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Ein Buch entsteht

onkel

 

Mein verstreuter Onkel
entschuldigung, natürlich heißt es Mein zerstreuter Onkel
von
Hilla M. Faseluka
© 2016
Mein zerstreuter Onkel
Ich habe mich mit meinen Onkel Max im Kaffeehaus getroffen. Wir bestellten Kaffee. Dann begann er auch schon zu erzählen.
„Also, die Sonne scheint heute so stark, sie hat mich direkt geblendet, das Auge hat mir so in die Sonne geschienen! Ich hab fast nichts gesehen.“
Inzwischen wurde der Kaffee und Kuchen serviert, mein Onkel erzählte weiter.
„Ich hab vorgestern so stark Ohren Weh gehabt, ich muss zum Augenarzt!“
„Meine Nachbarin hat mir einen Kuchen geschenkt, selbstgemacht, geschmeckt hat er mir aber überhaupt nicht.“, erzählte er weiter.“Du weißt ja, einen geschenkten Maul schaut man nicht ins Gaul!“
Dabei nickte er. Nachdem wir fertig waren, verabschiedeten wir uns. Es war immer sehr amüsant.

Die Taube
Es war an einem Sonntag, ich lag noch im Bett. Da hört ich eine Taube, sie begann zu gurren:“ Rudolfo! Rudolfo!  Wo bist du! Wo bist du?“
Ich könnt es nicht glauben, ich verstand die Taube!
Am nächsten Morgen hört ich sie wieder. Ich stand auf und lockt sie mit Futter ans Fenster.
Die Taube, dankt es mir mit einem sanften Blick und begann zu erzählen und ich konnt sie verstehen!
Sie erzählt mir von Rudolfo dem treulosen, er war weiß wie ein Schimmel, er versprach ihr das blaue vom Himmel.
Doch plötzlich wie er erschien, war er auch wieder dahin und nun saß sie in dem Baume und träumt ihren Traum mit
Rudolfo! Rudolfo!

Meine Nichte
Ich möchte Ihnen meine Nichte Mira vorstellen.
Sie geht in die erste Klasse und kann auch schon ein bisschen lesen. Während wir spazieren gingen, zeigte sie mir, was sie schon konnte.
„Tante, schau einmal! Der Onkel Walter hat aber viele Autos!“, war sie überrascht und begeistert.
Als ich nicht sofort reagierte, wurde meine Nichte ungeduldig, sie zeigte mir ein Auto mit dem Kennzeichen W123450.
„Schau mal!“, sagte ich. „Das Auto gehört Tante Maria!“
Ich hatte ein Kennzeichen von Melk entdeckt.
„Aber Tante, dass ist doch das Kennzeichen von München!“, sagte sie.
Eine Erklärung hätte nichts genützt, also lies ich ihr ihre Meinung und wir setzten unseren Spaziergang vergnügt fort.
Mein Onkel, der Computer und die Gegensprechanlage
Neulich war ich wieder bei meinem verwirrten Onkel, er hatte eine Neuigkeit. Eine Gegensprechanlage!
„Hab ich dir schon von meinem Abenteuer mit dieser Anlage erzählt?“, fragte er, während wir unseren Kaffee tranken.
Ich schüttelte den Kopf und sah ihn neugierig an.
„Also, ich hab ja jetzt dieses Ding.“, begann er, endlich. „Die hatten mir alles erklärt, ich hab auch alles verstanden. Sie gingen weg und nach einiger Zeit probierten sie die Anlage aus. Ich saß vor dem Computer, als es läutete. Nanu, dachte ich, warum läutet der Computer? Nach kurzer Zeit kam ich drauf, es war diese Gegensprechanlage! Ich sprang auf, aber derjenige der zu mir wollte war schon wieder weg!
„Was würde wohl passieren, wenn es läutet und er macht einen Schluck Kaffee …

Das sind nur ein paar Geschichten aus meinem neuen Buch Mein verstreuter Onkel 

In diesem Buch gibt es Geschichten von 100 Wörter.

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Attentat von Sarajevo – erster Weltkrieg

Er begann am 28. Juli 1914 mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien, der das Attentat von Sarajevo vom 28. Juni 1914 und die dadurch ausgelöste Julikrise vorausgegangen waren. Er endete am 11. November 1918 mit dem Sieg der aus der Triple-Entente hervorgegangenen Kriegskoalition. Wichtige Kriegsbeteiligte waren Deutschland, Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich und Bulgarien einerseits sowie Frankreich, Großbritannien und das Britische Weltreich, Russland, Serbien, Belgien, Italien, Rumänien, Japan und die USA andererseits. Etwa 17 Millionen Menschen verloren dadurch ihr Leben.

Beim Attentat von Sarajevo wurde der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand von Mitgliedern der revolutionären Untergrundorganisation Mlada Bosna ermordet, die in Verbindung mit offiziellen Stellen Serbiens stand oder gebracht wurde. Hauptmotiv war die angestrebte „Befreiung“ Bosnien-Herzegowinas von der österreich-ungarischen Herrschaft mit dem Ziel einer Einigung der Südslawen unter Führung Serbiens.

Der Erste Weltkrieg war Nährboden für den Faschismus in Italien, den Nationalsozialismus in Deutschland und wurde so zum Vorläufer des Zweiten Weltkriegs. Wegen der Verwerfungen, die der Erste Weltkrieg in allen Lebensbereichen auslöste, und seiner bis in die jüngste Vergangenheit nachwirkenden Folgen gilt er als die „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“. Er markiert das Ende des Zeitalters des (Hoch-)Imperialismus. Die Frage der Schuld am Ausbruch dieses Krieges wird bis heute kontrovers diskutiert, die entsprechende Fischer-Kontroverse ist inzwischen ihrerseits ein Teil der deutschen Geschichte. Auf kulturellem Gebiet bedeutete der Erste Weltkrieg ebenfalls eine Zäsur. Das vieltausendfache Fronterlebnis in den Schützengräben, das Massensterben und die durch Not bedingten Umwälzungen des Lebensalltags veränderten die Maßstäbe und Perspektiven in den Gesellschaften der beteiligten Staaten.

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[Doku] Der Erste Weltkrieg (2/2) 1918 – Ende und Anfang [HD]

Österreich 1918 – 2018

Das Jahr 2018 ist ein Gedenkjahr für viele entscheidende Ereignisse die Österreich geprägt haben.
Am 11. November 1918 endete der erste Weltkrieg, aber schon am 12. November 1918 wurde die erste Republik von der Parlamentsrampe ausgerufen. Zur Staatsbildung waren mehrere wichtige Schritte der Staatsbildung nötig. Kaiser Karls Völkermanifest vom 16. Oktober 1918, das einen Umbau der Monarchie in einen Bundesstaat ankündigte, kam zu spät, um die Habsburgermonarchie noch zu retten. Es sanktionierte den Zerfall und leitete die Bildung von Nationalräten der einzelnen Nationalitäten ein, der Südslawen, Polen und Tschechen.
Am 21. Oktober 1918 konstituierten sich auch die deutschsprachigen Reichsratsabgeordneten im Sitzungssaal des Niederösterreichischen Landhauses als „provisorische Nationalversammlung des selbständigen deutschösterreichischen Staates”. Zusammengesetzt war diese aus 111 deutschnationalen, 70 christlich Sozialen und 39 sozialdemokratischen Abgeordneten des alten Reichsrates. Der eigentliche Akt der Staatsgründung Österreichs, dessen Grenzen vorerst nicht feststanden, erfolgte am 30. Oktober: ein Staatsrat wurde eingerichtet, ein provisorisches Grundgesetz beschlossen und ein beanspruchtes Staatsgebiet definiert. Am 31. Oktober wurden die Staatsfarben rot-weiß-rot und ein vorläufiges Staatswappen (ein mit Hämmern versehener Stadtturm im Roggenkranz) festgelegt.

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Die 1. Republik

Spiel mir das Lied vom Tod

Das ist einer meiner Lieblingsfilme, leider wird er zu selten im Fernsehen gesendet.

Spiel mir das Lied vom Tod (Originaltitel: C’era una volta il West; englischer Titel: Once Upon a Time in the West) ist ein von Sergio Leone inszenierter Italowestern aus dem Jahr 1968. Die italienisch-US-amerikanische Koproduktion zählt zu den erfolgreichsten Filmen dieses Genres.
Rund um den Bau einer Eisenbahnlinie entfaltet sich eine epische Geschichte aus Rache, Gier und Mord, in deren Zentrum vier Personen stehen. Im literarischen Sinne handelt es sich um eine Schachtelgeschichte, deren Auflösung in einer Analepse, zum Ende des Filmes, in einem szenischen Rückblick erfolgt (Erzähltheorie).
Der Film gilt als der erste Teil von Leones „Es war einmal …“-Trilogie. Die anderen Teile sind Todesmelodie (1971) und Es war einmal in Amerika (1984). Die einzelnen Teile der Trilogie weisen keine inhaltlichen Bezüge zueinander auf.

Die Handlung

Am einsamen und heruntergekommenen Bahnhof Cattle Corner, inmitten der amerikanischen Prärie, erwarten drei zwielichtige Gestalten in langen Staubmänteln die Ankunft eines Zuges. Nach der Einfahrt des Zuges scheint aber niemand auszusteigen. Als der Zug sich wieder in Bewegung setzt, wenden sich die Männer resigniert ab und gehen zurück zu ihren Pferden. Tatsächlich war aber – zunächst unbemerkt – auf der abgewandten Gleisseite doch noch ein Mann ausgestiegen, der eine Melodie auf einer Mundharmonika zu spielen beginnt. Die drei Männer bleiben stehen und drehen sich zu ihm um. In einem kurzen Dialog erfährt der Zuseher, dass der namenlose Reisende eigentlich mit Frank, dem Anführer der drei Männer, auf dem Bahnhof verabredet war. Im folgenden Feuergefecht tötet der Namenlose die drei Männer, wird jedoch ebenfalls von einer Kugel getroffen und sinkt zu Boden.
Der reiche, aber infolge einer fortgeschrittenen Knochentuberkulose körperlich schwerbehinderte Eisenbahnunternehmer Morton will eine Eisenbahnstrecke zum Pazifik bauen. Der verwitwete Farmer Brett McBain hat dies erkannt und sich ein Stück Land gekauft, über das die Eisenbahnlinie zwingend führen muss. Die Eisenbahn ist auf dieses Land angewiesen, denn nur dort gibt es das für Dampflokomotiven benötigte Wasser. Dies will sich McBain zunutze machen, indem er auf seinem Grundstück einen Bahnhof errichten möchte, und hofft, durch die Einnahmen des Bahnhofs sich und seiner Familie ein gutes Leben zu ermöglichen. Jedoch besagt eine Klausel im Vertrag: Falls McBain es nicht schaffen sollte, einen eigenen Bahnhof an der geplanten Strecke zu erbauen, bevor die Bahnarbeiter sein Land erreichen, wird Morton dessen kompletter Besitz zugesprochen. Während der Vorbereitung für den Empfang von Brett McBains frisch vermählter Frau Jill erscheint Frank mit seiner Bande und erschießt McBain und dessen drei Kinder. Morton hatte Frank angeheuert, um die Belange der Eisenbahngesellschaft durchzusetzen. Beim Mord an der Familie McBain handelte Frank, der gegen seinen todkranken Boss Morton zunehmend an Macht gewinnt, jedoch eigenmächtig.

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Münchner Rundfunkorchester – Filmmusik Spiel mir das Lied vom Tod 2011

 

Ennio Morricone

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Er komponierte für mehr als 500 Filmen bekannte Melodien unter anderem auch zu Spiel mir das Lied vom Tod. 

Geboren wurde er am 10. November 1928 in Trastevere, Rom. Er Morricone studierte im Konservatorium von Santa Cecilia Trompete und Chormusik und erhielt 1946 sein Konzertdiplom als Trompeter. Ein Jahr später folgte ein erstes Engagement als Theaterkomponist. 1953 begann er mit der Gestaltung des Abendprogramms eines italienischen Rundfunksenders. Für seine Ausbildung als Komponist am Konservatorium, die er 1954 mit einem Diplom abschloss, zeichnete Goffredo Petrassi verantwortlich. 1956 heiratete er Maria Travia. Er etablierte sich ab Mitte der 50er Jahre mit Kammermusik- und Orchesterwerken in der musikalischen Avantgarde seines Landes. 1958 besuchte Morricone die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik in Darmstadt. Im selben Jahr unterschrieb Morricone einen Arbeitsvertrag als Musikassistent bei der staatlichen Rundfunkanstalt Radiotelevisione Italiana, wo er als Arrangeur tätig war. Auch für zahlreiche Schallplattenaufnahmen im Genre Pop (beispielsweise für Gino Paoli) schrieb er Arrangements und leitete Band und Orchester.

Malena – Ennio Morricone

 

Novemberpogrome – 1938

In der Nacht vom  9. auf den 10. November 1938,  vor 80 Jahren, fanden die Novemberpogrome statt. Sie waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden im gesamten Deutschen Reich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November 1938 etwa 400 Menschen ermordet oder in den Suizid getrieben. Über 1.400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, von denen Hunderte ermordet wurden oder an den Haft Folgen starben.
Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete.

Die Novemberpogrome 1938 steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im ganzen Deutschen Reich. Entgegen der NS-Propaganda waren sie keine Reaktion des „spontanen Volkszorns“ auf die Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden. Sie sollten vielmehr die seit Frühjahr 1938 begonnene gesetzliche „Arisierung“, also die Zwangsenteignung jüdischen Besitzes und jüdischer Unternehmen planmäßig beschleunigen, mit der auch die deutsche Aufrüstung finanziert werden sollte. Der Zeitpunkt der Pogrome hing eng mit Hitlers Kriegskurs zusammen.

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Als die Synagogen brannten – Die Novemberpogrome 1938 (Doku)

 

Die Arisierung

Arisierung oder „Entjudung“ nannten die Nationalsozialisten die Verdrängung von Juden und „jüdischen Mischlingen“ aus Handel, Gewerbe, Wohnungen, Häusern und Wissenschaft im Sinne der Nürnberger Gesetze. Sie fand von 1933 bis 1945 im Deutschen Reich sowie angeschlossenen und besetzten Ländern statt und wird heute in der Regel als „Raub“ eingeordnet. Meist wurde sie zwar in Form als formell ordnungsgemäßer „Verkauf“ inszeniert, dieser geschah jedoch unter erheblichen faktischen und/oder behördlichen Zwängen, sodass der Verkäufer nur selten einen angemessenen Preis erzielen konnte. Dadurch kam es zu erheblichen Arisierungs-„Gewinnen“ zugunsten einzelner Personen.
Von den oft unter Zwang erfolgten Verkäufen zu unterscheiden ist die Konfiszierung jüdischen Eigentums zugunsten des Staates, die teilweise parallel erfolgte und die freiwilligen Notverkäufe der Betroffen, um den Zwangsmaßnahmen zuvorzukommen; oft auch in Zusammenhang mit der Vorbereitung und Finanzierung einer Emigration.
Arisierung und Konfiszierung waren Teil der Judenverfolgung im Deutschen Reich. Ein Teil der im Deutschen Reich als Juden Verfolgten emigrierte ins Ausland; bei einem anderen Teil misslang die Flucht auf Grund bürokratischer Hürden (z. B. steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung) des NS-Regimes oder aufgrund von Problemen bei der Ausstellung von Einreise-Visa. Ein weiterer Teil entschied sich gegen eine Flucht oder hatte nicht die finanziellen Mittel dazu. Die meisten Nicht-Emigrierten wurden nach Kriegsbeginn in ein Vernichtungslager im Osten deportiert und dort ermordet.
Außerdem wurde und wird der Begriff auch verwendet, um die Vertreibung oder Vernichtung jüdischer Kulturschaffender und Wissenschaftler zu benennen. Attraktive bzw. begehrte Positionen (z. B. Stellen als Professoren an Universitäten oder Dirigenten) wurden mit Nichtjuden besetzt, nachdem der vorherige jüdische Stelleninhaber die Position nicht mehr innehatte (Kündigung, vorzeitige Versetzung in den Ruhestand oder anderes).
Für Arisierung und Konfiszierung wurden entsprechende Gesetze und Verordnungen erlassen.

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Arisierung auf österreichisch

Auch in Österreich wurde Arisiert.

Nach dem 12. März 1938 wurden Juden durch die Stadtbevölkerung in beispielloser Weise entrechtet, erniedrigt, vernichtet, beraubt. Nicht nur Private profitierten davon, sondern auch die öffentliche Hand. Nach 1945 jedoch herrschte in der öffentlichen Meinung die Einstellung vor, Österreich wäre als „erstes Opfer Hitler-Deutschlands“ zu betrachten. Anders als in der Bundesrepublik, wo für konkrete Schäden detaillierte „Wiedergutmachungszahlungen“ in beträchtlicher Höhe geleistet wurden, geschah dies in Österreich nicht. Stattdessen beherrscht bis zum heutigen Tag eine Frage die Debatte um Enteignung und Restitution: Wer ist eigentlich ein „richtiges“ Opfer, wem steht diese Bezeichnung zu? Die Auseinandersetzung mit Österreichs NS-Vergangenheit ist immer noch lückenhaft. Allzu oft wird nicht nur die Existenz der Täter geleugnet, sondern auch die ihrer Opfer. Den solchermaßen totgeschwiegenen Betroffenen fällt die Verständigung mit den Wienern nicht leicht. Jedes Restitutionsbemühen aber steht damit vor einem unüberwindbaren Hindernis, denn: Kein „Opfer“ ohne „Täter“.

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Die Roma

Während dem NS – Regime wurden auch politisch anders Denkende, Homosexuelle und Roma verhaftet und in die KZ geschickt.

Als die  „Nürnberger Rassengesetzen“ 1935 in Kraft treten werden die Roma als „rassisch minderwertig“ bezeichnet und verlieren auch alle staatsbürgerlichen Rechte, wie z.B. das Wahlrecht. 1936, also noch vor dem „Anschluss“ Österreichs ans Deutsche Reich, wird in Wien die „Zentralstelle zur Bekämpfung des Zigeunerunwesens“ eingerichtet. Der „Zigeunerforscher“ Robert Ritter versucht, die Erblichkeit kriminellen und „asozialen“ Verhaltens, das den Roma unterstellt wird, wissenschaftlich nachzuweisen. Tobias Portschy, vor dem „Anschluss“ illegaler NS-Gauleiter des Burgenlands und späterer stellvertretender Gauleiter der Steiermark, veröffentlicht 1938 seine „Denkschrift zur Zigeunerfrage“3 , in der er Roma als „Totengräber des nordischen Blutes“ und „orientalische Pestträger“ bezeichnet (Portschy 1938: 1, 4).

Den Roma im Burgenland wird daraufhin der Schulbesuch verboten, das Wahlrecht entzogen und sie werden zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Das Vorgehen gegen die Roma im Burgenland wirkt beispielgebend für den weiteren Umgang mit Roma im Deutschen Reich. Ebenfalls im Jahr 1938 kündigt Heinrich Himmler „die Regelung der Zigeunerfrage aus dem Wesen der Rasse“ heraus an. Noch im selben Jahr finden die ersten Deportationen von Roma in Konzentrationslager statt. Laut dem „Festsetzungserlass“ von Himmler und Heydrich ist es Roma nunmehr verboten, ihre Wohnorte zu verlassen, anderenfalls erfolgt die sofortige Einweisung in ein KZ.

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Frauenhäuser Wien

Das erste Wiener Frauenhaus wurde von einer Gruppe junger Sozialarbeiterinnen und ihrer Vortragenden an der Sozialakademie, Irmtraut Leirer-Karlsson, initiiert, eröffnet wurde es am 1. November 1978. Als Vorbild diente das Berliner Frauenhaus. Unterstützt wurde das Projekt von Politikerinnen wie der damaligen Gemeinderätin Johanna Dohnal. Auch der Vorstand des zu diesem Zweck neu gegründeten Trägervereins Soziale Hilfen für gefährdete Frauen und ihre Kinder war von Anfang an honorig besetzt: Christian Broda (Vorsitzender), Anne Kohn-Feuermann, Irmtraut Karlsson, Heinz Steinert und Johanna Dohnal gehörten ihm an. Alois Stacher sagte als Stadtrat für Gesundheit und Soziales seine Unterstützung zu.

Die Gruppe der Sozialarbeiterinnen kritisierte anfangs die Zusammensetzung des Vorstands und dass man sie selbst davon ausschloss. Sie befürchteten eine Einschränkung ihrer inhaltlichen Arbeit im Frauenhaus und nahmen daher Kontakt mit autonomen Frauengruppen auf. Diese kritisierten zwar die Zusammenarbeit der Sozialarbeiterinnen mit den SPÖ-Frauen, waren andererseits aber nicht bereit, konkret mitzuarbeiten und alternative Finanzierungsmöglichkeiten oder eine geeignete Unterkunft zu suchen. Die Parteifrauen mussten innerhalb der SPÖ Widerstände überwinden, insbesondere die auch vom damaligen Wiener Bürgermeister Leopold Gratz mitgetragene Meinung, in Wien würden keine Frauen geschlagen. Stammtischwitze wie „Die Dohnal möcht’ ein Freudenhaus eröffnen!“ zogen in den Gemeinderat ein. Auch die Namensgebung des Vereins spiegelte das politische und gesellschaftliche Klima wider: Die Bezeichnung Frauenhaus sollte darin nicht vorkommen, um keine Assoziationen mit einem Freudenhaus zu wecken.

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Frauenhäuser Österreich

Frauenhäuser Kontakt

 

Egon Schiele

Sein Todestag jährt sich heuer am 31. Oktober zum hundertsten Mal.

Er wurde am 12. Juni 1890 in Tulln an der Donau, Niederösterreich als drittes Kind des Tullner Bahnhofsvorstands Adolf Eugen Schiele und dessen Gattin Marie (geborene Soukup, aus dem südböhmischen Krumau). Elvira, die älteste seiner drei Schwestern (Elvira, Melanie und Gertrude), starb bereits im Alter von zehn Jahren; die jüngste Schwester Gertrude heiratete später den Künstler und Freund Schieles Anton Peschka. Sie stand ihm in seiner Frühzeit Modell. Egon Schieles Vater verstarb am Neujahrstag 1905 an Syphilis. Daraufhin wurde Egons Taufpate Leopold Czihaczek (1842–1929) sein Vormund. Dieses Ereignis war prägend für Schieles Kunst.
Schiele besuchte die Volksschule in Tulln, anschließend das Realgymnasium in Krems und später das Gymnasium Klosterneuburg wenige Kilometer nördlich von Wien. Der Kunstlehrer Ludwig Karl Strauch und der Klosterneuburger Künstler Max Kahrer entdeckten bereits dort seine außergewöhnliche Begabung und unterstützen ihn bei seiner Bewerbung für die Wiener Akademie der bildenden Künste, in die er 1906, im Alter von 16 Jahren, aufgenommen wurde. Dort lernte Schiele in der Malklasse bei Professor Christian Griepenkerl. Anfangs begeistert, doch dann des starren Akademiealltags müde, verließ Schiele bereits nach zwei Jahren die Akademie und gründete mit einigen Kommilitonen die Wiener Neukunstgruppe.

1907 suchte Schiele den ersten persönlichen Kontakt zu Gustav Klimt. Auch bezog er in Wien sein erstes eigenes Atelier in der Kurzbauergasse 6 in der Leopoldstadt, am Rande des Wiener Praters. 1908 beteiligte sich Schiele zum ersten Mal an einer öffentlichen Ausstellung, und zwar im Kaisersaal des Stifts Klosterneuburg.
Erste Erfolge feierte Schiele 1909 mit der Ausstellung seiner Werke, die alle sehr an Gustav Klimts Stil erinnern, im Rahmen der Neukunstgruppe in der „Großen Internationalen Kunstschau“ in Wien. Neben Künstlern wie Gustav Klimt und Oskar Kokoschka konnte Schiele sich hier beim Kunstkritiker Arthur Roessler einen Namen machen, der in der Folgezeit durch seine exzellenten Kontakte für Schieles Fortkommen eine entscheidende Rolle spielte. Durch Roesslers Vermittlung lernte Schiele die Kunstsammler Carl Reininghaus und Oskar Reichel kennen, die seinen Einstand in der Wiener Kunstszene finanziell absicherten und ihn mit zahlreichen Auftrags Arbeiten versorgten. Durch die kurze Freundschaft mit Max Oppenheimer entfernte sich Schiele vom dekorativen Jugendstil und wandte sich dem Expressionismus zu.
Vom Rummel in der Hauptstadt übersättigt, zog Schiele 1911 aus Wien weg. Gemeinsam mit Wally Neuzil (Wally = Walburga), seinem wohl bekanntesten Modell, übersiedelte er nach Krumau (tschechisch Český Krumlov), dem Geburtsort seiner Mutter. Dort begann für Schiele eine künstlerisch überaus produktive Periode. Die Altstadt Krumaus wurde zu dieser Zeit zu seinem beliebtesten Motiv. Doch die Bevölkerung bezeichnete Schieles Lebensstil als anstößig; Auslöser waren wohl die wilde Ehe mit Wally Neuzil und die Besuche von Kindern in Schieles Atelier.

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Egon Schiele | Eröffnung

 

Koloman Moser

Am 18. Oktober 1918 starb der Grafiker, Maler und Kunsthandwerker.

Geboren wurde er am 30. März 1868 in Wien als Sohn des Verwalters am Wiener Theresianum, Josef Moser, und dessen Gattin Theresia, geborene Hirsch. Er wurde in der Paulanerkirche in Wien-Wieden getauft und besuchte nach der Grundschule die Handelsschule. Moser bestand ohne Wissen seiner Eltern 1885 die Aufnahmeprüfung an der Akademie der bildenden Künste Wien, wo er 1886 bis 1889 bei Franz Rumpler, 1889 bis 1890 bei Christian Griepenkerl und 1890 bis 1893 bei Josef Mathias Trenkwald (1824–1897) studierte. Nach dem Tod des Vaters 1888 nahm Moser zur Finanzierung seines Studiums zahlreiche Illustrationsaufträge bei Kunstzeitschriften, wie der Wiener Mode oder den Meggendorfer-Blättern an. Auf Empfehlung seines Lehrers Trenkwald wurde Moser 1892–1893 Zeichenlehrer der Kinder von Erzherzog Karl Ludwig auf Schloss Wartholz in Reichenau an der Rax. Bereits aus dieser Zeit datiert Mosers Freundschaft mit dem zehn Jahre jüngeren Carl Otto Czeschka, an den er die Zeichenlehrerstelle auf Schloss Wartholz weitervermittelte.
1892 bis 1897 war Moser Mitglied im Siebener-Club, aus dem später die Wiener Secession entstehen sollte. 1893 bis 1895 studierte Moser an der Kunstgewerbeschule bei Franz Matsch, wo er ab 1899 auch selbst unterrichtete. 1896 wurde er im Wiener Künstlerhaus aufgenommen, trat aber bereits nach einem halben Jahr wieder aus. 1897 war Moser Mitbegründer der Wiener Secession, für deren Zeitschrift Ver Sacrum er ca. 140 Illustrationen beisteuerte und deren Ausstellungen maßgeblich von ihm gestaltet wurden. Im Herbst desselben Jahres unternahm Moser eine Reise über München, Nürnberg und Bamberg nach Leipzig, Dresden und Prag.
Kolo Moser war in jenen Jahren hauptsächlich kunstgewerblich tätig. Er wurde von dem in der Wiener Secession ausstellenden schottischen Künstlerpaar Charles Rennie Mackintosh und Margaret MacDonald Mackintosh und der englischen Arts & Crafts-Bewegung beeinflusst. 1899 reiste Moser wiederum nach Prag, Dresden und auch Berlin. 1900 fuhr er über München und Straßburg zur Pariser Weltausstellung. 1901 besuchte er die böhmischen Glasfabriken in Klostermühle und Winterberg, und reiste zusammen mit Carl Moll nach Dresden.

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Koloman Moser – Österreichische Secession II – Austrian Secession II

Romy Schneider

Romy Schneider wurde als Tochter des österreichisch-deutschen Schauspielerehepaares Wolf Albach-Retty und Magda Schneider im Billrothkrankenhaus (heute Rudolfinerhaus) in Wien am 23. September 1938 in Wien geboren. Ihre Vorfahren väterlicherseits gehören der berühmten österreichischen Schauspielerdynastie Albach-Retty an. Schon Romy Schneiders Ururgroßvater Adolf Retty war Schauspieler in Österreich, ihre Urgroßeltern waren der Regisseur und Schauspieler Rudolf Retty und die Sängerin Maria Katharina „Käthe“ Retty, geborene Schäfer. Deren Tochter – Schneiders Großmutter – war die k. u. k. Hofschauspielerin Rosa Albach-Retty.

Vier Wochen nach Schneiders Geburt brachten die Eltern sie nach Schönau am Königssee, wo sie und später ihr Bruder Wolf-Dieter (* 1941) bei den Großeltern Franz Xaver und Maria Schneider auf dem Landgut Mariengrund aufwuchsen. In ihrem ersten Lebensjahr wurde Romy Schneider in die Hände einer Gouvernante gegeben. Die Eltern waren durch ihre schauspielerischen Engagements sehr selten anwesend. 1943 trennten sie sich und wurden 1945 geschieden.
Schneider wurde im September 1944 in die Volksschule von Schönau eingeschult und besuchte ab Juli 1949 das Mädcheninternat auf Schloss Goldenstein, eine private Hauptschule der Augustiner-Chorfrauen B.M.V. in Elsbethen nahe Salzburg. Schon während ihrer Schulzeit entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei, weshalb sie häufig bei Theateraufführungen des Internats auf der Bühne stand. In ihrem Tagebucheintrag vom 10. Juni 1952 schrieb sie: „Wenn es nach mir ginge, würde ich sofort Schauspielerin werden. […] Jedes mal wenn ich einen schönen Film gesehen habe, sind meine ersten Gedanken nach der Vorstellung: Ich muss auf jeden Fall einmal eine Schauspielerin werden. Ja! Ich muss!“
Am 12. Juli 1953 verließ sie das Internat Goldenstein mit dem Abschluss der mittleren Reife. Nach den Sommerferien sollte sie ein Studium an den Kölner Werkschulen beginnen, da sie während des Kunstunterrichts in der Schule ein Talent für die Malerei und das Zeichnen gezeigt hatte. Außerdem war Magda Schneider inzwischen in Köln mit dem Gastronomen und Unternehmer Hans Herbert Blatzheim liiert. Die Ausbildung trat sie jedoch zugunsten ihrer ersten Filmrolle nicht an.

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zeit.geschichte: Die letzten Tage einer Legende: Romy Schneider | 16.12.2017/ORF III

 

Rungholt – nordfriesischen Küstenlandschaft

Lange Zeit gab es keinen materiellen Beleg aus der Zeit des Ortes vor 1362, der die Existenz Rungholts belegen konnte. Zeitgenössische Berichte existieren nicht mehr. Zwar hatten Chronisten des 17. Jahrhunderts wie Matthias Boetius und Anton Heimreich Sagen von einer im 14. Jahrhundert untergegangenen Stadt wiedergegeben und von Funden im Watt berichtet, doch erst zwischen 1921 und 1938 spülten die Gezeiten im Watt nördlich von Südfall wieder Überreste von Warften, Bauten und Zisternen frei. Die Funde wurden systematisch erfasst und erforscht und konnten Angaben auf alten Karten bestätigen. Besonders bedeutsam ist dabei die Karte von Johannes Mejer von 1636, die selbst auf einer Karte von 1240 basieren soll. Weitere Indizien sind ein Testament von 1345 mit der Erwähnung des Namens Rungholt und eine Handelsvereinbarung mit Hamburger Kaufleuten vom 1. Mai 1361. Das Datum liegt acht Monate vor der Marcellusflut und bestätigt, dass der Ort zum Zeitpunkt der Flutkatastrophe noch bestand. Die Handelsvereinbarung und Funde von rheinischen Krügen erhärten die Vermutung, dass Rungholt der Haupthafen der Edomsharde war.
Der Rungholt-Forscher Andreas Busch nahm aufgrund der Anzahl und der Verteilung von Brunnenresten eine Schätzung der Einwohneranzahl vor. Dadurch schloss er auf eine Bevölkerung von mindestens 1500 bis 2000 Einwohnern. Das ist für eine Ortschaft des 14. Jahrhunderts in dieser Gegend eine bemerkenswert große Zahl. Kiel beispielsweise hatte zu dieser Zeit genauso viele Einwohner, in Hamburg lag die Einwohnerzahl bei etwa 5000.

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Atlantis der Nordsee – Das sagenumwobene Rungholt

 

Andreas Busch – Historiker

Andreas Busch war ein Sohn des Bauern, Müllers und Bäckers Friedrich Andreas Busch er wurde am 30. Juni 1850 in Epenwöhrden geboren.

Die Vorfahren väterlicherseits waren ein in Dithmarschen alteingesessenes Geschlecht von Bauern und Müllern. Seine Mutter Anna Catharina, geborene Michelsen war eine Tochter des Nordstrander Hofbesitzers Bahne Thomas Michelsen und Sophie Dorothea, geborene Erichsen. Es handelte sich um eine alteingesessene Familie von Bauern.
Busch ging von 1890 bis 1899 auf die Nordstrander Volksschule, die anfangs einklassig, danach zweiklassig geführt wurde. Bereits während dieser Zeit erstellte er gerne Landkarten. Seine mangelnde Schulbildung verwehrte ihm jedoch, den Berufswunsch des Landmessers auszuüben. Stattdessen arbeitete er als Landwirt.
1921 entstand in der Nähe von Buschs Hof die Lithschleuse. Dabei traten überraschend Reste einer Kirche des ehemaligen Dorf Lith zutage, die bei der Burchardiflut 1634 abgegangen war. Busch arbeitete mit daran, diese Spuren zu analysieren. Im selben Jahr nahm er Forschungen zur Region um Rungholt auf. Das Gebiet war seit der Zweiten Marcellusflut 1362 mit Schlick bedeckt. Busch untersuchte nun systematisch die durch die Gezeiten zunehmend sichtbar werdenden Kulturspuren. Damit konnte er nachweisen, dass Rungholt als Handelsort und Hafen existiert hatte. Um seine Erkenntnisse korrekt dokumentierten zu können, beschäftigte er sich auch mit geologischen, wetterkundlichen, hydrographischen Fragestellungen. Darüber hinaus befasste er sich mit Statistiken über Sturmfluten, historischer Kartographie und Planung und Ausführungen von Deichen und Sielen.
Busch hatte das Problem, dass die von ihm auf der von Gräfin Diana von Reventlow-Criminil bewohnten Hallig Südfall entdeckten Kulturspuren aus der Zeit des Mittelalters deutlich tiefer lagen als neuzeitliche Anlagen. Daher bemühte er sich anfangs, die Einflüsse und Zusammenhänge zwischen natürlichen und zivilisatorischen Vorgängen aus Literatur über die Theorie der sogenannten Küstensenkung zu erarbeiten. Friedrich Müller hatte erkannt, dass diese Theorie wissenschaftlich nicht zu halten sei und stattdessen andere Gründe vorliegen müssten, bspw., dass der Meeresspiegel grundsätzlich ansteige.
Busch griff Müllers Anregungen bezüglich des steigenden Meeresspiegels auf und studierte aktuellere Literatur. Er erweiterte eigene Messwerte und sprach mit Experten über seine Überlegungen. Es handelte sich um grundlegende Ansätze mit für das angewandte Wasserwesen der Küstenlandschaft weitreichenden Konsequenzen. Busch hielt seine Erkenntnis schriftlich fest, publizierte sie jedoch zu Lebzeiten nicht. Dieser Aufsatz wurde dem Nachlass entnommen und 1977 unter dem Titel Zur Kritik in der Niveauverschiebungsfrage veröffentlicht.
Busch beschäftigte sich darüber hinaus mit der Land- und Wasserwirtschaft, Heimatkunde und genealogischen Themen. Er berichtete hierüber in vielen kleineren Beiträgen, die oftmals grundlegend waren oder andere Wissenschaftler dazu anregten, sich weiter mit den Themen zu beschäftigen. Bei der Würdigung seines Schaffens ist zu berücksichtigen, dass seine Schulbildung gering war. 1963 erhielt er die Universitätsmedaille der Universität Kiel.
Busch war verheiratet mit Anna Süsseline Erichsen. Ihr Vater Boy Friedrich Heinrich Erichsen (1853–1940) besaß einen Hof und war verheiratet mit Engel Hedwig, geborene Jacobsen (1864–1923). Das Ehepaar Busch hatte fünf Töchter und zwei Söhne.

Schloss Hellbrunn

In der Stadt Salzburg befindet sich das Jagdschloss Hellbrunn, es wurde im 17. Jahrhundert mit seinen bekannten Wasserspielen im gleichnamigen Landschaftsraum bzw. südlich des Stadtteiles Morzg. angelegt. Gesäumt wird das Schloss von weitläufigen landschaftsarchitektonisch geplanten Parks. Ein Teil des historischen Schlossparkes wird heute vom Salzburger Zoo genutzt. Die Gesamtanlage samt Gartenbaudenkmalen steht unter Denkmalschutz.

Markus Sittikus von Hohenems wurde 1612 zum Salzburger Fürsterzbischof gewählt. Von 1613 bis 1615 erbaute er vor den Toren der Stadt Salzburg unter Einbeziehung eines spätgotischen Adelssitzes eine villa suburbana nach italienischem Vorbild. Architekt war Santino Solari, der auch mit dem Neubau des Salzburger Doms beauftragt worden war. Der Festsaal ist an den Wänden und an der gewölbten Decke mit allegorischen Darstellungen zur Gänze (vermutlich von Arsenio Mascagni) reich bemalt. Bemerkenswert sind weiter das Oktogon, Fischzimmer, Vogelzimmer und Eckzimmer. Um den geschlossenen Ehrenhof herum sind symmetrisch Nebengebäude angeordnet. Das Schloss bildet gemeinsam mit dem Zufahrtsweg von Osten, d. h. dem Ostportal und dem Fürstenweg (heute die Alpenstraße querend) eine weit in die Landschaft ausgreifende Schlossachse.

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[Doku HD] Hellbrunn – Lustschloss, Wasserspiele, Wundergarten