Bemerkenswert

Bücher von Hilla M. Faseluka

KUNST UND KULTURIM REUMANNHOF: ALTERNATIVEWEIHNACHTEN IM REUMANNHOF

30. November 20171 Einlass 17.00 Uhr, Beginn: 17:30 Uhr. wohnpartner-Lokal Reumannhof, Margaretengürtell 00-110/5/1, 1050 Wien
Gemeinsam mit dem Mieterbeirat Reumannhof präsentiert wohnpartner auch heuer wieder einen Sperrmüll-Christbaum. Zudem wird der im September verstorbenen Autorin Ingrid Müller-Schelodetz gedacht. Prominente Autorinnen lesen dabei aus ihren Werken.

Sperrmüll-Christbaum 2017

spmchristbaum

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Alternative Weihnachten im Reumannhof

 

Lesung vom Herbst Fest der Autoren – Verein Kunst Integrieren in Wien – 27.10.2017

 

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Ute Bock

Heute starb Ute Bock, ihr erlernter Beruf war Erzieherin, durch ihren Einsatz als für Asylwerber und Flüchtlinge bekannt, die sie mit dem in Wien beheimateten Verein Flüchtlingsprojekt Ute Bock mit Wohnraum, Kleidung, Kursen und der Vermittlung von juristischer und medizinischer Hilfe unterstützte.

Am 21. Mai 2002 wurde der Ute Bock Verein – Wohn- und Integrationsprojekt gegründet.
Unterstützt von einem Netzwerk überwiegend ehrenamtlicher Helfer organisierte Bock nun private Wohngemeinschaften und Familienwohnungen, die sie mit Hilfe von Spenden und aus eigener Tasche finanzierte und betreute. In ihrem Wohnprojekt stellte sie bald rund 100 Wohnungen für über 300 Menschen aus mehr als 20 Ländern bereit, die, ohne Unterstützung von staatlicher Seite, ansonsten obdachlos wären.[4] Weitere rund 1000 obdachlose Asylwerber haben im Rahmen eines Post- und Meldeservices ihre Zustelladresse, eine Voraussetzung etwa für den Schriftverkehr mit Behördenstellen, beim Verein Ute Bock. Daneben hilft der Verein, auch in Kooperation mit NGOs, juristische Beratungen für die Flüchtlinge zu organisieren, betreibt eine kostenlose Kleidungsausgabe und vermittelt im Rahmen eines Bildungsprogrammes verschiedene Kurse (Deutsch, Alphabetisierung, Informationskompetenz u. a.).
2008 stand Bocks Verein finanziell vor dem Aus, wurde aber von dem Unternehmer Hans Peter Haselsteiner substantiell unterstützt. Haselsteiner kaufte über seine Privatstiftung Concordia auch 2011 das Gebäude des ehemaligen Gesellenheimes in der Zohmanngasse im 10. Wiener Gemeindebezirk von der Stadt Wien und finanzierte Renovierung und Umbau, um es Bocks Verein als Wohnheim („Ute Bock Haus“) zur Verfügung zu stellen. Im Mai 2012 bezog der Verein das Haus mit Wohnraum für rund 70 Flüchtlinge und Platz für Beratungseinrichtungen, wo auch Ute Bock selbst in einer kleinen Wohnung lebte.

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Ute Bock – Die Gute Ute

 

Bette Davis

Sie wurde am 5. April 1908 in Lowell, Massachusetts, Vereinigte Staaten als Tochter von Ruth („Ruthie“) Favor und dem Rechtsanwalt Harlow Morrell Davis geboren. Ihre Schwester Barbara („Bobby“) wurde am 25. Oktober 1909 geboren. Die Familie war protestantischen Glaubens und hatte englische, französische sowie walisische Wurzeln, 1915 trennten sich Davis’ Eltern. Im selben Jahr begann für die beiden Kinder die Schule an der Crestalban School in Lanesborough, Massachusetts.
Im Jahr 1921 zog Ruth Favor mit ihren Töchtern nach New York City, wo sie als professionelle Porträtfotografin arbeitete, um die Familie zu ernähren. Zu dieser Zeit äußerte Davis zum ersten Mal den Wunsch, Schauspielerin zu werden. Inspiriert wurde sie vor allem durch Rudolph Valentino in Die vier Reiter der Apokalypse (1921) und Mary Pickford in Little Lord Fauntleroy (1921), auch änderte sie ihren Namen in „Bette“ in Anlehnung an Honoré de Balzacs La Cousine Bette, 1924 schickte Ruth Favor Davis ihre Töchter auf das Northfield Seminary for Young Ladies, ein konfessionelles Mädchenpensionat. Ein Semester später wechselten die Mädchen auf die Cushing Academy, eine Internatsschule in Ashburnham in Massachusetts.

1926 sah Davis am Repertory Theatre in Boston eine Theaterproduktion von Henrik Ibsens Die Wildente mit Peg Entwistle in der Hauptrolle. Jahre danach sagte sie über die Aufführung: „Vor der Vorstellung wollte ich Schauspielerin werden. Danach musste ich Schauspielerin werden… genau wie Peg Entwistle.“

Davis nahm an einem Vorsprechen für die Aufnahme in Eva Le Galliennes Manhattan Civic Repertory teil. Le Gallienne befand jedoch, dass Davis’ Einstellung zum Theater nicht ernsthaft genug sei, und lehnte die Aufnahme ab. Später wurde Davis, auch durch den Einsatz ihrer Mutter, an der John Murray Anderson School of Theatre angenommen. So durfte Davis die Schule zunächst ohne Bezahlung besuchen, unter dem Versprechen, das Geld zu einem späteren Zeitpunkt zurückzuzahlen. Davis erhielt an der Schule unter anderem Tanzunterricht von Martha Graham.

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Bette Davis | San Francisco, California Film Festival 1969

 

Jan Vermeer

Man weiß nicht viel über das Leben von dem Barock Maler.

Er wurde am 31. Oktober 1632 in der Nieuwe Kerk in Delft getauft und war das zweite Kind und der einzige Sohn seiner Eltern. Sein Vater Reynier Jansz kam ursprünglich aus Antwerpen, zog 1611 nach Amsterdam und arbeitete dort als Seidenweber. 1615 heiratete er Digna Baltens und ging unter dem Namen Vos nach Delft, wo er einen Gasthof betrieb. Nebenbei arbeitete er weiter als Weber und trat außerdem der St.-Lukas-Gilde in Delft offiziell als Kunsthändler bei. Dort begegnete Vermeer Malern wie Pieter Steenwyck, Balthasar van der Ast und Pieter Groenewegen.

Auch über die Ausbildung gibt es keine gesicherten Informationen. Er wurde als Freimeister am 29. Dezember 1653 Mitglied der St.-Lukas-Gilde. Dieser Aufnahme muss eine sechs Jahre umfassende Lehrzeit bei einem von der Gilde anerkannten Maler vorausgegangen sein. Es wird vermutet, dass Vermeer Schüler von Leonaert Bramer gewesen sein könnte. Diese Hypothese fand zwar aufgrund großer Unterschiede im Stil wenig Zustimmung, eine Verbindung Vermeers zu ihm ist jedoch urkundlich nachgewiesen. Weiterhin ist der Kontakt zu Gerard ter Borch belegt. Daneben wurde angenommen, Vermeer sei ein Schüler Carel Fabritius’ gewesen, der von Rembrandt ausgebildet worden sei. Diese Hypothese war seit William Thoré-Bürger im 19. Jahrhundert lange allgemein anerkannt und ist noch heute weit verbreitet, wird jedoch von der Kunstwissenschaft inzwischen bezweifelt. Stattdessen wird Pieter de Hooch, der zwischen 1652 und 1661 in Delft lebte, eine prägende Rolle für die Malerei Jan Vermeers zugewiesen, da de Hoochs Stil in der Genremalerei Vermeers ausgemacht und als verfeinert erkannt wurde.

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Liste der heute bekannten und Vermeer zugeschriebenen Bilder

 

Erich Kästner – der Kinderbuchautor

Jeder kennt seine Kinderbücher, wie Das doppelte Lottchen, Emil und die Detektive oder Das fliegende Klassenzimmer. Er schrieb aber auch humoristischen und zeitkritischen Gedichte.

Geboren wurde er am  23. Februar 1899 in Dresden, sein Vater Emil Richard Kästner (1867–1957) war Sattlermeister in einer Kofferfabrik. Die Mutter, Ida Kästner geb. Augustin (1871–1951), war Dienstmädchen und Heimarbeiterin und wurde mit Mitte dreißig Friseurin. Zu seiner Mutter hatte Kästner eine äußerst intensive Beziehung. Schon als Kind erlebte er ihre Liebe als geradezu ausschließlich auf ihn bezogen – ein anderer Mensch spielte in ihrem Leben eigentlich keine Rolle. In seiner Leipziger und Berliner Zeit verfasste er täglich vertrauteste Briefe oder Postkarten an sie. Auch in seinen Romanen lässt sich immer wieder das Mutter-Motiv finden. Später kamen nie bestätigte Gerüchte auf, dass der jüdische Arzt Emil Zimmermann (1864–1953) – der Hausarzt der Familie – sein leiblicher Vater gewesen sei.

[…] ich komme aus ganz kleinen Verhältnissen, mein Vater war ein Facharbeiter und auch Sozialdemokrat natürlich. Ich habe als Kind schon erlebt, wie die Arbeiter streikten und wie die berittene Gendarmerie mit herausgezogener Plempe da auf die Leute losschlug, die dann mit Pflastersteinen die Laternen einschlugen, und ich habe heulend neben meiner Mutter am Fenster gestanden. Mein Vater war da unten mit dabei – also da haben wir schon zwei entscheidende Dinge.“
– Erich Kästner

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Das fliegende Klassenzimmer

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Der Roman beginnt mit einer Rahmenhandlung, in der der Autor, Erich Kästner persönlich, selbst als Figur auftritt. Die ersten Kapitel beschreiben, wie er beschließt, in seinem Sommer-Urlaub im oberbayrischen Grainau eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben: Dieser Roman soll von Gymnasiasten eines oberbayrischen Internats kurz vor den Weihnachtsferien handeln. Die Hauptpersonen sind fünf befreundete Internatsschüler, die für die nahende Weihnachtsfeier ihr Theaterstück Das fliegende Klassenzimmer proben und die Vorweihnachtszeit auf unterschiedliche Weise erleben. Es sind dies der Klassenprimus Martin Thaler, gewissenhaft und ein Gerechtigkeitsfanatiker, der wegen der Armut seiner Eltern über Weihnachten nicht nach Hause fahren kann; der von seinen leiblichen Eltern verlassene schweigsame und introvertierte Jonathan „Johnny“ Trotz, der Weihnachten im Internat verbringt, da sein Adoptiv Vater ein Überseekapitän ist; Matthias Selbmann, körperlich stark, dickfellig und gutmütig, der sich auf den Punchingball freut, den er zu Weihnachten bekommen soll, weil er Max Schmeling nacheifert; Ulrich „Uli“ von Simmern, sensibel und furchtsam, der noch vor Weihnachten beweisen will, dass er kein Feigling ist, und der intelligente und komplizierte Sebastian Frank, der Weihnachten und das gegenseitige Beschenken eigentlich für sinnlos erachtet, sich aber dennoch an die Tradition halten will. Dazu kommen als Erwachsene Dr. Johann „Justus“ (der Gerechte) Bökh, der von allen verehrte Hauslehrer des Internats, sowie der „Nichtraucher“, offenbar ein freundlicher Gelegenheitspianist, der in einem ausrangierten Nichtraucherwaggon der Reichsbahn lebt.

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Das fliegende Klassenzimmer (Von My Video) 1954

La Bohème

Als Vorlage diente Henri Murgers berühmtestes Werk Scènes de la vie de bohème, entstanden 1847–1849, welches Puccini Anfang 1893 las. Er war sofort begeistert und beschrieb die Entstehung der Oper wie folgt:
„Die Geburtsstunde war an einem Regentag, als ich nichts zu tun hatte und mich daran machte, ein Buch zu lesen, das ich nicht kannte. Der Titel lautete ‚Scènes de la Vie de Bohème‘. Das Buch nahm mich mit einem Schlag gefangen. In jener Umgebung von Studenten und Künstlern fühlte ich mich sofort zu Hause. In dem Buch war alles, was ich suchte und liebe: die Frische, die Jugend, die Leidenschaft, die Fröhlichkeit, die schweigend vergossenen Tränen, die Liebe mit ihren Freuden und Leiden. Das ist Menschlichkeit, das ist Empfindung, das ist Herz. Und das ist vor allem Poesie, die göttliche Poesie. Sofort sagte ich mir: das ist der ideale Stoff für eine Oper.“
– Giacomo Puccini
Obwohl Puccini beschloss, eine Oper zu verfassen, lehnte er ein Angebot von Ruggero Leoncavallo ab, der ihm den Entwurf eines Librettos nach Murgers Vorlage zur Vertonung vorlegte. Das vorgelegte Libretto gefiel Puccini nicht, es war ihm zu „literarisch“. Nachdem Leoncavallo beschlossen hatte, die Oper trotzdem zu verfassen, standen beide im Wettbewerb, was ihre Freundschaft beendete.

Das Libretto verfassten Giuseppe Giacosa, der Literat, und Luigi Illica, der Praktiker, zusammen mit Giacomo Puccini nach dessen Wünschen. Die Idee zu einer Zusammenarbeit dieser drei, welche erstmals bei der Arbeit zu Manon Lescaut aufeinandertrafen, geht auf Giulio Ricordi, einen Freund Puccinis und Verleger der casa editrice Ricordi, zurück, der aufgrund seiner Kenntnisse ebenfalls gelegentlich Hilfe bot. In einem kurzen Vorwort haben die Librettisten darauf hingewiesen, dass sie die Charakterisierung der Figuren und den lokalen Hintergrund Murgers beibehalten und nur bei der dramatischen Gestaltung und den komischen Episoden frei gestaltet haben.

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Anna Netrebko – La Bohème (Quando me’n vo‘) de Puccini

 

Henri Murger

220px-Henry_Murger_in_1854  Henri Murger (1854)

Seine Jugend verbrachte Henri Murger unter den Buveurs d’eau („Wassertrinkern“), einer Gruppe von Bohémiens im Pariser Quartier Latin. In seinem berühmtesten Werk Scènes de la vie de bohème tauchen, häufig kaum verschleiert, seine realen Freunde auf, z. B. Charles Barbara. Dieses Buch – auf Deutsch teils auch unter dem Titel Zigeunerleben bekannt, etwa in der Übersetzung von Walter Heichen – bildete 1896 die Vorlage für die Oper La Bohème von Giacomo Puccini und, ein Jahr später, für die gleichnamige Oper von Ruggiero Leoncavallo.
Murger starb im Alter von nur 38 Jahren im damaligen Maison Dubois, dem heutigen Hôpital Fernand-Widal.

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Amazonen

Als Amazonen werden in griechischen Mythen und Sagen einige Völker bezeichnet, bei denen Frauen „männergleich“ in den Kampf zogen. Antike Autoren verorten Amazonen-Völker in verschiedene Regionen am Schwarzen Meer: im oder nördlich des Kaukasusgebiets, vor allem aber im nordanatolischen Teil des Pontosgebiets, in dem ihre Hauptstadt Themiskyra (am Thermodon) gelegen haben soll. Auch in Karien und Lykien sowie in Libyen sollen Amazonen gelebt haben. Es wird von Amazonenköniginnen und Stadtgründerinnen berichtet. Dabei werden Amazonen immer als Normal­sterbliche beschrieben; oft werden sie in Kämpfen besiegt, stellenweise werden ihre Grabstätten genannt.
Zahlreiche Werke der griechischen Kunst stellen bevorzugt auf Vasen ab ca. 550 v. Chr. Amazonen als wagemutige Kämpferinnen und Reiter­kriegerinnen dar. Im 4. Jahrhundert v. Chr. waren Darstellungen des „Amazonenkampfes“ (Amazonomachie) beliebt. Zwei Waffen sind den Darstellungen von Amazonen ab dem letzten Drittel des 5. Jahrhunderts v. Chr. eigentümlich: die Labrys, eine auch als Amazonenaxt bezeichnete Doppelaxt, sowie die Pelte, ein kleiner, halbmondförmiger Schild. Ihre typische Kleidung besteht aus einem kurzen Chiton, der oft die rechte Brust unbedeckt lässt.

Der Bedeutung des Namens ist bis heute noch ungeklärt. Antiker Autoren führten die griechische Bezeichnung „Amazone“ auf a-mazos  „brustlos“ zurück. Denn die Amazonen sollen ihren kleinen Töchtern die rechte Brust verstümmelt haben, damit diese später den Bogen ungehindert abschießen konnten. Allerdings wurden Amazonen in den griechischen Darstellungen gewöhnlich mit zwei Brüsten wiedergegeben und nach Philostrat wurden sie nur nicht an der Brust gesäugt.
Andere Erklärungen leiteten den Name von a-maza  „brotlos“ her. Hierzu passt die Bemerkung des Aischylos, der sie in seinen Schutzflehenden als kreoboros  „mit Fleisch gefüttert“ bezeichnet.
Ebenfalls wurde an eine Herleitung von Zone  „Gürtel“ von  „gürten“) gedacht. Ama-zone bedeutete demnach etwa „wohlgegürtet“ und hätte auf die Tracht der Amazonen angespielt, wie sie sich auch im Mythos vom Raub des Gürtels der Hippolyte durch Herakles niederschlug. Erwogen wurde auch eine Zusammensetzung aus hama und zosai  im Sinne von „zusammen lebend“.

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Die Amazonen – Auf der Spur antiker Kämpferinnen (Doku Hörspiel)

 

Penthesilea – die Tochter der Amazonenkönigin Otrere und des olympischen Kriegsgottes Ares

Nachdem Achilles den Helden Hektor, Sohn des Königs von Troja Priamos, getötet hat, kommt Penthesilea den vom griechischen Heer schwer bedrängten Trojanern mit ihren Kriegerinnen zu Hilfe. Zunächst bringen die Amazonen das Griechenheer stark in Bedrängnis. Als Achilles eingreift, wendet sich jedoch das Blatt. Schließlich wird Penthesilea von Achilles erschlagen. Als dieser der sterbenden Penthesilea den Helm vom Haupt löst, verliebt er sich in sie und bedauert seine Tat. Einige Gefährten verspotten ihn deswegen, woraufhin er einen von ihnen, Thersites, erschlägt. In unterschiedlichen Versionen des Mythos wird Penthesileas Leiche an die Trojaner zur Bestattung übergeben, von Diomedes in einen Fluss geworfen oder von den Trojanern geborgen.
Auch werden die Namen der zwölf Gefährtinnen Penthesileas während des Trojanischen Krieges genannt: Clonie, Polemusa, Derinoe, Evandre, Antandre, Bremusa, Hippothoe, Harmothoe, Alcibie, Derimacheia, Antibrote und Thermodosa.

Penthesilea von Heinrich von Kleist

Penthesilea ist ein Drama von Heinrich von Kleist aus dem Jahre 1808. In ihm thematisiert er den Konflikt zwischen einem stark fühlenden Individuum und einer gesellschaftlichen Ordnung, die dem natürlichen Empfinden desselben in unnatürlicher Weise entgegensteht.

Penthesilea!

Cimetière des chiens – der älteste Hundefriedhof

Der Cimetière des chiens (deutsch: Hundefriedhof) ist ein Tierfriedhof auf der Île des Ravageurs in Asnières-sur-Seine, Département Hauts-de-Seine, Frankreich, am nordwestlichen Ufer der Seine gegenüber von Paris.

Am 25. März 1899 erschien von dem Journalisten Georges Harnois unter dem Titel „L’Ami des Chiens“ („Der Freund der Hunde“) ein Artikel, in dem er seine Absicht offenbarte, in Paris einen Hundefriedhof zu errichten. Daraufhin gründeten er und die Journalisten-Kollegin und Frauenrechtlerin Marguerite Durand am 2. Mai 1899 die Société Française anonyme du Cimetière pour chiens et autres animaux domestiques („Französische Friedhofsgesellschaft für Hunde und andere Haustiere AG“). Am 15. Juni 1899 wurde das Gelände in Asniéres erworben und danach umgegraben. Nachdem der Betreiber versichert hatte, das neue Gesetz vom 21. Juni 1898 über die Beseitigung der Haustiere zu beachten, hatte der Präfekt keine Einwände mehr gegen den Friedhof, der schließlich zum Sommerende 1899 eröffnet wurde. Er gilt damit als der älteste Tierfriedhof der Welt. Hier sind neben Hunden auch Katzen, Kaninchen, Wellensittiche, aber auch ein Löwe und ein Pferd begraben.

Seit Eröffnung erfreute sich der Friedhof eines großen Zulaufs. Bis zum 20. Oktober 1900 wurden bereits 193 Bestattungen gezählt, 1988 gab es 55.000 Grabsteine. Inzwischen sind 100.000 Tiere begraben worden. Rin Tin Tin († 10. August 1932) ist hier begraben, sein Nachfolger in der gleichnamigen Fernsehserie (ab 15. Oktober 1954) liegt nicht in Asnières. Zu erwähnen ist auch das 1919 begrabene Maskottchen der franz. Infanterie, Hund Mémère. Ebenfalls hier bestattet sind der Haus Löwe der Mitbegründerin des Friedhofs Marguerite Durand und das Schoßtier von Camille Saint-Saëns, dem Komponisten des Karnevals der Tiere.

CIMETIERE DES CHIENS D’ASNIERES SUR SEINE

Silvester

Am 31. Dezember feiern wir Silvester, das ist auch der  Gedenktag des heiligen Papstes Silvester.

Schon die Römer feierten das Jahresendfest im Januar zu Beginn des Jahres 153 v. Chr., als der Jahresbeginn vom 1. März auf den 1. Januar verschoben wurde. Die Feuer-Feste am Jahresende haben alte germanische Wurzeln.
Die Assoziation des Jahresendes mit dem Namen Silvester (deutsch ‚Waldmensch‘, von lateinisch silva ‚Wald‘) geht auf das Jahr 1582 zurück. Damals verlegte die Gregorianische Kalenderreform den letzten Tag des Jahres vom 24. Dezember auf den 31. Dezember, den Todestag des Papstes Silvester I. († 31. Dezember 335). Der Liturgische Kalender führt den Tag seit 813 auch als dessen Namenstag.
In einigen Gegenden Deutschlands heißt der Tag, quasi als Gegenstück zum folgenden Neujahrstag, auch Alt Jahr, Altjahrsabend oder das Alte Jahr, in Österreich ebenso wie in Kroatien auch Altjahrstag, in Kroatien ebenso wie in Slowenien als Ausnahme auch Silvestrovo ‚Tag des Silvester‘.
Auch im Niederländischen heißt es zumeist Oudejaarsavond, und nur alternativ auch Silvester. Auf Spanisch: Nochevieja wörtlich: alte Nacht und auf Dänisch, Schwedisch, Portugiesisch spricht man wie im Englischen vom Neujahrs-(vor-)abend: New Year’s Eve, Nytårsaften, Nyårsafton, Véspera de Ano-Novo. Der 31. Dezember wird in folgenden Sprachen Silvester genannt: Italienisch Notte di San Silvestro, Französisch Réveillon de la Saint-Sylvestre, Polnisch Sylwester, Tschechisch Silvestrovské oslavy, Deutsch Silvester. Laut amtlicher deutscher Rechtschreibung existiert für den letzten Tag des Jahres nur die Schreibweise Silvester mit „i“, anders als für den Vornamen Sylvester/Silvester.

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Neujahrskonzert

neujahrskonzert

Es ist schon Tradition, das Wiener Neujahrskonzert der Wiener Philharmonika am 1. Januar.

Das erste Konzert fand aber nicht am Neujahrstag statt, sondern am 31. Dezember 1939. Zeitungsankündigungen zufolge war es ein von den Wiener Philharmonikern dem von Adolf Hitler am 10. Oktober 1939 eröffneten Kriegswinterhilfswerk (Kriegs-WHW) zur Gänze gewidmetes „Außerordentliches Konzert“, zu dem am 30. Dezember eine öffentliche Generalprobe veranstaltet wurde. Auf Initiative der Philharmoniker belegte der Historiker Fritz Trümpi, dass das Konzert Bestandteil von Joseph Goebbels’ Propaganda­maschinerie war.
Die Liebe des Dirigenten Clemens Krauss zur Walzermusik, insbesondere der der Familie Strauß – „und wohl auch sein Drang zu großen Auftritten“ – verbanden sich nach dem „Anschluss“ Österreichs mit Goebbels’ Absicht, Wien als Stadt „des Optimismus, der Musik und der Geselligkeit“ zu inszenieren. Trümpi belegt in seinem Buch Politisierte Orchester, dass in der Zeit des Nationalsozialismus die Zahl der Aufführung von Werken der Strauß-Familie durch die Wiener Philharmoniker sprunghaft zunahm. Das Orchester war nach der Annexion Österreichs Goebbels unterstellt. Die NS-Machthaber versuchten zu Kriegs­zeiten mittels so genannter „leichter Musik“, die Moral an der Front und in der Heimat aufrechtzuerhalten.

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2017 01 01 | 00:00 Uhr | Donauwalzer zum Neujahr

 

Feuerwerk

Zu jeder größeren Feier wird es eingesetzt und die Gäste sehen es gerne … das Feuerwerk, es ist schön und romantisch, es strahlt aber auch eine gewissen Kraft aus. Es ist ein schöner Abschluss und Höhepunkt einer jeden größeren Feier, natürlich auch einer jeden Sylvester Feier.

Aber jetzt zur Frage: Wer hat das Feuerwerk erfunden? Nein, nicht die Schweizer, es waren wahrscheinlich die Chinesen!

Während der Song-Dynastie (960–1270) gab es schon Feuerwerke. Sie zeichneten sich nicht nur durch Licht-, sondern auch durch Knalleffekte aus. Im späten 14. Jahrhundert entwickelte sich in Italien (erste Nennung in Vicenza, 1379) aus dem Gebrauch des Schwarzpulvers eine eigenständige Feuerwerkskunst, die sich dann in ganz Europa verbreitete. Zur Kunstform wurde es insbesondere in Japan weiterentwickelt und heißt dort 花火 hana-bi „Blumen aus Feuer“ (aus dem chinesischen 花火 huāhuǒ) und diente religiösen Zwecken.
Feuerwerke dienten in Europa seit der frühen Neuzeit – wichtige Namen hierzu waren Amédée-François Frézier (1682–1773) und Perrinet d’Orval – der höfischen Repräsentation und wurden im Barock zu einer eigenen Art von Veranstaltung weiterentwickelt. Hierbei stand immer der politische, repräsentative Charakter im Vordergrund.
Heutzutage werden in Amerika und Europa Feuerwerke vor allem zu Neujahr abgefeuert. Zusätzlich werden Feuerwerke zu länderspezifischen Feiertagen wie dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, dem österreichischen oder schweizerischen Nationalfeiertag und Massenveranstaltungen (große Sportereignisse, Kirmes, Musikfestivals, etc.) gezündet. In Asien werden Feuerwerke üblicherweise im Sommer abgefeuert. In südeuropäischen Ländern wird besonders zu Ostern Feuerwerk abgebrannt.
Weltberühmt sind die Fallas in Valencia (Spanien) Anfang März mit lautstarken Tageslichtfeuerwerken (Mascleta), die gewaltigen Feuerwerke in Las Vegas, die erwähnten Hanabis in Japan, im deutschsprachigen Raum etwa Rhein in Flammen, Kölner Lichter, das Feuerwerk des Donauinselfests oder das Feuerwerk zum Zürich Fest mit jeweils bis zu einer Million Zuschauern.
International renommierte Wettbewerbe sind das auch als „Feuerwerksolympiade“ bekannte, seit 1985 veranstaltete Montreal Fireworks Festival L’International des Feux Loto-Québec und das seit 2006 stattfindende Berliner Feuerwerk-World-Championat Pyronale.

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Bansuri

Bansuri steht in mehreren nordindischen Sprachen für viele unterschiedliche Arten von Flöten, meist für Querflöten, die in der indischen Musik gespielt werden. Häufig bestehen die bansuri aus Bambus, für den bis in das 1. Jahrtausend zurückzuverfogenden Flötennamen sind auch andere Materialien überliefert. Die Wurzel des Wortes ist Sanskrit vamsha („Bambus“, „Flöte“).

Die bansuri wird in der Volksmusik und klassischen Musik Nordindiens gespielt. Der bekannteste Musiker auf diesem Instrument ist Hariprasad Chaurasia, der im Westen unter anderem mit John McLaughlin und Jan Garbarek Aufnahmen machte. Zu den bekanntesten Flötenspielern Indiens gehört weiterhin Ronu Majumdar, der auch mit Ravi Shankar und George Harrison auftrat. Daneben sind Raghunath Seth durch seine Aufnahmen (mit dem Jazzflötisten Chris Hinze) und Rupak Kulkarni (mit Stefan Rigerts Talking Drums) in Europa bekannt geworden. Pandit Pannalal Ghosh (1911–1960) war ein berühmter Flötist aus Bengalen, der die bansuri zum Konzertinstrument machte. Nityanand Haldipur (* 1948 in Mumbai) vertritt wie Gosh den strengen Stil der Maihar-Gharana.

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Rakesh Chaurasia | Raga Prabhateshwari Jhalla | Music of India Bansuri (flute)