Bemerkenswert

Bücher von Hilla M. Faseluka

Am 27. Oktober 2017 veranstaltet der Verein KIW – Kultur Integrieren in Wien sein Herbstfest der Autoren , mehr gibt’s auf der Einladung

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Der Philipphof

Der Hof war ein bekanntes, sehr repräsentatives Großwohnhaus am Wiener Albertina Platz (bis 1920 Albrechtsplatz, bis 1934 Revolutionsplatz) / Helmut-Zilk-Platz, traurige Berühmtheit erlangte er durch die Zerstörung kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs zerstört wurde und knapp 300 Menschen unter sich begrub.

An der Stelle des Philipphofes befand sich zuvor das riesige Bürgerspitalzinshaus. Mit insgesamt knapp 220 Wohnungen handelte es sich dabei um das größte Mietzinshaus seiner Zeit in Wien. 1857 entschied Kaiser Franz Joseph I., die Stadtmauer abzureißen, das Glacis zur Verbauung freigeben und die Wiener Ringstraße bauen zu lassen. Sie wurde 1865 eröffnet; in diesem Jahr war mit dem Bau der Prunkbauten entlang des Rings zum Teil jedoch noch nicht einmal begonnen worden. Die Wiener Staatsoper, später Nachbarin des Philipphofes, wurde 1869 eröffnet. Hinter der Oper wurde 1876 das Hotel Sacher in Betrieb genommen. In den Jahren von 1874 bis 1883 wurde das Bürgerspitalzinshaus zu Gunsten der Errichtung des Philipphofes und benachbarter Häuser (bis zur Kärntner Straße) abgerissen.

Im Jahr 1884  wurde der von Architekt Karl König geplante Ziererhof errichtet, der sehr bald in Philipphof umbenannt wurde. Er umfasste den dreieckigen, zur Oper bzw. zum Albrechtsplatz spitz zulaufenden Häuserblock Augustinerstraße–Führichgasse–Tegetthoffstraße. Karl König wirkte damals auch an mehreren Zinshäusern und Palais, dem Haus der Industrie am Schwarzenberg Platz und mehreren Synagogen in den Vorstädten mit.

Am 12. März 1945 kam es zum schwersten Luftangriff auf Wien, wobei von den US-amerikanischen Flugzeugen nahezu ausschließlich das historische Stadtzentrum bombardiert wurde. Dabei wurde das Areal um den Albertina Platz fast völlig zerstört. Der Philipphof und sein Luftschutzkeller stürzten in sich zusammen und begruben weit über 300 Menschen unter sich.

Fritz M. Rebhann berichtete dazu:
Jenen aber, die in den Keller gestiegen waren, wurde durch Explosionen, herabstürzende Mauern, die Glut des Brandes und schließlich durch kopflose oder unzureichende Rettungsaktionen ein grässliches Schicksal bereitet. Erst gegen Abend gelang es den Einsatzkräften, in einen Teil des Kellers vorzudringen. 27 Menschen, die im siedenden Löschwasser gekocht worden waren, wurden zunächst nach oben gebracht (…) Der Bergungserfolg war gering, allgemein breitete sich Erschöpfung und Gleichgültigkeit aus. Immer wieder flammten Glutnester hoch, die kargen Berichte der Feuerwehrzentrale sprechen von Nachlöscharbeiten bis Ende März. (…) Die folgenden Angriffe und das um sich greifende Chaos hemmten bald jeden weiteren Rettungsversuch, zumal es aussichtslos wurde, jemand noch lebend anzutreffen.“
Die genaue Opferzahl ist unbekannt, da nur 180 Leichen geborgen werden konnten. Auch die Nachbargebäude (Albertina, Staatsoper) wurden schwer getroffen und brannten aus. Nach Ende des Krieges wurden die Reste des Philipphofes am 25. Oktober 1947 gesprengt und der Schutt abgetragen.

Zum Gedenken an die Opfer, die bis heute unter dem Platz begraben liegen, wurde dieser nicht mehr bebaut. Eine schlichte Grünanlage markierte den einstigen Standort des Philipphofes, der nun zum Albertina Platz gerechnet wurde; die umliegenden Häuser behielten ihre alten Adressen. Das von der Wiener Stadtverwaltung bei Alfred Hrdlicka in Auftrag gegebene „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“ wurde unter heftigen Diskussionen über die von Bürgermeister Helmut Zilk vertretene Standortwahl 1988 an der Stelle über den unterirdischen Resten des Philipphofes errichtet. 2009 wurde der Platz rund um das Denkmal in Würdigung von Zilks Standfestigkeit trotz Medienkritik Helmut-Zilk-Platz benannt. Dieser nimmt nun den nördlichen Teil des 1947 erweiterten Albertina Platzes ein.
Zwei Gedenktafeln erinnerten speziell an den Philipphof und seine Opfer. Auf ihnen stand:
Lieber MitbürgerInnen!
Hier stand der Wiener Philipp-Hof bis zum 12. März 1945.
An diesem Tag starben durch Spreng- und Brandbomben in dem mit der Zerstörung von Städten in Polen und England ausgelösten allgemeinen und umfassenden Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung hunderte Menschen, die in den Luftschutzkellern dieses Gebäudes Zuflucht gesucht hatten.
Diesen Toten und allen zivilen Opfern der Luftangriffe im 2. Weltkrieg hüben und drüben wird ein ehrendes Gedenken bewahrt. Den kompetenten Regierungen der Welt als ersuchende Mahnung:
Bewahrt den Völkern den Frieden!
Die Gedenktafeln waren im September 2011 an Ort und Stelle nicht mehr auffindbar.

200px-Mahnmal_Albertinaplatz_Vienna_Oct._2006_002 Mahnmal gegen Krieg und Faschismus

 

Der Albertina Platz und Philipphof

Unsere Post

Wir brauchen sie sehr oft, deshalb ist sie auch nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Obwohl sie mit dem Internet Konkurrenz bekommen hat, denn wir versenden immer weniger handgeschriebene Briefe aber immer öfter Mails, das geht schneller.

Wir sollten aber wieder mehr Briefe schreiben, die dauern länger bis sie beim Empfänger sind, sie sind dafür aber persönlicher.

Das ist aber meine Meinung, jetzt kommen wir zur Geschichte der Post.

Bevor man Nachrichten austauschen konnte, bauchte man die Schrift und einen  transportablen Schriftträger. Schon in der Vorantike und der Antike gab es erste Ansätze eines geordneten Nachrichtenwesens, hauptsächlich zu staatspolitischen oder militärischen Zwecken.
Die moderne Postgeschichte beginnt in der Frühen Neuzeit mit der Einführung des Stafetten Systems mit Reiter- und Pferdewechsel zur schnelleren Nachrichtenübermittlung und der Öffnung für die Allgemeinheit.

Erste Ansätze eines geregelten Nachrichtenaustausches gab es im Alten Ägypten, in Babylonien und Mari (Mari-Briefe).

Die Alten Ägypter nutzen den Nil als Hauptverkehrsader, um schriftliche Nachrichten durch Schiffsreisende zu übermitteln. Die ägyptischen Könige pflegten den Kontakt mit weit entlegenen Provinzen zusätzlich mit zahlreichen Fuß boten. Diese mussten in der Lage sein, weite Strecken in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Ein geordnetes Postwesen im heutigen Sinn gab es im Alten Ägypten dagegen noch nicht.

Erst im Neuen Reich gab es offizielle Briefboten, sowohl Fuß boten, aber auch reitende Briefboten. Ebenso ist aus hethitischen, ugaritischen und ägyptischen Quellen, besonders den Amarna-Briefen ein reger Nachrichtenaustausch mit den benachbarten Großreichen und den Vasallenstaaten bekannt. Nach Dokumenten aus der Handwerkersiedlung von Deir el-Medina lag die innerägyptische Nachrichtenübermittlung in den Händen der Polizei.

Die oft in der postgeschichtlichen Literatur behauptete Einsetzung von Brieftauben zur Briefbeförderung ist dagegen historisch umstritten. Zwar wurden bei der Krönung eines Pharaos oder beim Minfest vier Tauben als Boten ausgesandt, was man aber noch nicht als geregelte Taubenpost bezeichnen konnte. Die eigentliche Taubenpost wurde wahrscheinlich erst in römischer oder frühislamischer Zeit in Ägypten eingeführt.

Zahlreiche Informationen über die Briefbeförderung im spätzeitlichen ptolemäischen Ägypten unter griechischen Herrschern liefert der Hibe-Papyrus, der um 255 v. Chr. anzusetzen ist. Dieses Dokument war eine Art Kontrollbuch eines Briefboten, in welchem jede Auslieferung von Briefsendungen vom Empfänger bestätigt wurde. Der Papyrus schildert Einzelheiten über die damalige Briefbeförderung, die Adressaten und die Empfänger. Der Papyrus beginnt mit folgenden Worten:

»Am 16. übergab N. N. dem Alexandros sechs Stück, und zwar: An den König Ptolemäus ein Briefpaket, an den Finanzminister Apollomios ein Briefpaket sowie zwei Briefe, die an das Briefpaket angebunden sind, an den Kreter Antiochus ein Briefpaket, an Mendoros ein Briefpaket, an Chelos ein Briefpaket vereinigt mit den anderen. Alexandros übergab die Sachen dem Nikodemus am 17. … «

Im 1. Jahrhundert v. Chr. schrieb Diodorus Siculus: „Sobald (der König) bei Tagesanbruch aufgestanden war, hatte er zuerst die von allen Seiten einlaufenden Briefe selbst in Empfang zu nehmen, damit er alles desto weislicher einrichten und behandeln konnte, nachdem er alles, was im Reiche geschehen war, vollkommen in Erfahrung gebracht hatte.

170px-Amarna_Akkadian_letter Amarna-Brief EA 161 (Vorderseite), Keilschriftbrief des Vasallen Aziru von Amurru an den ägyptischen Pharao Echnaton, um 1340 v. Chr.

Auch im frühen Persien gab es schon Vorläufer der Post.

Im Perserreich wurde von Kyros dem Großen (550–529 v. Chr.) ein eigenes System der Nachrichtenübermittlung eingerichtet, in dem hauptsächlich berittene Boten beschäftigt waren. So ließ Kyros eigene Relaisstationen in regelmäßigen Abständen auf den wichtigsten Verkehrsrouten einrichten. Sie waren ungefähr eine Pferdetagereise entfernt und dienten den Boten als Zwischenstationen.
Herodot (ca. 484−424 v. Chr.) berichtete in seinen Historien (VIII, 98) von den persischen Angareion, berittenen Boten, die zwischen festen Stationen, die gewöhnlich eine Tagesreise voneinander eingerichtet waren, die Briefe bei Wind und Wetter beförderten und die Nachricht dem nächsten Boten übergaben. Von dieser Einrichtung berichtet auch Xenophon. Diodor beschrieb eine ähnliche Einrichtung unter Antigonus im heutigen Palästina.
Daneben gab es nach Diodor auch persische Rufposten. Über eine Entfernung von bis zu 30 Tagesreisen waren in Abständen Bewohner mit kräftigen Stimmen postiert, die die Nachrichten von Ort zu Ort schrien. Das persische Nachrichtensystem mit Relaisstationen wurde bald von anderen Hochkulturen nachgeahmt.

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Die Geschichte der österreichischen Post

 

 

 

 

Schloss Laxenburg

Viele kennen das Schloss Laxenburg in Niederösterreich an der Grenze zu Wien, aber es müsste die Schlösser von Laxenburg heißen, denn im großen Schlosspark befinden sich das Alte Schloss, der Blaue Hof bzw. das neue Schloss sowie die Franzens Burg. Es ist ein beliebtes Ausflugsziel der Wiener.

Die Geschichte vom Schloss Laxenburg ist sehr interessant.

Bis zum Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie war Laxenburg ein wesentlicher Aufenthaltsort der Habsburger. Diese Tradition begann schon mit Kaiser Karl VI. So wurde von Maria Theresia auch eine lange, durchgehende Allee von Schönbrunn, nämlich auf der Trasse der heutigen Schönbrunner Allee, nach Laxenburg errichtet. Die heute nicht mehr existierende Laxenburger Bahn wurde ebenfalls eigens für den Kaiser zwischen der Südbahn in Mödling und Laxenburg errichtet.
Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth verbrachten 1854 ihre Flitterwochen in Laxenburg. Auch zwei ihrer vier Kinder – Gisela (1856–1932) und Kronprinz Rudolf (1858–1889) – wurden auf Schloss Laxenburg geboren. Der letzte Kaiser, Karl I., residierte 1917/1918 fast ständig in Laxenburg, weil er damit das von ihm persönlich geleitete Armeeoberkommando in Baden bei Wien ganz in der Nähe hatte und politische Kontakte pflegen konnte, ohne dauernd von Wienern beobachtet zu werden.
Um in der Nähe des Kaisers zu sein, bauten auch andere Adelige und hohe Beamte wie die Esterházy, Daun, Auersperg oder Chotek sich hier kleine Schlösser oder Villen, die aber durch laufende Erweiterungen der kaiserlichen Güter kaum noch vorhanden sind. Eines davon ist das Grüne Haus.
Bedeutung erlangte Laxenburg nochmals am Ende der Monarchie als gelegentliche Residenz Kaiser Karls I., der hier 1917 und 1918 u.a. Gesuche an ihn bearbeitete. Mit dem Ende der Monarchie ging die Verwaltung vom Habsburgisch-Lothringischen Familienfonds auf den Kriegsgeschädigten Fonds über. 1922 versuchte eine „Société Anonyme Chateau Laxenbourg“ das Gelände gewinnbringend zu vermarkten, was jedoch 1924 scheiterte. Laxenburg kam wieder an den Kriegsgeschädigtenfonds.
1938 wurde die Gemeinde Laxenburg samt Schloss an Groß-Wien als Teil des 24. Bezirks angeschlossen und der Blaue Hof und seine Nebengebäude dienten der deutschen Wehrmacht als Militärmagazin. Der Großteil der Möbel und Kunstgegenstände kamen in Wiener Museen. 1945 wurden das Schloss und weite Teile des Parks von der Sowjetarmee besetzt.
1955 war das Schloss in einem sehr schlechten Zustand. 1962 kam es zur Gründung der aus Vertretern Niederösterreichs und Wiens gebildeten „Schloss Laxenburg Betriebsgesellschaft mbH“ für Schloss und Park. Die landwirtschaftliche Gutsverwaltung blieb weiter in kommunaler Verwaltung der Stadt Wien.
Der Eintritt in den Park ist kostenpflichtig.

laxenburg1 Plan von Laxenburg

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SCHLOSSPARK LAXENBURG – NIEDERÖSTERREICH

 

 

Die lange Nacht des interkulturellen Dialogs am 23. September 2017

Am Samstag findet in Wien die “Lange Nacht des interkulturellen Dialogs” statt. Ziel sei es, “interkulturelle Begegnungen zu schaffen, um dadurch Vorurteile abzubauen”.

Die kulturelle Vielfalt Wiens lässt sich am kommenden Samstag (23. September) ab 16:00 Uhr in der “Langen Nacht des interkulturellen Dialogs” hautnah erleben. Im Rahmen der erstmalig veranstalteten Initiative bieten sieben zentrumsnahe Stationen und Workshops die Möglichkeit, in diverse Kulturen einzutauchen.

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Das Programm

 

Der Donaupark

Der Park ist eine rund 604.000 m² große Anlage im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt. Er liegt verkehrsgünstig zwischen der Wagramer Straße, der Siedlung Bruckhaufen, der Arbeiterstrandbadstraße und dem Hubertusdamm. Unmittelbar an den ursprünglich bis an die Wagramer Straße heranreichenden Donaupark schließen die UNO-City mit dem Vienna International Centre und dem Austria Center Vienna an, südlicher davon die Donau City und daran mit der Donauinsel zur Neuen Donau abschließend die Copa Cagrana. Im Norden findet der Donaupark mit den Strandbädern entlang der Alten Donau seine Begrenzung.

Zwischen 1871 und 1945 bestand auf dem Gebiet des heutigen Donaupark der Schießplatz Kagran für Schießübungen des Militärs. Während der NS-Zeit wurde er auch für zahlreiche Hinrichtungen benutzt. Er nahm einen großen Bereich des heutigen Donauparks ein. Im Norden, unweit des China-Restaurants, befindet sich eine Gedenktafel an die Ermordeten, welche am 5. November 1984 enthüllt wurde. Jedes Jahr findet um den 27. Oktober eine Gedenkveranstaltung statt.
Bis 1960 wurden weite Teile des Gebietes des heutigen Donauparks als Mülldeponie genutzt. Das Gelände bot sich nach Sanierung als Naherholungsgebiet an, da es in nur 4 km Luftlinie vom Stadtzentrum und nahe der Hauptverkehrsachse an der Reichsbrücke liegt. Die Stadt Wien beschloss in Verbindung mit einer Internationalen Gartenschau die Errichtung der Parkanlage. Mit der Gesamtplanung wurde der damalige Stadtgartendirektor Ing. Alfred Auer beauftragt.
Am 16. April 1964 wurde der Donaupark gemeinsam mit dem Donauturm anlässlich der Wiener Internationalen Gartenschau (WIG 64) eröffnet. Auch die Donauparkhalle wurde errichtet. Ein bis in die 1980er Jahre betriebener Sessellift und eine Schmalspurbahn dienten damals der Beförderung der Ausstellungsbesucher. Außerdem wurde eine Seebühne geschaffen und es gab ein eigenes Kino. Die Hochbauten, insbesondere das Seerestaurant (heutiges Korea Kulturhaus Wien) wurden von Kurt Schlauss geplant.
Das Areal wurde auch als WIG-Gelände und später alte WIG (im Unterschied zur WIG 74 im Kurpark Oberlaa) bezeichnet. Heute sind nur mehr vereinzelt Reste der aufwändigen Parkmöblierung der 1960er Jahre zu sehen.
1983 feierte Papst Johannes Paul II. anlässlich des Katholikentages auf einem nahe dem Donauturm gelegenen, rund 20 ha großen, später Papstwiese genannten Teil des Donauparks eine heilige Messe, an der rund 300.000 Gläubige teilnahmen. Zu diesem Zweck wurde das sogenannte Papstkreuz errichtet, das als Provisorium bestehen blieb und 2011 saniert wurde.
1993 wurde der von einem Altbestand an Silber-Pappeln gesäumte Irissee renaturiert. Im Zuge der Errichtung der Donau City wurde dabei auch die dringend notwendige neuerliche Sanierung der Bereiche der ehemaligen Mülldeponie vorgenommen.

Donaupark_See Irissee

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50 Jahre Donauparkbahn

 

Wien – Film

Die Wien-Film GmbH war eine große österreichische Filmproduktionsgesellschaft, die 1938 aus der Tobis-Sascha-Filmindustrie AG hervorging und bis 1985 bestand. Das Unternehmen befand sich bis 1945 im Besitz der der deutschen Reichsfilmkammer unterstehenden Cautio Treuhandgesellschaft und zeichnete für fast die gesamte Filmproduktion auf österreichischem („ostmärkischem“) Gebiet verantwortlich.

Mit dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahre 1938 fand die eigenständige Filmproduktion des Landes ein Ende. Die deutsch-österreichische Tobis-Sascha-Filmindustrie AG, die bereits 1937 unter Druck an die Cautio verkauft werden musste, wurde am 16. Dezember in die Wien-Film umgewandelt. Das ihr von offizieller Seite vorangestellte Motto „Wetteifernd mit den übrigen Künsten soll der Film gestalten, was Menschenherzen erfüllt und erbeben läßt, und sie durch Offenbarung des Ewigen in bessere Welten entrückt“ war von Joseph Goebbels unterschrieben worden. Der Propagandaauftrag war somit dokumentiert. Jüdische Mitarbeiter waren bereits ab 1935 nicht mehr zugelassen, da die deutsche Reichsfilmkammer mit einem Importverbot für österreichische Filme gedroht hatte, sollte man sich nicht an deutsche Bestimmungen halten.
In der Spielfilmproduktion der neuen Gesellschaft dominierten die österreichischen Themen, ihr Markenzeichen war der ausstattungsträchtige Wiener Film, der meist vergangene Zeiten porträtierte. Ab 1943/44 produzierte die Wien-Film auch Farbfilme, ein Privileg das bis dahin der UFA vorbehalten war. Daneben produzierte die Wien-Film auch Kulturfilme.
Neben der Spielfilm- und Kulturfilmproduktion konzentrierte sich die Wien-Film auch auf den Betrieb von Kinos. Österreichweit gehörten 14 Kinos in Wien, Berndorf, Linz, Steyr und Steyrermühl dazu. In Wien waren es die Kinos „Scala“, „Apollo“, „Busch“ und „UFA-Ton“, die für Uraufführungen genutzt wurden. Betrieben wurden die ehemals in Besitz der Wiener Kinobetriebsanstalt (Kiba) und UFA befindlichen Kinos unter der neu gegründeten „Ostmärkischen Filmtheater Betriebsgesellschaft m.b.H.“
Das von Berlin auferlegte Programm der Filmproduktion war, Filme zu drehen, die im Boden der „Ostmark“ wurzelten und ablenkend wirken sollten – nach dem Motto „Kraft durch Freude“.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Wien-Film als „deutsches Eigentum“ von den Alliierten beschlagnahmt. Nachdem Wien in vier Besatzungszonen aufgeteilt worden war, stand zudem fest, dass die Filmstudios in Sievering sowie die Zentrale in der Siebensterngasse der amerikanischen Verwaltung zugeordnet waren, während die Rosenhügel-Filmstudios im sowjetischen Sektor lagen. Die Sievering-Filmstudios sollten von den US-Amerikanern liquidiert werden. Die Vereinigten Staaten verfolgten zudem das Interesse, den Hollywood-Produktionen keine Konkurrenz zu machen.
Ende 1945 wurde der ehemalige Wien-Film-Produktionsleiter Karl Hartl zu dessen Geschäftsführer ernannt. Während die Sowjets nach den Bestimmungen des Potsdamer Abkommens sämtliche ehemals „deutsche“ Unternehmungen als Reparation übernahmen, verzichteten die westlichen Besatzungsmächte USA, Frankreich und Großbritannien auf diese Maßnahme. Dies bedeutete für die neu gegründete Wien Film, dass sie mit den Filmstudios in Sievering und Schönbrunn weiterarbeiten konnte, jedoch auf die Rosenhügel-Filmstudios verzichten musste. Diese wurden in die sowjetische USIA eingegliedert und als „Wien-Film am Rosenhügel“ weiterbetrieben. Am 21. August 1945 unterzeichneten die Wien-Film und das Staatsamt für Wiederaufbau einen Vertrag zu einem Dokumentarfilm über die Restaurierungsarbeiten in Wien.

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Bekannte Filme

Wiener Mädeln

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 Wiener Mädeln – Amerikanische vs. Österreichische Musik

 

UFA

Die UFA ist ein deutsches Filmunternehmen, der Hauptsitz ist im Potsdamer Stadtteil Babelsberg.

Gegründet wurde das Unternehmen 1917 als Universum Film, das Unternehmen ist eng mit der Geschichte des deutschen Films verbunden und zählt zu den ältesten Filmfirmen in Europa.

Eine Vorstufe zur Gründung der UFA war das von der Obersten Heeresleitung am 13. Januar 1917 eingerichtete Bild- und Filmamt (Bufa). Die Aufgabe dieser Behörde, die als Reaktion auf den empfundenen Vorsprung der Feinde auf dem Gebiet der filmischen Propaganda gegründet wurde, bestand darin, auch im eigenen Land den Film für die psychologische Kriegführung nutzbar zu machen.
Die Pläne des deutschen Generalstabs, insbesondere von Erich Ludendorff, gingen jedoch weit über die Einrichtung des Bufa hinaus. Ihm schwebte ein großer Filmkonzern vor, der – vom Staat gesteuert – den nationalen Interessen dienen sollte. Unter diesem Vorzeichen wurde die Universum-Film AG (UFA) am 18. Dezember 1917 in Berlin als Zusammenschluss privater Filmfirmen gegründet. Das Startkapital der Firma, an der neben der geheimen Beteiligung der Reichsregierung und des Kriegsministeriums auch die Deutsche Bank beteiligt war, betrug 25 Millionen Reichsmark. Aufsichtsratsvorsitzender wurde das Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, Emil Georg von Stauß.
Statt der Neugründung hatte der Generalstab zunächst auch eine Übernahme der erst 1916 gegründeten Deutschen Lichtbild-Gesellschaft e. V. (DLG) in Betracht gezogen, die jedoch zu stark unter dem Einfluss der Schwerindustrie und von Alfred Hugenberg stand.

Da Deutschland durch den Krieg von Filmimporten weitgehend abgeschnitten war, hatte der neue Konzern für die Eroberung des deutschen Marktes ideale Ausgangsbedingungen.
Zur Aufgabe der UFA war bei ihrer Gründung die Produktion von Filmen – Spielfilmen, Dokumentarfilmen, Kulturfilmen und Wochenschaubeiträgen – erklärt worden, die im Ausland Propaganda für Deutschland machen sollten. Nachdem es jedoch zu Spannungen zwischen den Gründungsmitgliedern kam, setzte sich bald die Deutsche Bank durch, die mit der Filmproduktion eher geschäftliche als militärische Interessen verband. Statt der Propagandafilme wurden nun aufwändige Unterhaltungsfilme wie Sumurun (Ernst Lubitsch, 1920) hergestellt.
1921 wurde die UFA, die inzwischen bereits den Löwenanteil der deutschen Kinofilme produzierte, privatisiert. Ab 1922 standen für die Filmproduktion große Ateliers in Neubabelsberg, heute Babelsberg, und Berlin-Tempelhof an der Oberlandstraße zur Verfügung, die 1926 durch den Bau der damals größten Atelierhalle Europas, die 1995 nach Marlene Dietrich benannt wurde, erweitert wurden. Nachdem 1923 u. a. die Decla-Bioscop AG übernommen wurde und Erich Pommer Chef aller Produktionsbetriebe wurde und zahlreiche Stars entdeckte und aufbaute – u. a. Emil Jannings, Pola Negri, Conrad Veidt und Lya de Putti –, erfuhr die UFA einen weiteren Aufschwung und wurde mit Filmen wie Dr. Mabuse (1922), Die Nibelungen (1924) und Faust (1926) zur direkten Konkurrenz für Hollywood.

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Filme der UFA

Metropolis (Film)

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Movie / Film Titanic Ufa Deutscher Klassiker 1943

 

Alfred Redl

Alfred Redl war ein österreichischer Nachrichtenoffizier, der in der Zeit der politischen Spannungen in Europa und des Balkankriegs militärische Geheimnisse der österreich-ungarischen Armee an Russland, Italien und Frankreich verriet. Während des größten Teils seiner Dienstzeit war er in leitender Stellung im Evidenzbüro, dem militärischen Nachrichtendienst, tätig und bekleidete zuletzt den Rang eines Obersts und Generalstabschef des VIII. Korps in Prag. Dank seines Zuganges zu fast allen geheimen Unterlagen der Armee konnte er zu einem der wichtigsten Spione des russischen Geheimdienstes werden. Zuletzt verriet er Staatsgeheimnisse auch an den italienischen und französischen Geheimdienst. Redl beging im Zuge seiner Enttarnung Suizid.

Redl wurde 1864 als Sohn von Franz und Mathilde Redl in Lemberg, der damaligen Hauptstadt des österreichischen Kronlandes Galizien und Lodomerien, geboren. Sein Vater hatte zunächst den Offiziersberuf ergriffen, musste jedoch die Armee mit 31 Jahren verlassen, weil er die für eine standesgemäße Hochzeit erforderliche Heiratskaution nicht aufbringen konnte. Es gelang ihm, eine adäquate Anstellung bei der k.k. Carl-Ludwig-Bahn in Lemberg zu bekommen. Dort stieg er bis zum Eisenbahn-Oberinspektor auf. Franz Redls sieben Kinder waren beruflich erfolgreich: Zwei seiner Söhne wurden Berufsoffiziere, einer Architekt, einer Jurist und einer Bahnbeamter wie sein Vater. Die beiden Töchter ergriffen den Lehrberuf. Die Tatsache, dass sich der Vater auch erfolgreich bemühte, die Kinder dreisprachig − polnisch, ruthenisch und deutsch − zu erziehen, sollte für die Karriere Alfred Redls entscheidende Bedeutung erlangen.
Alfred Redl trat nach dem Besuch der Unterrealschule im Alter von fünfzehn Jahren in die k.k. Kadettenschule Karthaus ein, die in einem Vorort von Brünn gelegen war. Redl war homosexuell, was damals bei öffentlichem Bekanntwerden zur Entlassung aus dem Staatsdienst, gesellschaftlicher Ächtung und einem Gerichtsverfahren geführt hätte. Redl verließ Karthaus 1883 als Kadett-Offiziersstellvertreter mit „sehr gutem Erfolg“ und wurde nach vierjähriger Truppenverwendung beim Infanterieregiment Nr. 9 in Lemberg „vom Offizierskorps der Beförderung zum Leutnant für würdig empfunden“. Mit einer überdurchschnittlich guten Beurteilung seiner Vorgesetzten versehen, bewarb er sich gemeinsam mit mehreren hundert anderen Bewerbern um Zulassung zur Ausbildung an der k.u.k. Kriegsschule, der Ausbildungsstätte für Offiziere des Generalstabsdienstes. Es spricht für Redls überdurchschnittliche Fähigkeiten, dass er 1892 als Absolvent einer gewöhnlichen Kadettenschule nicht nur das Auswahlverfahren positiv absolvierte, sondern 1894 auch zu jenen 25 Offizieren gehörte, die den Lehrgang positiv abschlossen. Bereits vor seiner Einberufung musste sich Redl wegen einer syphilitischen Erkrankung in Behandlung begeben, die vor der Entdeckung von Antibiotika häufig einen chronischen und nicht selten tödlichen Verlauf nahm. 1892 war die Krankheit laut einer Dienstbeschreibung angeblich völlig geheilt. Redls Obduktion nach seinem Suizid ergab allerdings, dass er nicht nur chronisch erkrankt war, sondern auch nicht mehr lange zu leben gehabt hätte.

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 Egon Erwín Kisch – Redl

Die Rohingya

Es passiert schon wieder! Menschen müssen flüchten, weil sie einen anderen Glauben haben! Dieses mal geschieht es in Myanmar, dort müssen die Rohingya, eine   sunnitische Ethnie in das Nachbarland Bangladesch flüchten.

Wer sind die Rohingya?

Sie leben hauptsächlich im nördlichen Teil des an Bangladesch grenzenden Rakhaing-Staates (ehemals Arakan). In Myanmar lebten bis zu den Auseinandersetzungen im Herbst 2017 etwa eine Million Rohingya.
Gemäß dem Staatsbürgerschaftsgesetz von 1982 gelten die Rohingya nicht als eine der 135 einheimischen Bevölkerungsgruppen und haben damit keinen Anspruch auf die myanmarische Staatsbürgerschaft. Aufgrund von Repressionen und Verfolgungen leben mindestens eine Million Rohingya als Flüchtlinge in Bangladesch und weiteren Ländern Asiens.

Rakhaingrohingya Lage des Rakhaing-Staates in Myanmar

Dem Historiker Jacques P. Leider zufolge ist der Name Rohingya historisch nur einmal belegt, in einer Quelle aus dem späten 18. Jahrhundert. Der Name scheint eine der Phonologie der von den Rohingy gesprochenen indoarischen Sprache angepasste Variante des birmanischen Namens der Provinz Rakhine zu sein.
Jacques P. Leider stellt fest, dass der Begriff erst in den 1960er Jahren vereinzelt für muslimische Gruppierungen verwendet wurde und noch in den 1990er Jahren in den Medien nicht als Begriff für eine Ethnie Verwendung fand, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Gruppen von Aufständischen war, die für die Errichtung eines unabhängigen muslimischen Staates an den Grenzen zu Bangladesch in der ehemaligen Arakanregion kämpften. Erst 1995 habe sich der Begriff international als Begriff für eine Volksgruppe verbreitet, weil er in englischsprachigen Berichten über die Menschenrechtssituation benutzt wurde. Nach 2012 fingen Rohingya-Aktivisten an, Muslime zu drängen, sich selbst als Rohingya zu bezeichnen.
Forscher sind sich weitgehend einig, dass der Begriff seit den 1950er Jahren von den in Myanmar lebenden Muslimen verwendet wird, um ihre Identität als legitime und eigenständige Volksgruppe zu bekräftigen. Myanmar hat 135 Volksgruppen und die Zugehörigkeit zu einer solchen Gruppe ist ein Garant für politischen Einfluss. Anders als in anderen Staaten reicht die Zugehörigkeit zu einer Religion in Myanmar dazu nicht aus. Die Vertreter der Muslime forderten ein eigenes Gebiet in der ehemaligen Arakanregion und wollten nicht unter einer buddhistischen Regierung in einem Arakanstaat leben. Die Buddhisten wollten auf der anderen Seite keinen Teil ihres Landes verlieren.
Staatliche Stellen in Myanmar lehnen die Bezeichnung Rohingya ab und sprechen stattdessen von Bengalis, um ihre Position zu verdeutlichen, dass es sich um (illegale) Einwanderer aus Bengalen (Bangladesch) handle. Vertriebene Muslime aus der Region, die sich in den 1970er Jahren in Saudi-Arabien oder Pakistan angesiedelt haben, werden dort als „birmanische Muslime“ bezeichnet.
Auch wenn Aktivisten der Rohingya-Bewegung den Begriff „muslimisch“ in der Geschichtsschreibung zunehmend durch „Rohingya“ zu ersetzen versuchten, sei das nach Leider für Historiker kein haltbares Vorgehen. Es sei anhand der Aufzeichnungen nicht möglich zu bestimmen, wer die Rohingya sind oder sein wollen. Es sei eine Identität, die sich 2016 noch im Aufbau befinde.

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Unterdrückte Rohingya in Myanmar | Weltspiegel

Das Kunstmuseum Albertina in Wien

Albert Casimir Herzog von Sachsen-Teschen, Schwiegersohn von Kaiserin Maria Theresia, gründete die Sammlung 1776 in Pressburg , wo er als Vertreter von Maria Theresia für das Königreich Ungarn residierte, deshalb der Name Albertina. 1792 konnte er einen Großteil der Sammlung aus den Österreichischen Niederlanden, wo er später als Vertreter des österreichischen Monarchen amtierte, nach Wien bringen. Die enzyklopädisch und universalistisch angelegte Sammlung umfasst rund eine Million Zeichnungen und druckgrafische Blätter von der Renaissance bis zur Gegenwart.

Die Sammlung zählt weltweit zu den bedeutendsten Kunstsammlungen. Über 50 Jahre nutzte er ein europaweit agierendes Netzwerk von Händlern sowie Auktionen von umfangreichen Privatsammlungen, um 14.000 Zeichnungen und 200.000 Druckgrafiken zu erwerben. Viele der Meisterzeichnungen – von Michelangelos Männerakten über Dürers »Feldhasen« bis zu Rubens’ Kinderportraits – zählen heute zu den berühmtesten Werken der Kunstgeschichte.
Wichtigste Impulse zur Anlage der Sammlung erhielt Herzog Albert von seiner kunstinteressierten und kunstsinnigen Gemahlin, Erzherzogin Maria Christine, die ihn durch ihr enormes Vermögen auch finanziell unterstützen konnte. In der herzoglichen Sammlung befinden sich Werke von Künstlern des frühen 15. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Von Beginn an gliederte Herzog Albert seine Sammlung systematisch nach kunsthistorischen Kriterien, nach Schulen und Kunst-Landschaften. Die Deutschen und Österreicher nehmen den ersten Platz ein, gefolgt von den Werken niederländischer, italienischer und französischer Künstler.
In den letzten beiden Jahrzehnten seines Lebens erwarb Albert zunehmend Werke zeitgenössischer Künstler (»Maîtres modernes«). Sie machen rund ein Drittel seiner Zeichnungssammlung aus. Alle Zeichnungen aus Alberts Besitz sind mit einem vom Herzog selbst entworfenen Prägestempel versehen: sein Monogramm »AS« für Albert von Sachsen. Eine Vorliebe Herzog Alberts waren neben Historien- und Genredarstellungen vor allem Landschaften. Der Sammler bevorzugte sorgfältig durchgezeichnete und farbig oder mit Lavierung bildmäßig ausgearbeitete Werke: Die Zeichnung interessierte ihn weniger als Dokument eines künstlerischen Schaffensprozesses, sondern als ein dem Gemälde äquivalentes Werk mit eigenen, nur der »lichten« Zeichnung innewohnenden, ästhetischen Qualitäten.
1816 bestimmte Herzog Albert seine Grafiksammlung zum unteilbaren und unveräußerbaren Fideikommiss, wodurch sie 1822 zunächst an seinen Universalerben und Adoptivsohn Erzherzog Karl fiel und nach diesem von den Erzherzögen Albrecht (Statue vor dem Palais) und Friedrich, beide wie Karl Feldherren der Monarchie, verwaltet wurde. Als habsburgischer Fideikommiss fielen Gebäude und Kunstsammlung nach dem Ende der Monarchie unter das Habsburgergesetz und gingen daher im April 1919 in österreichisches Staatseigentum über. Die Sammlung konnte bis heute komplett erhalten werden.
Die 25.000 Bände umfassende Bibliothek und das Mobiliar waren hingegen zuletzt Privateigentum von Erzherzog Friedrich, wurden von ihm 1919 abtransportiert und sind seither an diverse Käufer übergegangen. Die Albertina hat jedoch in den letzten Jahren einige Einrichtungsgegenstände, die zur originalgetreuen Ausstattung der habsburgischen Repräsentationsräume im Palais wesentlich waren, angekauft.

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Publikumsmagnet Albertina. Ein Tag in der Albertina

 

Aktuelle Ausstellung in der Albertina

Vom 8. September 2017  bis 3. Dezember 2017 können Sie rund 80 Werke von Pieter Bruegel dem Ältere genießen.

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Pieter Bruegel der Ältere