einer Europatournee von 1783 bis 1786 spielte sie vor zahlreichen hochgestellten Persönlichkeiten, darunter dem französischen Königspaar Ludwig XVI. und Marie Antoinette sowie dem englischen König Georg III. und seiner Gemahlin Charlotte.

Neben den Zwillingsschwestern Josepha und Elisabeth hatte sie noch einige weitere Schwestern und Brüder. Ihr Großvater Claudius war Kammerdiener und dann „Gräflich Esterházy’scher Regent“, ihr Onkel Leopold war Tänzer, der 1753 nach Paris zog, wo er eine Tanzschule eröffnete. Als Maria Theresia Paradis ungefähr drei Jahre alt war, erblindete sie. Sie erhielt neben einer guten Allgemeinbildung Musikunterricht durch Wiener Musikgrößen wie Leopold Koželuh (Klavier), Vincenzo Righini, Abbé Georg Joseph Vogler (Gesang) und Antonio Salieri (Harmonielehre), der auch für längere Zeit zum Freundeskreis der Familie zählte.
Entgegen verbreiteten, auf Franz Gräffer zurückgehenden Behauptungen war „die Paradis“ kein Patenkind der Kaiserin Maria Theresia, erhielt jedoch finanzielle Unterstützung, eine sogenannte Gnadenpension, aus der persönlichen Börse der Kaiserin, die von Joseph II. später gestrichen wurde. Sie war seit 1775 als Pianistin in Wien sehr prominent und gab zahlreiche Konzerte.

In Wien wie auch auf ihrer großen Europatournee brachte sie neben vielen Werken ihres hauptsächlichen Lehrers Koželuh auch Klavierkonzerte von Joseph Haydn (nachweislich Konzert G-Dur Hob XVIII:4) und seltener von Wolfgang Amadeus Mozart zu Gehör. In einem Brief vom 16. Februar 1785 schreibt Leopold Mozart seiner Tochter Maria Anna von einem neuen Klavierkonzert, das sein Sohn „für die Paradis nach Paris gemacht“ habe. Dabei handelt es sich nach neueren Forschungen wohl um KV 456. Salieri widmete ihr sein 1773 entstandenes Orgelkonzert, das sie höchstwahrscheinlich ebenfalls öffentlich aufführte. Sie spielte nachweislich auf der Orgel der Augustinerkirche in Wien.
Nach einem Martyrium durch eine Vielzahl damals moderner Behandlungen, die ihre Blindheit kurieren sollten, galt sie den am Wiener Hof anerkannten Medizinern als unheilbar. Danach war sie einige Monate lang Patientin des zwar in Wien berühmten, aber von Kollegen angefeindeten Arztes Franz Anton Mesmer, wonach sich ihr Zustand zeitweise merklich besserte. Nachdem ihre Eltern sie im Juni 1777 Mesmers Behandlung entzogen hatten, fiel sie wieder in vollkommene Blindheit zurück. Inwiefern diese Blindheit entstand oder was diese auslöste, wird bislang nur vermutet.

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Maria Theresia Von Paradis / Jacqueline du Pré, 1962: Sicilenne (Recorded July 16, 1962

Forscher machen in China einen atemberaubenden Fund in Dinosaurier-Eiern

Vor mehr als 120 Millionen Jahren hätten euch am Ufer eines Sees, der heute zu China gehört, eine Horde lauter und junger Flugsaurier begrüßt.
Gerade haben die Dinosaurier noch im Sand gebrütet, als ein heftiger Sandsturm über die Brutstätte hinwegfegte und hunderte von Eiern für eine sehr lange Zeit begrub. Der Sand sorgte für so perfekte Konditionen, dass bis heute sogar der erste bekannte dreidimensionale Flugsaurier-Embryo erhalten blieb.
Bislang existierte nur eine Handvoll dieser Eier, drei Stück wurden in Argentinien gefunden, fünf Eier fand man in China. Doch dieser neue Fund stellt all die anderen in den Schatten, denn die Paläontologen haben in mühevoller Kleinarbeit mehr als 215 Eier freigelegt, die in der Zeit eingefroren waren. Die absolute Sensation daran ist jedoch, dass 16 dieser Eier noch die sich entwickelnden Embryos der Flugsaurier enthalten. Die Ergebnisse des Projekts präsentieren die Wissenschaftler nun im Fachjournal „Science Advances“.

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